Habt ihr euch schonmal Gedanken gemacht an welchen Orten ihr eure meiste Zeit verbringt? Ich bisher auch nicht. Denn es liegt schließlich auf der Hand, dass wir zum Schlafen, Essen, Arbeiten und Lernen die unterschiedlichsten Gebäude aufsuchen. Aber genau solche Gebäude schlucken enorm viel Energie. In Deutschland sind sie sogar für ein Drittel der CO₂-Emissionen verantwortlich.

Bauen neu denken – der RE:frame Ideenwettbewerb

Habt ihr euch schonmal Gedanken gemacht an welchen Orten ihr eure meiste Zeitverbringt? Ich bisher auch nicht. Denn es liegt schließlich auf der Hand, dass wir zum Schlafen, Essen, Arbeiten und Lernen die unterschiedlichsten Gebäude aufsuchen. Aber genau solche Gebäude schlucken enorm viel Energie. In Deutschland sind sie sogar für ein Drittel der CO₂-Emissionen verantwortlich.
Das ist keineswegs ein Aufruf für schlechtes Gewissen! Nein, denn wir leben in der heutigen modernen und stark vernetzten Welt und könnten uns schlecht wieder in eine Steinzeithöhle ohne Elektrizität und Co. verkriechen. Allerdings können wir alle ein paar kleine Schritte in unserem Alltag tun und so ressourcenschonend und klimafreundlicher in unseren eigenen vier Wänden leben.
Unser Reich zuhause ist also ganz schön energieintensiv. Duschen, kochen, heizen, das Licht einschalten – das sind nur einige unserer täglichen Energiefresser. Und Geldfresser. Die hungrigsten davon sind meist total überraschende Quellen. Der Stand-bye-Modus beispielsweise hat es faustdick hinter den Ohren.
Um solchen Energiefallen entgegenzuwirken, gibt es viele Tipps und Tricks. Aber auch die Bauwerke selbst, bieten im Grunde ein riesen Potential zum Energie sparen. Schon im Vorhinein bei Gebäudebau oder -sanierung kann man auf viele Kleinigkeiten achten, um das Wohnen im Nachhinein zukunftsorientierter, sprich klimafreundlicher und energieeffizienter zu gestalten.

An allen Fronten werden Fortschritte gemacht. Der Wettbewerb ist aber nochmal eine neue Hoffnung, dass man gerade im klimafreundlichen Gebäudebau weiter vorankommt!

Prof. Dr. Lorenz Götte
Institut für angewandte Mikroökonomie in Bonn und Jury- Mitglied des RE:frame Ideenwettbewerbs.

Genau an diesem Punkt setzt der Ideenwettbewerb „RE:frame Energieeffizienz – neue Ideen für klimafreundliche Gebäude“ als Teil des Aktionsplans Klimaschutz 2020 der Bundesregierung an. Neue kommunikative Ansätze, Geschäftsmodelle oder auch Apps – gesucht werden inspirierende Beiträge von jeglichen gesellschaftlichen Akteuren, die das klimafreundliche Bauen und Sanieren attraktiver machen und einen Bewusstseinswandel anstoßen. „Wir wollen spannende Ideen finden, von denen Menschen nicht nur rational angesprochen, sondern auch emotional berührt werden.“, betont Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie schaffe ich etwas Neues mit einer hohen Ausstrahlungskraft? Die Ideen sollen Vorbild für die zukünftigen Bau- und Sanierungsmaßnahmen sein, Menschen begeistern und ein neues Lebensgefühl schaffen.
Habt auch ihr eine Idee, wie ihr die Energiewende mitgestalten könnt? Dann nutzt jetzt die Chance und bewerbt euch noch bis zum 31. August 2018 unter www.reframe-wettbewerb.de.

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Shared Fashion:
Mode für Shopaholics

Wir treffen Pola Fendel, (Mit-)Gründerin der Kleiderei: Einer Leihbibliothek für Mode. Shared Fashion ist im Kommen, – und will zum achtsamen Kleiderkonsum anregen.

