Gelangweilt von unzähligen Hotels in der ganzen Welt verwirklicht Starfotograf Jeremy Cowart sein eigenes Konzept von einem wahrhaft innovativen Hotel. Wer hier übernachtet, wird Teil einer weltweiten Bewegung, die sich für eine bessere Welt engagiert. Die erste Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter war bereits ein voller Erfolg.

Die Hotelrechnung,
die glücklich macht

Text by Marco Voigt
Jeremy Cowart hatte sie alle vor der Linse: Britney Spears, Taylor Swift, Sting und die Kardashians. Als erfolgreicher Starfotograf reiste er um die Welt und war in unzähligen Hotels zu Gast. Doch eine Sache fiel ihm dabei immer wieder auf: Nirgendwo hatte er auch nur ein einziges Hotel entdeckt, das ihn in irgendeiner Weise besonders berührt oder inspiriert hätte. Cowart begann, sich Gedanken zu machen: Es wäre an der Zeit, das Konzept Hotel neu zu denken.
Auf seinen Reisen durch die verschiedensten Länder hatte Cowart zahllose Eindrücke aus dem Leben ärmerer Gesellschaftsschichten mitbekommen. In Cowart erstarkte ein Unbehagen, diese Lebenswelten im gewaltigen Kontrast zu seiner eigenen privilegierten Position zu wissen. Daraus erwuchs die Frage, die sein Leben von nun an verändern sollte: Was wäre, wenn man während seiner auswärtigen Aufenthalte etwas an die Unterprivilegierten der jeweiligen Länder zurückgeben könnte. Und wie wäre es, wenn das auch noch ganz einfach ging – zum Beispiel im Schlaf.
Das Purpose Hotel: Im Schlaf die Welt verbessern
Noch existiert es nicht, doch die erste Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter war ein voller Erfolg. Für Jeremy Cowarts Vision eines Hotels, das weit mehr kann, als nur eine Schlafgelegenheit zu bieten, kamen bisher fast 680.000 US-Dollar zusammen. Das erste Hotel soll nun in Cowarts Heimatstadt Nashville, Tennessee realisiert werden. Die ersten Schlüssel, eine exklusive Fertigung der Marke The Giving Key, sind bereits gefertigt.

Alles, was sich in diesem Hotel befindet, sowie alle verfügbaren Dienstleistungen sind so ausgewählt, dass sie Menschen unterstützen

