Wer waren die coolsten Typen in eurer Clique? Bei mir waren es die mit dem Ghettoblaster! Sie konnten zwar meist nicht so gut dazu breakdancen, wie die amerikanischen Rap-Vorbilder aus den guten antiquierten MTV-Video-Zeiten, wo East- und West Coast noch eine gegenseitige Kriegsansage war, aber es war eine Attitüde. Eine Haltung. Und Haltung beweist auch Axel Pfaender, der Gründer von „Berlin Boombox“. Er hat die „Eier“ gehabt, aus dem coolen silberfarbenen Ghettoblaster eine umweltfreundliche und sehr bunte Retro-Pappalternative zu machen. Der schwäbische Illustrator und mittlerweile in Berlin wohnende DJ hat mithilfe einer sehr erfolgreichen Crowdfunding Kampagne seinen Traum wahrgemacht – die „Berlin Boombox“. Eine Synergie aus den zwei Leidenschaften seines Lebens: Der Liebe zur Musik und der Liebe zum Design. Und das Verrückte war – alle machten mit! Die Crowdfunding-Spender, die Sponsoren, die Händler. Eine Traumsituation für ein junges Unternehmen.

BOOM BOX BABY –
SOUND ON FÜR DEN
COOLSTEN GHETTOBLASTER

Foto: Berlin Boom Box
DURCHSTARTER PER KICKSTARTER
Wer waren die coolsten Typen in eurer Clique? Bei mir waren es die mit dem Ghettoblaster! Sie konnten zwar meist nicht so gut dazu breakdancen, wie die amerikanischen Rap-Vorbilder aus den guten antiquierten MTV-Video-Zeiten, wo East- und West Coast noch eine gegenseitige Kriegsansage war, aber es war eine Attitüde. Eine Haltung. Und Haltung beweist auch Axel Pfaender, der Gründer von „Berlin Boombox“. Er hat die „Eier“ gehabt, aus dem coolen silberfarbenen Ghettoblaster eine umweltfreundliche und sehr bunte Retro-Pappalternative zu machen. Der schwäbische Illustrator und mittlerweile in Berlin wohnende DJ hat mithilfe einer sehr erfolgreichen Crowdfunding Kampagne seinen Traum wahrgemacht – die „Berlin Boombox“. Eine Synergie aus den zwei Leidenschaften seines Lebens: Der Liebe zur Musik und der Liebe zum Design. Und das Verrückte war – alle machten mit! Die Crowdfunding-Spender, die Sponsoren, die Händler. Eine Traumsituation für ein junges Unternehmen.
SOUND ON
Bereits im September 2012 kamen die ersten 2000 Exemplare, damals noch im schlichen Schwarz-Weiß-Modell, auf dem Markt. Damals wie heute war die „Berlin Boombox“ ein echtes Erlebnis, denn sie kam nicht in einem Stück zu dir nach Hause. Nein, man baut sie selbst zusammen. Es gibt Videos und eine PDF-Bauanleitung zum Downloaden auf der Webseite, die damit wirbt, dass der Aufbau ein Kinderspiel sei und viel einfacher als bei Ikea. Man benötige nichts weiter als fünf Minuten Zeit, bis aus dem Bausatz ein Neo-Future-Ghettoblaster wird, für den man nicht einmal Werkzeug oder Klebstoff bräuchte, um die Pappe mit dem Lautsprecherpaar zu verbinden. Ich habe früh gelernt: „Was simpel ist, ist meistens gut.“ So wie der Sound. Und um den Sound geht es ja schließlich. Als „kräftig“ wird er beschrieben und „tief brummend“. Vielleicht nix für Klassikliebhaber, aber zumindest für den ganzen großen Rest. Denn der Sound ist schon wieder eine Synergie aus zwei Dingen. Axel Pfaender’s „Boombox-Boxen“ klingen aus zwei Gründen gut. Erstens wegen der besonderen Technologie der Boxen, die von MIVOC beliefert werden und zweitens wegen der beständigen Papphülle. Durch dieses Zusammenspiel kann ein satter Ton mit Dampf unter dem A… entstehen.

