Beim romantischen Kerzenschein blickt sich ein frisch verliebtes Pärchen tief in die Augen, im Hintergrund erklingt leise das Piano, draußen scheint der Vollmond. Der Kellner serviert das Hauptmenü – ganze Dorade an Kartoffeln und gedünstetem Gemüsetrio – man wünscht sich einen guten Appetit und beginnt zu speisen. Sie lächelt ihn an, halbiert ihren Fisch, doch urplötzlich schreit sie auf: Inmitten der Gräten befindet sich ein robustes Stück Plastik. Was nach einer Szene aus einem schlechten Film klingt, könnte schon jetzt bittere Realität sein, die uns alle betrifft. Denn wir befinden uns mitten im Teufelskreis: Unser Müll landet im Park, landet im Fluss, landet im Meer, landet im Bauch des Fisches und letztendlich auf unserem Teller – what goes around comes around

Der Fluch des Plastiks – Visionäre Ansätze zur Rettung der Ozeane

Beim romantischen Kerzenschein blickt sich ein frisch verliebtes Pärchen tief in die Augen, im Hintergrund erklingt leise das Piano, draußen scheint der Vollmond. Der Kellner serviert das Hauptmenü – ganze Dorade an Kartoffeln und gedünstetem Gemüsetrio – man wünscht sich einen guten Appetit und beginnt zu speisen. Sie lächelt ihn an, halbiert ihren Fisch, doch urplötzlich schreit sie auf: Inmitten der Gräten befindet sich ein robustes Stück Plastik. Was nach einer Szene aus einem schlechten Film klingt, könnte schon jetzt bittere Realität sein, die uns alle betrifft. Denn wir befinden uns mitten im Teufelskreis: Unser Müll landet im Park, landet im Fluss, landet im Meer, landet im Bauch des Fisches und letztendlich auf unserem Teller – what goes around comes around.
Die Erde, unser blauer Planet, ist zu 70% vom Wasser bedeckt – und demnach auch von Plastik. Nach Angaben des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) landen pro Jahr mehr als acht Millionen Tonnen dieses verheerenden Materials im Meer. Und die Prognosen sind noch düsterer: Wenn wir weitermachen wie bisher, schwimmen in knapp 30 Jahren mehr Plastikpartikel als Fische in unseren Ozeanen.
ENDLICH ANFANGEN FÜR MEHR MEER
Doch zum Glück ergreifen immer mehr Menschen die Initiative, sagen dem Plastik in Meeren den Kampf an und versuchen die Wogen zu glätten. Einer von ihnen ist der 24-jährige Holländer Boyan Slat. Vor sechs Jahren brach er sein Studium ab und gründete das Unternehmen „The Ocean Cleanup“, mit dem er nun um das Ende der Plastikepidemie in den Weltmeeren kämpft. Dafür entwickelte er ein System aus einer langen Kunststoffröhre in leichter U-Form, die auf dem Meer treibt. Unter ihr befindet sich ein fünf Meter langer Vorhang, in dem der Müll hängen bleiben soll. Ein tiefgelegener Anker verlangsamt zudem den Schwimmkörper, sodass die Strömung den Müll hineintreibt. Dieser wird in regelmäßigen Abständen von Schiffen eingesammelt und an Land verwertet oder verbrannt. 
Eigene Solarpaneele liefern die nötige Energie für das System, während dank Echtzeit-Überwachung jederzeit der Standort und Status der Rohre überprüft werden kann.

Diese Schlange säubert den Ozean: Am 8. September startete die bislang größte Pazifikreinigung der Geschichte. Mehr Eindrücke zum Projekt „The Ocean Cleanup“ im Video.
Nach vielen Prototypen, Studien und Jahren der Theorie geht es nun in die Praxis für Boyan Slat und sein Team: Hierfür wurde das erste Ocean Cleanup-Müllsammelsystem, das System 001, in den größten Ozean unseres Planeten gezogen. Bei Erfolg sollen im Idealfall 60 dieser bis zu 600 Meter langen Schläuche allein im Great Pacific Garbage Patch (GPGP) eingesetzt werden und den größten Müllteppich der Welt reinigen, der inzwischen etwa vier Mal so groß wie Deutschland ist. Das Ziel? Den Müllstrudel um bis zu 50 Prozent innerhalb der nächsten Jahre zu reduzieren und im Jahre 2050 das Meer von Plastik komplett befreit zu haben.

