Mehr Entschleunigung und Achtsamkeit: Viele Menschen sehnen sich danach, diese beiden Themen auf irgendeine Weise mit ihrem zumeist eher hektischen Lebensstil vereinbaren. Das kann mit einem bewussten Konsum von eher qualitätsorientierten Produkten beginnen. Mehr Klasse statt nur Masse! Reduktion auf das Wesentliche! Das wird auch in einer minimalistischen Ausrichtung im aktuellen Wohntrend sichtbar.

Die neue Esskultur der Achtsamkeit

Mehr Entschleunigung und Achtsamkeit: Viele Menschen sehnen sich danach, diese beiden Themen auf irgendeine Weise mit ihrem zumeist eher hektischen Lebensstil vereinbaren. Das kann mit einem bewussten Konsum von eher qualitätsorientierten Produkten beginnen. Mehr Klasse statt nur Masse! Reduktion auf das Wesentliche! Das wird auch in einer minimalistischen Ausrichtung im aktuellen Wohntrend sichtbar.
Der Wunsch nach mehr Achtsamkeit macht neuerdings auch vor dem Teller nicht Halt. Natürlich nicht, denn Essen ist ja auch eine Frage der Lebenseinstellung. Wir SIND was wir essen. Das ist aus biologischer Sicht genauso richtig wie aus der äußeren, der sozialen Perspektive. Gerne repräsentieren wir uns mit einer vorzeigbaren Esskultur und wir teilen unsere kulinarischen Leidenschaften auch gerne mit anderen Menschen.

Minimalismus schlägt Überfluss

Ein achtloser Umgang mit Essen, bzw. mit Essensresten passt in das Konzept der Achtsamkeit jedenfalls nicht hinein. All you can eat Buffets sind ein typisches Beispiel für maximale Achtlosigkeit: Was ist unansehnlicher als der Anblick eines abgegessenen Buffets mit all seinen kalt gewordenen Speiseresten? Was ist das für ein Konzept von Esskultur? Vielleicht müssen wir erstmal neu definieren, was man unter echtem „Luxus“ verstehen sollte.
Dieses Restaurant bestraft die „Reste-Kultur“
Ein paar Gedanken dazu hat sich der Betreiber eines asiatischen Restaurants in der Nähe von Stuttgart gemacht. In dem Restaurant Yuoki gibt es keine abgestandene Pekingente im Warmhalte-Behälter. Auch nicht für die Gäste, die All you can eat gebucht haben. Restaurantbesitzer Guoyu Luan setzt stattdessen auf das Prinzip TASTE 120. Dabei handelt es sich um ein Pauschal-Angebot, bei dem der Kunde alle zehn Minuten bis zu fünf asiatische Gerichte in Tapas-Größe bestellt, und das zwei Stunden lang. Erst wenn alles aufgegessen ist, darf nachgeordert werden. Allerdings: Wer zu viel bestellt, spendet einen Euro für den guten Zweck. Gleichzeitig kann sich der Kunde sicher sein, immer nur frisch Zubereitetes auf den Teller zu bekommen. Luan möchte damit ein Zeichen setzen gegen die Wegwerfkultur und stattdessen auf Ästhetik und Qualität setzen. Das Restaurant befindet sich noch in der Testphase um zu sehen, ob den Leuten das Angebot auch längerfristig schmeckt.
Diese App vermittelt Reste aus Gourmet-Küche
Teller statt Tonne – so lautet das Konzept der Betreiber der App „Too Good To Go“, die in Zusammenarbeit mit Gastronomen übriggebliebene Speisen zu günstigem Preis verkaufen. Per App bieten verschiedene Restaurant- und Cafébetreiber, sowie Inhaber von Bäckereien und Imbissen ihre nicht mehr verwendeten Lebensmittel zum Niedrigpreis an. Bestellt wird per Smartphone. Die Käufer holen die Gerichte zu einer vereinbarten Zeit, meist zum Ende der Öffnungszeiten, selber ab. Auf der App kann der Interessent sehen, in welchen Restaurants in der Nähe Reste, z.B. vom Buffet, übrigbleiben. Die Resteverwertung zahlt sich für beide Seiten aus: Für höchstens vier Euro können registrierte App Nutzer die teils aufwendig zubereiteten Gerichte kaufen, die ansonsten tatsächlich in der Tonne gelandet wären. Das App-Projekt startete 2015 in der dänischen Stadt Kopenhagen und ist mittlerweile in über sieben Ländern aktiv, darunter Frankreich, Norwegen, England und in der Schweiz. In Deutschland ist Berlin die Stadt mit den meisten Beteiligten.
Diese Restaurantküche kocht nur mit Resten
Im Berliner Restaurant „Restlos Glücklich“ bringen erfahrene Gourmet-Gastronomen feinste Gerichte aus Essens-Resten und krummem Gemüse auf den Teller. Bei der Zubereitung kommen ausschließlich überschüssige Lebensmittel zum Einsatz, die sonst vernichtet worden wären. Auf diese Weise werden aussortierte oder falsch etikettierte Waren und Fehllieferungen, die aber noch frisch und genießbar sind, gerettet und zu leckeren und gesunden Gerichten verarbeitet. Die besondere Herausforderung für den Chefkoch: Erst bei der Lieferung erfährt er, mit welchen Zutaten er kochen wird. Kreativität ist also gefragt. Aktuell ist das Restaurant als temporäres Pop-Up Konzept von Berlin-Neukölln ans Kreuzberger Maybachufer umgezogen.