Das Konzept ist durchdacht bis ins kleinste Detail: Alles, was sich in diesem Hotel befindet, sowie alle verfügbaren Dienstleistungen sind so ausgewählt, dass sie Menschen unterstützen. Eine Übernachtung ermöglicht einem Kind Zugang zu Bildung. Möbel und Textilien werden von Menschen zu fairen Bedingungen in Entwicklungsländern gefertigt. Die Kosten für den Zimmerservice kommen Projekten gegen Hunger zugute; Seife, Shampoo und andere Körperpflegeprodukte werden von einem Verein für Frauen, die sich aus Sucht, extremer Armut oder Gewalt befreien konnten, hergestellt.
W-LAN gibt es umsonst, – doch wem es nicht schnell genug ist, der kann einen Aufpreis bezahlen – und fördert damit Projekte gegen Menschenhandel. Eine Wasserpumpe in der Lobby soll den Fluss der Hoffnung symbolisieren – und wer davon trinkt, unterstützt Wasserversorgungsprojekte. Und die Liste geht weiter. Was immer sich im Purpose Hotel befindet oder was man dort tut, es nimmt positiven Einfluss auf vieler Menschen Leben, sowohl vor Ort als auch international.
Eine Hotelrechnung sorgt für wahre Glücksmomente!
Wenn Gäste ihre Rechnung erhalten, sehen sie, was mit ihrem Geld bewirkt wird. Der Erfolg des Hotels misst sich am positiven Einfluss auf Menschenleben, nicht an verdienten US-Dollars. „Es soll ein Statement sein, dass das, was uns verbindet, stärker ist, als die Grenzen, in die wir geboren werden“, so Cowart, „Die Menschheit braucht es dringend.“
Eine weitere Besonderheit des Purpose Hotels ist der Community-Gedanke, der alle Hotelgäste zum Teil einer größeren Bewegung werden lassen soll. Sobald ein Gast angekommen ist und eingecheckt hat, wird er automatisch Mitglied der Community. Das Hotel soll interaktive Möglichkeiten bieten, die die Fantasie beflügeln und die Gäste inspirieren, gemeinsam stark zu werden. In Co-Working-Spaces und Workshops soll an Lösungen sozialer Probleme gearbeitet werden können. So funktioniert das Hotel auch als kreativer Treffpunkt.
Mehr als nur ein Hotel: Die Geburt einer globalen Bewegung
Cowart hofft, dass seine Idee in Zukunft so richtig Fahrt aufnimmt und weitere Hotels in der ganzen Welt ein Umdenken in größeren Dimensionen erzeugen. Daher ist das Purpose Hotel als Kette geplant. Bisher funktioniert diese ungewöhnliche Methode der Finanzierung, die nicht durch Investoren geschieht, sondern durch viele individuelle Personen, die je einen kleinen Betrag beisteuern, sehr gut. Doch Cowart schätzt den benötigten Betrag, um das erste Hotel tatsächlich so bauen zu können auf 100 Millionen US-Dollar. Es fehlen noch rund 9,4 Millionen. Sollte er zwei weitere Millionen Dollar zusammenbekommen, möchte Cowart einen Architekten, einen Ingenieur und Designer beauftragen, konkrete realisierbare Pläne zu entwerfen.
Mit einem zusätzlichen Spendenbeitrag von 15 US-Dollar erhält jeder Unterstützer des Purpose-Projekt zusätzlich einen ausgewählten Hotel-Soundtrack. Darauf enthalten ist eine Song-Auswahl von Künstlern wie Andy Davis, Dave Barnes, Hawk In Paris, Imogen Heap, Jill and Kate, Johnnyswim, Katie Herzig, Lauren Daigle, Leagues, Marc Scibilia, Matt Stanfield, Matt Wertz, NEEDTOBREATHE, Paramore, Phillip LaRue, Remedy Drive, Secret Nation, Sleeping At Last, The Daylights oder Trent Dabbs.

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die glücklich macht

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Jeremy Cowart hatte sie alle vor der Linse: Britney Spears, Taylor Swift, Sting und die Kardashians. Als erfolgreicher Starfotograf reiste er um die Welt und war in unzähligen Hotels zu Gast. Doch eine Sache fiel ihm dabei immer wieder auf: Nirgendwo hatte er auch nur ein einziges Hotel entdeckt, das ihn in irgendeiner Weise besonders berührt oder inspiriert hätte. Cowart begann, sich Gedanken zu machen: Es wäre an der Zeit, das Konzept Hotel neu zu denken.
Auf seinen Reisen durch die verschiedensten Länder hatte Cowart zahllose Eindrücke aus dem Leben ärmerer Gesellschaftsschichten mitbekommen. In Cowart erstarkte ein Unbehagen, diese Lebenswelten im gewaltigen Kontrast zu seiner eigenen privilegierten Position zu wissen. Daraus erwuchs die Frage, die sein Leben von nun an verändern sollte: Was wäre, wenn man während seiner auswärtigen Aufenthalte etwas an die Unterprivilegierten der jeweiligen Länder zurückgeben könnte. Und wie wäre es, wenn das auch noch ganz einfach ging – zum Beispiel im Schlaf.
Das Purpose Hotel: Im Schlaf die Welt verbessern
Noch existiert es nicht, doch die erste Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter war ein voller Erfolg. Für Jeremy Cowarts Vision eines Hotels, das weit mehr kann, als nur eine Schlafgelegenheit zu bieten, kamen bisher fast 680.000 US-Dollar zusammen. Das erste Hotel soll nun in Cowarts Heimatstadt Nashville, Tennessee realisiert werden. Die ersten Schlüssel, eine exklusive Fertigung der Marke The Giving Key, sind bereits gefertigt.