Es gibt drei Gründe, warum wir dafür sorgen sollten, dass unsere Meere nicht von Plastik verunreinigt werden. Erstens: Es gibt 200 Arten, die durch Plastikverschmutzung vorm Aussterben bedroht sind. Außerdem kostet es viel Geld, die Strände zu säubern. Und die kleinen Plastikteilchen gelangen zudem in unsere Nahrungskette. Die Fische nehmen die Chemikalien in Plastik auf.

Boyan Slat
Erfinder von The Ocean Cleanup

WIE EIN RAUMSCHIFF IM WASSER
Ein weiteres Projekt zur Reinigung des blauen Planeten ist die schwimmende Plattform „Pacific Garbage Screening (PGS)“, die unsere Meere von Milliarden Plastikpartikeln befreien soll. Entwickelt wurde sie von Marcella Hansch im Zuge ihrer Masterarbeit an der RWTH Aachen. Das Modell, das ohne Netze funktioniert und somit die Meeresfauna nicht gefährdet, ist vom Aufbau her mit dem Prinzip eines Eisbergs zu vergleichen. Während nur 15 Meter oberhalb der Wasserfläche zu sehen sind, ragen seine Zacken 35 Meter tief ins Meer hinein. Durch diese Bauweise wird jene Strömung in der See beruhigt, die dafür verantwortlich ist, dass der Plastikschmutz bis zu 30 Meter in die Tiefe gerät. Durch Eigenantrieb gelangen die Teilchen an die Wasseroberfläche, wo sie gefiltert werden können.
Aber was tun mit dem geschöpften Plastik, das durch das Salzwasser nicht recycelbar gemacht worden ist? Die Partikel sollen in ihre Grundmoleküle zersetzt werden und dem Menschen wieder zunutze kommen: Der gewonnene Wasserstoff wird als Energieträger für die Brennstoffzellen dienen, um die gesamte Plattform zu betreiben. Das entstandene Kohlenstoffdioxid wird zur Züchtung von Algenkulturen eingesetzt, mit dem Ziel, Biokunststoff zu erzeugen.
Bislang ist ein Prototyp für Flussmündungen in Arbeit, damit das schädliche Material gar nicht erst in die Meere gelangt – schließlich stammen zwei Drittel des Plastiks in den Ozeanen aus 20 Flüssen. Doch das Projekt konnte bereits hohe Wellen schlagen und mit Crowdfunding wurde bislang eine Summe von 231.00 Euro gesammelt, die als Startkapital für die Realisierung von „Pacific Garbage Screening“ gelten soll.
Es gibt also Projekte, die Hoffnung machen. Ebenso wird durch die Arbeit vieler Forscher, Umweltaktivisten und großer Unternehmen immer mehr Aufmerksamkeit für das Problem Plastikmüll im Wasser generiert. Nun gilt es zu handeln und schlimmeres zu verhindern, damit es auch noch künftig ein sauberes Meer wie Sand am Meer gibt.

Wir denken zu wenig über unser Konsumverhalten nach. Jeder benutzt jeden Tag Plastik – damit machen wir gerade alles kaputt!