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Die neue Esskultur der Achtsamkeit

Mehr Entschleunigung und Achtsamkeit: Viele Menschen sehnen sich danach, diese beiden Themen auf irgendeine Weise mit ihrem zumeist eher hektischen Lebensstil vereinbaren. Das kann mit einem bewussten Konsum von eher qualitätsorientierten Produkten beginnen. Mehr Klasse statt nur Masse! Reduktion auf das Wesentliche! Das wird auch in einer minimalistischen Ausrichtung im aktuellen Wohntrend sichtbar.

Der Wunsch nach mehr Achtsamkeit macht neuerdings auch vor dem Teller nicht Halt. Natürlich nicht, denn Essen ist ja auch eine Frage der Lebenseinstellung. Wir SIND was wir essen. Das ist aus biologischer Sicht genauso richtig wie aus der äußeren, der sozialen Perspektive. Gerne repräsentieren wir uns mit einer vorzeigbaren Esskultur und wir teilen unsere kulinarischen Leidenschaften auch gerne mit anderen Menschen.

Minimalismus schlägt Überfluss

Ein achtloser Umgang mit Essen, bzw. mit Essensresten passt in das Konzept der Achtsamkeit jedenfalls nicht hinein. All you can eat Buffets sind ein typisches Beispiel für maximale Achtlosigkeit: Was ist unansehnlicher als der Anblick eines abgegessenen Buffets mit all seinen kalt gewordenen Speiseresten? Was ist das für ein Konzept von Esskultur? Vielleicht müssen wir erstmal neu definieren, was man unter echtem „Luxus“ verstehen sollte.
Dieses Restaurant bestraft die „Reste-Kultur“
Ein paar Gedanken dazu hat sich der Betreiber eines asiatischen Restaurants in der Nähe von Stuttgart gemacht. In dem Restaurant Yuoki gibt es keine abgestandene Pekingente im Warmhalte-Behälter. Auch nicht für die Gäste, die All you can eat gebucht haben. Restaurantbesitzer Guoyu Luan setzt stattdessen auf das Prinzip TASTE 120. Dabei handelt es sich um ein Pauschal-Angebot, bei dem der Kunde alle zehn Minuten bis zu fünf asiatische Gerichte in Tapas-Größe bestellt, und das zwei Stunden lang. Erst wenn alles aufgegessen ist, darf nachgeordert werden. Allerdings: Wer zu viel bestellt, spendet einen Euro für den guten Zweck. Gleichzeitig kann sich der Kunde sicher sein, immer nur frisch Zubereitetes auf den Teller zu bekommen. Luan möchte damit ein Zeichen setzen gegen die Wegwerfkultur und stattdessen auf Ästhetik und Qualität setzen. Das Restaurant befindet sich noch in der Testphase um zu sehen, ob den Leuten das Angebot auch längerfristig schmeckt.
Diese App vermittelt Reste aus Gourmet-Küche
Teller statt Tonne – so lautet das Konzept der Betreiber der App „Too Good To Go“, die in Zusammenarbeit mit Gastronomen übriggebliebene Speisen zu günstigem Preis verkaufen. Per App bieten verschiedene Restaurant- und Cafébetreiber, sowie Inhaber von Bäckereien und Imbissen ihre nicht mehr verwendeten Lebensmittel zum Niedrigpreis an. Bestellt wird per Smartphone. Die Käufer holen die Gerichte zu einer vereinbarten Zeit, meist zum Ende der Öffnungszeiten, selber ab. Auf der App kann der Interessent sehen, in welchen Restaurants in der Nähe Reste, z.B. vom Buffet, übrigbleiben. Die Resteverwertung zahlt sich für beide Seiten aus: Für höchstens vier Euro können registrierte App Nutzer die teils aufwendig zubereiteten Gerichte kaufen, die ansonsten tatsächlich in der Tonne gelandet wären. Das App-Projekt startete 2015 in der dänischen Stadt Kopenhagen und ist mittlerweile in über sieben Ländern aktiv, darunter Frankreich, Norwegen, England und in der Schweiz. In Deutschland ist Berlin die Stadt mit den meisten Beteiligten.
Diese Restaurantküche kocht nur mit Resten
Im Berliner Restaurant „Restlos Glücklich“ bringen erfahrene Gourmet-Gastronomen feinste Gerichte aus Essens-Resten und krummem Gemüse auf den Teller. Bei der Zubereitung kommen ausschließlich überschüssige Lebensmittel zum Einsatz, die sonst vernichtet worden wären. Auf diese Weise werden aussortierte oder falsch etikettierte Waren und Fehllieferungen, die aber noch frisch und genießbar sind, gerettet und zu leckeren und gesunden Gerichten verarbeitet. Die besondere Herausforderung für den Chefkoch: Erst bei der Lieferung erfährt er, mit welchen Zutaten er kochen wird. Kreativität ist also gefragt. Aktuell ist das Restaurant als temporäres Pop-Up Konzept von Berlin-Neukölln ans Kreuzberger Maybachufer umgezogen.