Wir treffen Pola Fendel zum Gespräch im Yafo, einem angesagten israelischen Restaurant in Berlin-Mitte. Sie verspätet sich um ein paar Minuten, – klarer Fall von unterschätzten Fußwegen; kann in Berlin schonmal vorkommen. Pola hat gute Laune, freut sich auf einen warmen Tee – seit ein paar Tagen kränkelt sie. Wir setzen uns an einen liebevoll dekorierten Tisch in der Ecke, im Hintergrund dudelt israelische Musik. „Ihr müsst aufpassen, dass ich nicht pausenlos rede“, sagt sie lachend. Wir haben die wichtigsten Fragen vorbereitet, der Rest kommt so.
Wie kam die Idee zur „Kleiderei“? Das  Online- und Offline-Leihgeschäft mit gebrauchter und eingekaufter fairer Mode floriert. Auch die mediale Aufmerksamkeit reißt seit Tag 1 nicht ab. Mit ihrer Schulfreundin Thekla Wilkening hat Pola 2012 das erste Geschäft in Hamburg eröffnet. Von der ersten Ladenzeile bis hin zur Eröffnung des Onlineshops und dem ersten Franchise-Store in Köln war es ein langer Weg. „Wir wollten Kleider wie Bücher in einer Bücherei ausleihen können – nach ein paar Wochen des Brainstormings und der Recherche haben wir verstanden, dass es das Konzept in Deutschland so noch nicht gab“. Amsterdam hat „Lena’s Library“ und noch weiter weg, in den USA, gibt es „Rent the Runway“, was aber, genauso wie „Temporary Wardrobe“ in Stuttgart, eher die besser betuchten Kunden anspricht.
Wie sieht das Konzept von Kleiderei genau aus? Als Kunde zahlt man monatlich einen festen Betrag an das Unternehmen, welches einem vier Kleidungsstücke zuschickt, die nach frühestens einem Monat wieder zurück geschickt werden können. Um den Anforderungen der Kundschaft gerecht werden zu können, wird die Auswahl der Kleidungsstücke für jeden Kunden eigens kuratiert, hierzu füllt man zu Beginn der Partnerschaft einen Fragebogen aus, der Präferenzen (Farbe, Passgröße, Schnitt, Stil) berücksichtigt. Die Preise für die Teilnahme an Kleiderei orientieren sich am Servicegrad – Online kostet das Abo 49 Euro, im Franchise-Store in Köln nur 25 Euro. Das liegt am Versand und an den Reinigungskosten, die Online anfallen.

Fair bedeutet für uns, dass die Produktion teilweise zertifiziert ist,
auf lokale Zulieferer zurückgreift oder eine transparente Lieferkette
ausweisen kann. Faire Löhne und faire Arbeitsbedingungen
verstehen sich von selbst.

Gab es bei Kleiderei schon Misstrauensfälle, etwa Diebstahl? Pola verneint: „Das ist noch nicht vorgekommen. Für den Fall der Fälle haben wir unseren Anwalt. Und wir wissen, wo Du wohnst“, sagt sie mit einem Zwinkern. Kleiderei kauft Vintage-Kleidung und kooperiert mit Jungdesignern . „Die Jungdesigner kennen Thekla und ich teilweise noch persönlich aus dem Studium, wir legen besonders wert auf faire Herstellung bei den Labels, mit denen wir kooperieren“ sagt Pola und fügt hinzu: „Fair bedeutet für uns, dass die Produktion teilweise zertifiziert ist, auf lokale Zulieferer zurückgreift oder eine transparente Lieferkette ausweisen kann. Faire Löhne und faire Arbeitsbedingungen verstehen sich von selbst.“
Wir fragen Pola, ob sie selbst auch hinter ihrem Konzept steht und ob es sich davon leben lässt. Pola lacht: „Ich selbst bin mein bester Kunde, die Hose und der Pulli den ich trage – kommt alles aus der Kleiderei. Ich stehe auch persönlich hinter dem Prinzip. Mir wird schlecht, wenn ich daran denke, wieviel Kleidung tagtäglich von uns weggeworfen wird. Die Kleidungsstücke sind in den wenigsten Fällen abgenutzt – sie gefallen uns nur einfach nicht mehr.“ Sie fügt hinzu: „Das ist das Schlimmste an der ganzen Fashion Industry: Wir kaufen Kleidung, für deren Herstellung Menschen am anderen Ende der Erde ausgebeutet werden Mit unserem Verhalten nutzen wir als westliche Frauen unsere vermeintliche „Vormachtstellung“ aus. Wir müssen alle weniger kaufen. Deshalb gibt es Kleiderei. Wir wollen faire Kleidung unterstützen, also kooperieren wir mit den Jungdesignern mit genau diesem Konzept. „Unfaire“ Kleidung hingegen, die bereits produziert ist, können wir nicht mehr verhindern. Zudem kann uns jede Kundin ihre Fehlkäufe oder Ex-Lieblingsstücke zum Verleihen schicken und das komplett unabhängig vom Label.“

Wir sind das Problem – die Frauen.
Wir kaufen zu viel und sind damit noch unzufrieden.

Auf die Frage hin, ob ihr Konzept in jeder Stadt funktionieren kann, nickt Pola bestimmt. „Auf jeden Fall. Sowohl in ländlichen Gegenden, als auch in den großen Städten sind die Kunden begeistert vom Konzept, wir haben ebenso viele Frauen aus München, wie wir Frauen aus kleineren Städten haben.“ Sind die Kunden also nur Frauen? „Hauptsächlich, ja. Wir haben ein paar Männer, die kaufen das Abo allerdings meist nur als Geschenk für ihre Freundinnen“. Männer seien dabei auch gar nicht das Problem, sagt Pola. „Wir sind das Problem – die Frauen. Wir kaufen zu viel und sind damit noch unzufrieden“.

Dazu möchten wir mit Kleiderei auch motivieren – dass die Leute in
unsere Kleidung reinschnuppern und sich bei Gefallen dann wirklich
etwas von diesen nachhaltigen Herstellern zulegen. Ich möchte damit
Fair Fashion unterstützen, da halte ich einen Kauf für gerechtfertigt.