Marcella Hansch
Erfinderin von Pacific Garbage Screening

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Visionäre Ansätze zur
Rettung der Ozeane

Beim romantischen Kerzenschein blickt sich ein frisch verliebtes Pärchen tief in die Augen, im Hintergrund erklingt leise das Piano, draußen scheint der Vollmond. Der Kellner serviert das Hauptmenü – ganze Dorade an Kartoffeln und gedünstetem Gemüsetrio – man wünscht sich einen guten Appetit und beginnt zu speisen. Sie lächelt ihn an, halbiert den Fisch und urplötzlich schreit sie auf: inmitten der Gräten befindet sich ein robustes Stück Plastik. Was nach einer Szene aus einem schlechten Film klingt, könnte schon jetzt bittere Realität sein, die uns alle betrifft. Denn wir befinden uns mitten im Teufelskreis: Unser Müll landet im Park, landet im Fluss, landet im Meer, landet im Bauch des Fisches und letztendlich auf unserem Teller – what goes around comes around.
Die Erde, unser blauer Planet, ist zu 70% vom Wasser bedeckt – und demnach auch von Plastik. Nach Angaben des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) landen pro Jahr mehr als acht Millionen Tonnen dieses verheerenden Materials im Meer. Und die Prognosen sind noch düsterer: Wenn wir weitermachen wie bisher, schwimmen in knapp 30 Jahren mehr Plastikpartikel als Fische in unseren Ozeanen.
ENDLICH ANFANGEN FÜR MEHR MEER
Doch zum Glück ergreifen immer mehr Menschen die Initiative, sagen dem Plastik in Meeren den Kampf an und versuchen die Woge zu glätten. Einer von ihnen ist der 24-jährige Holländer Boyan Slat. Vor sechs Jahren brach er sein Studium ab und gründete das Unternehmen „The Ocean Cleanup“, mit dem er nun um das Ende der Plastikepidemie in den Weltmeeren kämpft. Dafür entwickelte er ein System aus einer langen Kunststoffröhre in leichter U-Form, die auf dem Meer treibt. Unter ihr befindet sich ein fünf Meter langer Vorhang, in dem der Müll hängen bleiben soll. Ein tiefgelegener Anker verlangsamt zudem den Schwimmkörper, sodass die Strömung den Müll hineintreibt. Dieser wird in regelmäßigen Abständen von Schiffen eingesammelt und an Land verwertet oder verbrannt. 
Eigene Solarpaneele liefern die nötige Energie für das System, während dank Echtzeit-Überwachung jederzeit der Standort und Status der Rohre überprüft werden kann.

Diese Schlange säubert den Ozean: Am 8. September startete  die bislang größte Pazifikreinigung der Geschichte. Mehr Eindrücke zum Projekt „The Ocean Cleanup“ im Video.
Nach vielen Prototypen, Studien und Jahren der Theorie geht es nun in die Praxis für Boyan Slat und sein Team: Hierfür wurde das erste Ocean Cleanup-Müllsammelsystem, das System 001, in den größten Ozean unseres Planeten gezogen. Bei Erfolg sollen im Idealfall 60 dieser bis zu 600 Meter langen Schläuche allein im Great Pacific Garbage Patch (GPGP) eingesetzt werden und den größten Müllteppich der Welt reinigen, der inzwischen etwa vier Mal so groß wie Deutschland ist. Das Ziel? Den Müllstrudel um bis zu 50 Prozent innerhalb der nächsten Jahre zu reduzieren und im Jahre 2050 das Meer von Plastik komplett befreit zu haben.

Es gibt drei Gründe, warum wir dafür sorgen sollten,
dass unsere Meere nicht von Plastik verunreinigt werden.
Erstens: Es gibt 200 Arten, die durch Plastikverschmutzung
vorm Aussterben bedroht sind. Außerdem kostet es viel Geld,
die Strände zu säubern. Und die kleinen Plastikteilchen
gelangen zudem in unsere Nahrungskette. Die Fische
nehmen die Chemikalien in Plastik auf.