Alles, was sich in diesem Hotel befindet,
sowie alle verfügbaren Dienstleistungen
sind so ausgewählt, dass sie Menschen unterstützen

Das Konzept ist durchdacht bis ins kleinste Detail: Alles, was sich in diesem Hotel befindet, sowie alle verfügbaren Dienstleistungen sind so ausgewählt, dass sie Menschen unterstützen. Eine Übernachtung ermöglicht einem Kind Zugang zu Bildung. Möbel und Textilien werden von Menschen zu fairen Bedingungen in Entwicklungsländern gefertigt. Die Kosten für den Zimmerservice kommen Projekten gegen Hunger zugute; Seife, Shampoo und andere Körperpflegeprodukte werden von einem Verein für Frauen, die sich aus Sucht, extremer Armut oder Gewalt befreien konnten, hergestellt.
W-LAN gibt es umsonst, – doch wem es nicht schnell genug ist, der kann einen Aufpreis bezahlen – und fördert damit Projekte gegen Menschenhandel. Eine Wasserpumpe in der Lobby soll den Fluss der Hoffnung symbolisieren – und wer davon trinkt, unterstützt Wasserversorgungsprojekte. Und die Liste geht weiter. Was immer sich im Purpose Hotel befindet oder was man dort tut, es nimmt positiven Einfluss auf vieler Menschen Leben, sowohl vor Ort als auch international.
Eine Hotelrechnung sorgt für wahre Glücksmomente!
Wenn Gäste ihre Rechnung erhalten, sehen sie, was mit ihrem Geld bewirkt wird. Der Erfolg des Hotels misst sich am positiven Einfluss auf Menschenleben, nicht an verdienten US-Dollars. „Es soll ein Statement sein, dass das, was uns verbindet, stärker ist, als die Grenzen, in die wir geboren werden“, so Cowart, „Die Menschheit braucht es dringend.“
Eine weitere Besonderheit des Purpose Hotels ist der Community-Gedanke, der alle Hotelgäste zum Teil einer größeren Bewegung werden lassen soll. Sobald ein Gast angekommen ist und eingecheckt hat, wird er automatisch Mitglied der Community. Das Hotel soll interaktive Möglichkeiten bieten, die die Fantasie beflügeln und die Gäste inspirieren, gemeinsam stark zu werden. In Co-Working-Spaces und Workshops soll an Lösungen sozialer Probleme gearbeitet werden können. So funktioniert das Hotel auch als kreativer Treffpunkt.
Mehr als nur ein Hotel: Die Geburt einer globalen Bewegung
Cowart hofft, dass seine Idee in Zukunft so richtig Fahrt aufnimmt und weitere Hotels in der ganzen Welt ein Umdenken in größeren Dimensionen erzeugen. Daher ist das Purpose Hotel als Kette geplant. Bisher funktioniert diese ungewöhnliche Methode der Finanzierung, die nicht durch Investoren geschieht, sondern durch viele individuelle Personen, die je einen kleinen Betrag beisteuern, sehr gut. Doch Cowart schätzt den benötigten Betrag, um das erste Hotel tatsächlich so bauen zu können auf 100 Millionen US-Dollar. Es fehlen noch rund 9,4 Millionen. Sollte er zwei weitere Millionen Dollar zusammenbekommen, möchte Cowart einen Architekten, einen Ingenieur und Designer beauftragen, konkrete realisierbare Pläne zu entwerfen.
Mit einem zusätzlichen Spendenbeitrag von 15 US-Dollar erhält jeder Unterstützer des Purpose-Projekt zusätzlich einen ausgewählten Hotel-Soundtrack. Darauf enthalten ist eine Song-Auswahl von Künstlern wie Andy Davis, Dave Barnes, Hawk In Paris, Imogen Heap, Jill and Kate, Johnnyswim, Katie Herzig, Lauren Daigle, Leagues, Marc Scibilia, Matt Stanfield, Matt Wertz, NEEDTOBREATHE, Paramore, Phillip LaRue, Remedy Drive, Secret Nation, Sleeping At Last, The Daylights oder Trent Dabbs.