Fotos: Berlin Boom Box
UNBOXING
Ich baue eine „Berlin Boombox“ und brauche dafür:
1. eine Box aus bedruckter Wellpappe,
2. einen stabilen Tragegriff,
3. zwei Lautsprecher,
4. einen Lautstärkeregler (Metall-Drehknopf) und
5. einen Anschluss für MP3-Player oder Smartphone.
Mittlerweile können auch alle Geräte Wireless mit Bluetooth bedient werden.
ACHILLESVERSE REGEN
„Immer wenn es regnet muss ich an dich denken…“ Die einzige Achillesverse dieser nachhaltigen Box, scheint die Feuchtigkeit zu sein. Ich veranstalte im Sommer gerne Picknicks, bei denen ich erstaunlich oft von einem Sommergewitter heimgesucht wurde. Dafür ist der Neo-Ghettoblaster leider nicht geschaffen. Ihn würde das tragische Ende des Aufweichens ereilen. Und die Technik wäre wohl auch verloren. Für diesen Fall gibt es aber beim Hersteller ein „Notfall-Ersatzgehäuse-Set“, dass man für wenige Euro nachkaufen kann.
JETZT SCHON ZUKUNFTSMUSIK
2019 kann man die „Berlin Boombox“ in Retro-Optik auf allen Kontinenten der Welt online, aber auch in vielen Geschäften in (habe nachgezählt) zehn verschiedenen Farbvariationen kaufen. Und obwohl es immer weitere Finessen bei der „Berlin Boombox“ gibt, bleibt eine Sache ganz klar bestehen. Die Nachhaltigkeit. Das heißt, dass die Box lokal produziert wird. Und sozial ist das Lokale dann auch noch. Die ganze Abwicklung, also vom Verpacken, über das Lagern der Boxen bis hin zum Versand, wird zu 100 Prozent von der Berliner Behindertenwerkstatt „Mosaik“ durchgeführt und organisiert. Auch die Wellpappe ist umweltfreundlich und kann nach dem Ende der Lebensdauer teilweise (bunte „Boombox“) oder zu 100% (braune Farbvariante) recycelt werden. Einzig ein kleiner Anteil an Elekto- und Plastikmüll bleibt übrig. Auch die Verpackung kommt ohne Einschweißen in Plastikfolien aus. Effizient ist der Soundspeaker auch noch. Der eingebaute D-Klasse-Verstärker ist sehr energiesparend. Drei AA Batterien reichen für circa 200 Stunden Musik.

Foto: Berlin Boom Box
KLUGSCHISS ZUM SCHLUSS
Zum Schluss erfahre ich von dem Gründer noch etwas, was ich gar nicht wusste: In den frühen 1980igern wurden tragbare Radiorekorder als „Boombox“ bezeichnet, da sie zu der Zeit ihre Blütezeit hatten und vor allem in der Entwicklung des Hip-Hop eine große Rolle spielten. Für Axel Pfaender ist Boombox eine „Ikone der Popkultur“. Quasi der jüngere genrespezifischere Bruder des Ghettoblasters. Die Box genießt einfach Kultstatus bei ihm.
Ich weiß jetzt auch, was das erste Album wäre, was ich über Axel Pfaender’s „Kult-Baby“ laufen lassen würde. Das sechste Album der Kultband „Beatsteaks“ aus Berlin, das passenderweise „Boombox“ heißt.

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BOOM BOX BABY –
SOUND ON FÜR DEN COOLSTEN GHETTOBLASTER

Category: Innovation

Foto: Berlin Boom Box
DURCHSTARTER PER KICKSTARTER
Wer waren die coolsten Typen in eurer Clique? Bei mir waren es die mit dem Ghettoblaster! Sie konnten zwar meist nicht so gut dazu breakdancen, wie die amerikanischen Rap-Vorbilder aus den guten antiquierten MTV-Video-Zeiten, wo East- und West Coast noch eine gegenseitige Kriegsansage war, aber es war eine Attitüde. Eine Haltung. Und Haltung beweist auch Axel Pfaender, der Gründer von „Berlin Boombox“. Er hat die „Eier“ gehabt, aus dem coolen silberfarbenen Ghettoblaster eine umweltfreundliche und sehr bunte Retro-Pappalternative zu machen. Der schwäbische Illustrator und mittlerweile in Berlin wohnende DJ hat mithilfe einer sehr erfolgreichen Crowdfunding Kampagne seinen Traum wahrgemacht – die „Berlin Boombox“. Eine Synergie aus den zwei Leidenschaften seines Lebens: Der Liebe zur Musik und der Liebe zum Design. Und das Verrückte war – alle machten mit! Die Crowdfunding-Spender, die Sponsoren, die Händler. Eine Traumsituation für ein junges Unternehmen.
SOUND ON
Bereits im September 2012 kamen die ersten 2000 Exemplare, damals noch im schlichen Schwarz-Weiß-Modell, auf dem Markt. Damals wie heute war die „Berlin Boombox“ ein echtes Erlebnis, denn sie kam nicht in einem Stück zu dir nach Hause. Nein, man baut sie selbst zusammen. Es gibt Videos und eine PDF-Bauanleitung zum Downloaden auf der Webseite, die damit wirbt, dass der Aufbau ein Kinderspiel sei und viel einfacher als bei Ikea. Man benötige nichts weiter als fünf Minuten Zeit, bis aus dem Bausatz ein Neo-Future-Ghettoblaster wird, für den man nicht einmal Werkzeug oder Klebstoff bräuchte, um die Pappe mit dem Lautsprecherpaar zu verbinden. Ich habe früh gelernt: „Was simpel ist, ist meistens gut.“ So wie der Sound. Und um den Sound geht es ja schließlich. Als „kräftig“ wird er beschrieben und „tief brummend“. Vielleicht nix für Klassikliebhaber, aber zumindest für den ganzen großen Rest. Denn der Sound ist schon wieder eine Synergie aus zwei Dingen. Axel Pfaender’s „Boombox-Boxen“ klingen aus zwei Gründen gut. Erstens wegen der besonderen Technologie der Boxen, die von MIVOC beliefert werden und zweitens wegen der beständigen Papphülle. Durch dieses Zusammenspiel kann ein satter Ton mit Dampf unter dem A… entstehen.