Boyan Slat
Erfinder von The Ocean Cleanup

WIE EIN RAUMSCHIFF IM WASSER
Ein weiteres Projekt zur Reinigung des blauen Planeten ist die schwimmende Plattform „Pacific Garbage Screening (PGS)“, die unsere Meere von Milliarden Plastikpartikeln befreien soll. Entwickelt wurde sie von Marcella Hansch im Zuge ihrer Masterarbeit an der RWTH Aachen. Das Modell, das ohne Netze funktioniert und somit die Meeresfauna nicht gefährdet, ist vom Aufbau her mit dem Prinzip eines Eisbergs zu vergleichen. Während nur 15 Meter oberhalb der Wasserfläche zu sehen sind, ragen seine Zacken 35 Meter tief ins Meer hinein. Durch diese Bauweise wird jene Strömung in der See beruhigt, die dafür verantwortlich ist, dass der Plastikschmutz bis zu 30 Meter in die Tiefe gerät. Durch Eigenantrieb gelangen die Teilchen an die Wasseroberfläche, wo sie gefiltert werden können.
Aber was tun mit dem geschöpften Plastik, das durch das Salzwasser nicht recycelbar gemacht worden ist? Die Partikel sollen in ihre Grundmoleküle zersetzt werden und dem Menschen wieder zunutze kommen: Der gewonnene Wasserstoff wird als Energieträger für die Brennstoffzellen dienen, um die gesamte Plattform zu betreiben. Das entstandene Kohlenstoffdioxid wird zur Züchtung von Algenkulturen eingesetzt, mit dem Ziel, Biokunststoff zu erzeugen.
Bislang ist ein Prototyp für Flussmündungen in Arbeit, damit das schädliche Material gar nicht erst in die Meere gelangt – schließlich stammen zwei Drittel des Plastiks in den Ozeanen aus 20 Flüssen. Doch das Projekt konnte bereits hohe Wellen schlagen und mit Crowdfunding wurde bislang eine Summe von 231.00 Euro gesammelt, die als Startkapital für die Realisierung von „Pacific Garbage Screening“ gelten soll.
Es gibt also Projekte, die Hoffnung machen. Ebenso wird durch die Arbeit vieler Forscher, Umweltaktivisten und großer Unternehmen immer mehr Aufmerksamkeit für das Problem Plastikmüll im Wasser generiert. Nun gilt es zu handeln und schlimmeres zu verhindern, damit es auch noch künftig ein sauberes Meer wie Sand am Meer gibt.

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Plastik verunreinigt werden. Erstens: Es gibt 200 Arten, die durch Plastikverschmutzung
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Aber was tun mit dem geschöpften Plastik, das durch das Salzwasser nicht recycelbar gemacht worden ist? Die Partikel sollen in ihre Grundmoleküle zersetzt werden und dem Menschen wieder zunutze kommen: Der gewonnene Wasserstoff wird als Energieträger für die Brennstoffzellen dienen, um die gesamte Plattform zu betreiben. Das entstandene Kohlenstoffdioxid wird zur Züchtung von Algenkulturen eingesetzt, mit dem Ziel, Biokunststoff zu erzeugen.
Bislang ist ein Prototyp für Flussmündungen in Arbeit, damit das schädliche Material gar nicht erst in die Meere gelangt – schließlich stammen zwei Drittel des Plastiks in den Ozeanen aus 20 Flüssen. Doch das Projekt konnte bereits hohe Wellen schlagen und mit Crowdfunding wurde bislang eine Summe von 231.00 Euro gesammelt, die als Startkapital für die Realisierung von „Pacific Garbage Screening“ gelten soll.
Es gibt also Projekte, die Hoffnung machen. Ebenso wird durch die Arbeit vieler Forscher, Umweltaktivisten und großer Unternehmen immer mehr Aufmerksamkeit für das Problem Plastikmüll im Wasser generiert. Nun gilt es zu handeln und schlimmeres zu verhindern, damit es auch noch künftig ein sauberes Meer wie Sand am Meer gibt.

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By |2018-10-23T10:53:14+00:00Oktober 4th, 2018|INNOVATION|Kommentare deaktiviert für Der Fluch des Plastiks –
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