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Auf seinen Reisen durch die verschiedensten Länder hatte Cowart zahllose Eindrücke aus dem Leben ärmerer Gesellschaftsschichten mitbekommen. In Cowart erstarkte ein Unbehagen, diese Lebenswelten im gewaltigen Kontrast zu seiner eigenen privilegierten Position zu wissen. Daraus erwuchs die Frage, die sein Leben von nun an verändern sollte: Was wäre, wenn man während seiner auswärtigen Aufenthalte etwas an die Unterprivilegierten der jeweiligen Länder zurückgeben könnte. Und wie wäre es, wenn das auch noch ganz einfach ging – zum Beispiel im Schlaf.
Das Purpose Hotel: Im Schlaf die Welt verbessern
Noch existiert es nicht, doch die erste Crowdfunding-Kampagne bei Kickstarter war ein voller Erfolg. Für Jeremy Cowarts Vision eines Hotels, das weit mehr kann, als nur eine Schlafgelegenheit zu bieten, kamen bisher fast 680.000 US-Dollar zusammen. Das erste Hotel soll nun in Cowarts Heimatstadt Nashville, Tennessee realisiert werden. Die ersten Schlüssel, eine exklusive Fertigung der Marke The Giving Key, sind bereits gefertigt.

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W-LAN gibt es umsonst, – doch wem es nicht schnell genug ist, der kann einen Aufpreis bezahlen – und fördert damit Projekte gegen Menschenhandel. Eine Wasserpumpe in der Lobby soll den Fluss der Hoffnung symbolisieren – und wer davon trinkt, unterstützt Wasserversorgungsprojekte. Und die Liste geht weiter. Was immer sich im Purpose Hotel befindet oder was man dort tut, es nimmt positiven Einfluss auf vieler Menschen Leben, sowohl vor Ort als auch international.
Eine Hotelrechnung sorgt für wahre Glücksmomente!
Wenn Gäste ihre Rechnung erhalten, sehen sie, was mit ihrem Geld bewirkt wird. Der Erfolg des Hotels misst sich am positiven Einfluss auf Menschenleben, nicht an verdienten US-Dollars. „Es soll ein Statement sein, dass das, was uns verbindet, stärker ist, als die Grenzen, in die wir geboren werden“, so Cowart, „Die Menschheit braucht es dringend.“
Eine weitere Besonderheit des Purpose Hotels ist der Community-Gedanke, der alle Hotelgäste zum Teil einer größeren Bewegung werden lassen soll. Sobald ein Gast angekommen ist und eingecheckt hat, wird er automatisch Mitglied der Community. Das Hotel soll interaktive Möglichkeiten bieten, die die Fantasie beflügeln und die Gäste inspirieren, gemeinsam stark zu werden. In Co-Working-Spaces und Workshops soll an Lösungen sozialer Probleme gearbeitet werden können. So funktioniert das Hotel auch als kreativer Treffpunkt.
Mehr als nur ein Hotel: Die Geburt einer globalen Bewegung
Cowart hofft, dass seine Idee in Zukunft so richtig Fahrt aufnimmt und weitere Hotels in der ganzen Welt ein Umdenken in größeren Dimensionen erzeugen. Daher ist das Purpose Hotel als Kette geplant. Bisher funktioniert diese ungewöhnliche Methode der Finanzierung, die nicht durch Investoren geschieht, sondern durch viele individuelle Personen, die je einen kleinen Betrag beisteuern, sehr gut. Doch Cowart schätzt den benötigten Betrag, um das erste Hotel tatsächlich so bauen zu können auf 100 Millionen US-Dollar. Es fehlen noch rund 9,4 Millionen. Sollte er zwei weitere Millionen Dollar zusammenbekommen, möchte Cowart einen Architekten, einen Ingenieur und Designer beauftragen, konkrete realisierbare Pläne zu entwerfen.
Mit einem zusätzlichen Spendenbeitrag von 15 US-Dollar erhält jeder Unterstützer des Purpose-Projekt zusätzlich einen ausgewählten Hotel-Soundtrack. Darauf enthalten ist eine Song-Auswahl von Künstlern wie Andy Davis, Dave Barnes, Hawk In Paris, Imogen Heap, Jill and Kate, Johnnyswim, Katie Herzig, Lauren Daigle, Leagues, Marc Scibilia, Matt Stanfield, Matt Wertz, NEEDTOBREATHE, Paramore, Phillip LaRue, Remedy Drive, Secret Nation, Sleeping At Last, The Daylights oder Trent Dabbs.
Ist der Hotelaufenthalt vorbei, verbessert man die Welt also auch noch beim Musikhören zurück in der Heimat.

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By |2018-04-03T17:17:06+00:00September 15th, 2017|TRAVEL|Kommentare deaktiviert für Die Hotelrechnung, die glücklich macht!