Oh, ich liebe Hokuspokus! Und ich liebe Gin! Mystik trifft auf Unvernunft. Das schönste aller Mischverhältnisse. Denn was gibt es Besseres, als sich dem Zauber der Illusion hinzugeben und endlich einmal wieder zu staunen? Und genauso verhält es sich bei dem
aus München stammenden „The Illusionist Dry Gin“.

BLAUER RAUSCH –
MYSTISCHER ZAUBER AUS DEM GLAS

Category: Taste     Text: Angela Peltner
Oh, ich liebe Hokuspokus! Und ich liebe Gin! Mystik trifft auf Unvernunft. Das schönste aller Mischverhältnisse. Denn was gibt es Besseres, als sich dem Zauber der Illusion hinzugeben und endlich einmal wieder zu staunen? Und genauso verhält es sich bei dem aus München stammenden „The Illusionist Dry Gin“. Ich habe ihn aber in Berlin getrunken. Im Rahmen der GREEN AWARDS des GREENTECH FESTIVALS. Ein wenig vor der Show und ganz viel danach. Aber das war nicht meine Schuld! Dafür kann ich echt nichts, wenn der Gin so lecker und in verschiedenen Farben daherkommt.
DAS HOCHPROZENTIGE CHAMÄLEON
Abrakadabra und dreimal schwarzer Kater, so oder so ähnlich stelle ich mir den Zauberspruch, inklusive ganz vieler Nebelschwaden, für die Herstellung dieses hundert Prozent biologischen und hochprozentigen Wachholderschnapses vor. Denn dieser Gin kann zaubern. Oh ja, ein farbloser Gin der seine Farbe verändert. In den handabgefüllten und datierten Steingutflaschen, die aussehen, als wären sie gerade einem sehr alten sehr weisem Apotheker geklaut worden, ist der Gin noch unscheinbar und durchsichtig. Erst im Glas und in Verbindung mit Eiswürfeln und Säure, zum Beispiel einer Tonic-Brause, ändert er die Farbe. Je nach Mischverhältnis von Kornblau bis Zartrosa, können sich unverschämt schöne Farben entfalten. Echte Farbenspiele eben. Auf der Internetseite gibt es auch unzählige Vorschläge für wunderschön aussehende Serviervorschläge für Cocktails mit Namen wie BLUE PRIDE oder THE DOOR OPENER. Die beiden Unternehmer des 2015 gegründeten THE ILLUSIONIST DISTILLERY, Maximilian Muggenthaler und Tim Steglich, hüllen sich in Schweigen, was die genaue Zutatenliste angeht. Fakt ist nur, dass eine ominöse blaue Blüte aus einem fernen Land hinzugefügt werden muss, damit der Gin sich verfärbt.
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Foto: The Illusionist Distillery
DIE MYSTERIÖSE PHILOSOPHIE
Den beiden Freunden war bewusst, dass sie eine gute Geschichte brauchten. Ein verdammt gutes USP. Gerne und viel Gin trinken kann ja jeder (ich weiß wovon ich spreche). Sich aber mit guten Jobs in der Tasche (Zahnarzt und Betriebswirt), zu überlegen: „Hey, jetzt fangen wir, neben unseren Fulltime-Jobs, nochmal etwas Neues an“, gibt es nicht so oft. Natürlich waren die Freunde seit Jahren Hobby-Destillateure, die erste Geiste und Brände mit einer kleinen Tisch-Destille herstellten und sich mit guten Freunden gern einen „reinstellten“. Wie so oft, kam die zündende Idee dann über Umwege. In dem Fall der jungen Münchener über das Essen. Die beiden verbindet nämlich nicht nur die Liebe zum Gin, sondern auch zur asiatischen Küche. Und irgendwann lag dann diese blaue, essbare und ominöse Blüte auf dem Phat Thai oder was auch immer. Eine Idee war geboren. Es sollte allerdings noch ein weiteres Jahr vergehen, bis das Rezept wohlschmeckend und die Farbe ausgereift war, um den ILLUSIONIST DRY GIN auf den Markt zu schicken. Inzwischen ist die Pot-Still-Anlage aus Kupfer deutlich gewachsen. Doch die Liebe zum Detail ist geblieben. Alle Steingutflaschen mit den edlen Jugendstil-Etiketten werden nach wie vor manuell abgefüllt. Der Markt der, by the way schon internationale Fußstapfen annimmt, liebt die Idee. Kritisiert wird immer mal wieder ihr Geschmack. Von zu viel Rauheit auf der Zunge wird berichtet. Mit Eis hatte ich ein sehr rundes Geschmackserlebnis. Leicht blumig, etwas Wacholder und mediterrane Kräuter wurden von herber Orange ergänzt. Das waren allerdings längst nicht alle Inhaltsstoffe. Aber egal wie viel ich getrunken habe, ich konnte nicht alles rausschmecken.
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Foto: The Illusionist Distillery
BOTANICALS UND ALKOHOL
Bei jedem gut gemachten Zaubertrick, stehe ich konsequent zwischen den Stühlen. Eigentlich will ich wissen wie er funktioniert, andererseits reizt mich die Illusion. Fakt ist, durch die blaue Blüte und dem Lavendel kommt die Farbe zustande. Die blaue Blüte sorgt aber nicht nur für die Farbe, sondern auch für die zart-nussige Note des Gins. Der magische Mix aus 16 feinen Botanicals entfaltet die floralen Noten. Dazu kommt Wacholder, Macis (Muskatblüte), Süßholz und Angelika. Weiterhin werden Rosmarin sowie frische Zitronen und Orangen verwendet. Natürlich alles ohne Farbstoffe. Fehlen immer noch knapp 10 Inhaltsstoffe. Aber hey, vielleicht habt ihr ja mehr Glück beim „erschmecken“ als ich. Die nächste Verkostung findet am 19.06.2019 in der Feinkostabteilung von Galeria Kaufhof am Marienplatz in München statt. Und sagt mir bitte nicht Bescheid. Ich bleib doch lieber bei der Illusion.
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