Wann hat Pola das letzte Mal ein Kleidungsstück für sich selbst gekauft? „Ich habe im Februar 2017 das letzte Mal etwas für mich gekauft – ein Kleid von „Black Velvet Circus“, das ist eine unserer Designer. Dazu möchten wir mit Kleiderei auch motivieren – dass die Leute in unsere Kleidung reinschnuppern und sich bei Gefallen dann wirklich etwas von diesen nachhaltigen Herstellern zulegen. Ich möchte damit Fair Fashion unterstützen, da halte ich einen Kauf für gerechtfertigt.“ Auf Nachfrage nennt Pola vier ihrer Designer-Koops, die sogar zertifiziert sind. Das sind unter anderem Jan’n’June, Lanius, Ethnotek und Kings of Indigo.

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Nach fast fünf Jahren lässt sich von der Kleiderei auch leben. „Ich bin jetzt 27 und ich war ein Küken, als wir mit Kleiderei anfingen. Jetzt haben wir den Dreh raus. Wir verarbeiten das Feedback unserer Kunden und unser inzwischen 7-Köpfiges Team arbeitet wie ein Uhrwerk – absoluter Zusammenhalt.“
Wir schließen das Interview mit Smalltalk und verabschieden uns in den lauen Herbsttag. Sehr sympathisch, diese Pola Fendel.

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Bauen neu denken –
der RE:frame Ideenwettbewerb

Category: Innovation
Habt ihr euch schonmal Gedanken gemacht an welchen Orten ihr eure meiste Zeit verbringt? Ich bisher auch nicht. Denn es liegt schließlich auf der Hand, dass wir zum Schlafen, Essen, Arbeiten und Lernen die unterschiedlichsten Gebäude aufsuchen. Aber genau solche Gebäude schlucken enorm viel Energie. In Deutschland sind sie sogar für ein Drittel der CO₂-Emissionen verantwortlich.
Das ist keineswegs ein Aufruf für schlechtes Gewissen! Nein, denn wir leben in der heutigen modernen und stark vernetzten Welt und könnten uns schlecht wieder in eine Steinzeithöhle ohne Elektrizität und Co. verkriechen. Allerdings können wir alle ein paar kleine Schritte in unserem Alltag tun und so ressourcenschonend und klimafreundlicher in unseren eigenen vier Wänden leben.
Unser Reich zuhause ist also ganz schön energieintensiv. Duschen, kochen, heizen, das Licht einschalten – das sind nur einige unserer täglichen Energiefresser. Und Geldfresser. Die hungrigsten davon sind meist total überraschende Quellen. Der Stand-bye-Modus beispielsweise hat es faustdick hinter den Ohren.
Um solchen Energiefallen entgegenzuwirken, gibt es viele Tipps und Tricks. Aber auch die Bauwerke selbst, bieten im Grunde ein riesen Potential zum Energie sparen. Schon im Vorhinein bei Gebäudebau oder -sanierung kann man auf viele Kleinigkeiten achten, um das Wohnen im Nachhinein zukunftsorientierter, sprich klimafreundlicher und energieeffizienter zu gestalten.

An allen Fronten werden Fortschritte gemacht.
Der Wettbewerb ist aber nochmal eine neue Hoffnung,
dass man gerade im klimafreundlichen Gebäudebau
weiter vorankommt!

Prof. Dr. Lorenz Götte
Institut für angewandte Mikroökonomie in Bonn und
Jury- Mitglied des RE:frame Ideenwettbewerbs.

Genau an diesem Punkt setzt der Ideenwettbewerb „RE:frame Energieeffizienz – neue Ideen für klimafreundliche Gebäude“ als Teil des Aktionsplans Klimaschutz 2020 der Bundesregierung an. Neue kommunikative Ansätze, Geschäftsmodelle oder auch Apps – gesucht werden inspirierende Beiträge von jeglichen gesellschaftlichen Akteuren, die das klimafreundliche Bauen und Sanieren attraktiver machen und einen Bewusstseinswandel anstoßen. „Wir wollen spannende Ideen finden, von denen Menschen nicht nur rational angesprochen, sondern auch emotional berührt werden.“, betont Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Deutschen Energie-Agentur.
Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie schaffe ich etwas Neues mit einer hohen Ausstrahlungskraft? Die Ideen sollen Vorbild für die zukünftigen Bau- und Sanierungsmaßnahmen sein, Menschen begeistern und ein neues Lebensgefühl schaffen.
Habt auch ihr eine Idee, wie ihr die Energiewende mitgestalten könnt? Dann nutzt jetzt die Chance und bewerbt euch noch bis zum 31. August 2018 unter www.reframe-wettbewerb.de.

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By | 2018-07-20T10:48:35+00:00 Juli 18th, 2018|INNOVATION|Kommentare deaktiviert für Bauen neu denken – der RE:frame Ideenwettbewerb