Fotos: Berlin Boom Box
UNBOXING
Ich baue eine „Berlin Boombox“ und brauche dafür:
1. eine Box aus bedruckter Wellpappe,
2. einen stabilen Tragegriff,
3. zwei Lautsprecher,
4. einen Lautstärkeregler (Metall-Drehknopf) und
5. einen Anschluss für MP3-Player oder Smartphone.
Mittlerweile können auch alle Geräte Wireless mit Bluetooth bedient werden.
ACHILLESVERSE REGEN
„Immer wenn es regnet muss ich an dich denken…“ Die einzige Achillesverse dieser nachhaltigen Box, scheint die Feuchtigkeit zu sein. Ich veranstalte im Sommer gerne Picknicks, bei denen ich erstaunlich oft von einem Sommergewitter heimgesucht wurde. Dafür ist der Neo-Ghettoblaster leider nicht geschaffen. Ihn würde das tragische Ende des Aufweichens ereilen. Und die Technik wäre wohl auch verloren. Für diesen Fall gibt es aber beim Hersteller ein „Notfall-Ersatzgehäuse-Set“, dass man für wenige Euro nachkaufen kann.
JETZT SCHON ZUKUNFTSMUSIK
2019 kann man die „Berlin Boombox“ in Retro-Optik auf allen Kontinenten der Welt online, aber auch in vielen Geschäften in (habe nachgezählt) zehn verschiedenen Farbvariationen kaufen. Und obwohl es immer weitere Finessen bei der „Berlin Boombox“ gibt, bleibt eine Sache ganz klar bestehen. Die Nachhaltigkeit. Das heißt, dass die Box lokal produziert wird. Und sozial ist das Lokale dann auch noch. Die ganze Abwicklung, also vom Verpacken, über das Lagern der Boxen bis hin zum Versand, wird zu 100 Prozent von der Berliner Behindertenwerkstatt „Mosaik“ durchgeführt und organisiert. Auch die Wellpappe ist umweltfreundlich und kann nach dem Ende der Lebensdauer teilweise (bunte „Boombox“) oder zu 100% (braune Farbvariante) recycelt werden. Einzig ein kleiner Anteil an Elekto- und Plastikmüll bleibt übrig. Auch die Verpackung kommt ohne Einschweißen in Plastikfolien aus. Effizient ist der Soundspeaker auch noch. Der eingebaute D-Klasse-Verstärker ist sehr energiesparend. Drei AA Batterien reichen für circa 200 Stunden Musik.

Foto: Berlin Boom Box
KLUGSCHISS ZUM SCHLUSS
Zum Schluss erfahre ich von dem Gründer noch etwas, was ich gar nicht wusste: In den frühen 1980igern wurden tragbare Radiorekorder als „Boombox“ bezeichnet, da sie zu der Zeit ihre Blütezeit hatten und vor allem in der Entwicklung des Hip-Hop eine große Rolle spielten. Für Axel Pfaender ist Boombox eine „Ikone der Popkultur“. Quasi der jüngere genrespezifischere Bruder des Ghettoblasters. Die Box genießt einfach Kultstatus bei ihm.
Ich weiß jetzt auch, was das erste Album wäre, was ich über Axel Pfaender’s „Kult-Baby“ laufen lassen würde. Das sechste Album der Kultband „Beatsteaks“ aus Berlin, das passenderweise „Boombox“ heißt.

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By |2019-05-28T11:54:42+00:00März 27th, 2019|Angela Peltner, INNOVATION|Kommentare deaktiviert für BOOM BOX BABY – SOUND ON FÜR DEN COOLSTEN GHETTOBLASTER