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Die neue Esskultur der Achtsamkeit

Category: Taste

Mehr Entschleunigung und Achtsamkeit: Viele Menschen sehnen sich danach, diese beiden Themen auf irgendeine Weise mit ihrem zumeist eher hektischen Lebensstil vereinbaren. Das kann mit einem bewussten Konsum von eher qualitätsorientierten Produkten beginnen. Mehr Klasse statt nur Masse! Reduktion auf das Wesentliche! Das wird auch in einer minimalistischen Ausrichtung im aktuellen Wohntrend sichtbar.

Der Wunsch nach mehr Achtsamkeit macht neuerdings auch vor dem Teller nicht Halt. Natürlich nicht, denn Essen ist ja auch eine Frage der Lebenseinstellung. Wir SIND was wir essen. Das ist aus biologischer Sicht genauso richtig wie aus der äußeren, der sozialen Perspektive. Gerne repräsentieren wir uns mit einer vorzeigbaren Esskultur und wir teilen unsere kulinarischen Leidenschaften auch gerne mit anderen Menschen.

Minimalismus schlägt Überfluss

Ein achtloser Umgang mit Essen, bzw. mit Essensresten passt in das Konzept der Achtsamkeit jedenfalls nicht hinein. All you can eat Buffets sind ein typisches Beispiel für maximale Achtlosigkeit: Was ist unansehnlicher als der Anblick eines abgegessenen Buffets mit all seinen kalt gewordenen Speiseresten? Was ist das für ein Konzept von Esskultur? Vielleicht müssen wir erstmal neu definieren, was man unter echtem „Luxus“ verstehen sollte.
Dieses Restaurant bestraft die „Reste-Kultur“
Ein paar Gedanken dazu hat sich der Betreiber eines asiatischen Restaurants in der Nähe von Stuttgart gemacht. In dem Restaurant Yuoki gibt es keine abgestandene Pekingente im Warmhalte-Behälter. Auch nicht für die Gäste, die All you can eat gebucht haben. Restaurantbesitzer Guoyu Luan setzt stattdessen auf das Prinzip TASTE 120. Dabei handelt es sich um ein Pauschal-Angebot, bei dem der Kunde alle zehn Minuten bis zu fünf asiatische Gerichte in Tapas-Größe bestellt, und das zwei Stunden lang. Erst wenn alles aufgegessen ist, darf nachgeordert werden. Allerdings: Wer zu viel bestellt, spendet einen Euro für den guten Zweck. Gleichzeitig kann sich der Kunde sicher sein, immer nur frisch Zubereitetes auf den Teller zu bekommen. Luan möchte damit ein Zeichen setzen gegen die Wegwerfkultur und stattdessen auf Ästhetik und Qualität setzen. Das Restaurant befindet sich noch in der Testphase um zu sehen, ob den Leuten das Angebot auch längerfristig schmeckt.
Diese App vermittelt Reste aus Gourmet-Küche
Teller statt Tonne – so lautet das Konzept der Betreiber der App „Too Good To Go“, die in Zusammenarbeit mit Gastronomen übriggebliebene Speisen zu günstigem Preis verkaufen. Per App bieten verschiedene Restaurant- und Cafébetreiber, sowie Inhaber von Bäckereien und Imbissen ihre nicht mehr verwendeten Lebensmittel zum Niedrigpreis an. Bestellt wird per Smartphone. Die Käufer holen die Gerichte zu einer vereinbarten Zeit, meist zum Ende der Öffnungszeiten, selber ab. Auf der App kann der Interessent sehen, in welchen Restaurants in der Nähe Reste, z.B. vom Buffet, übrigbleiben. Die Resteverwertung zahlt sich für beide Seiten aus: Für höchstens vier Euro können registrierte App Nutzer die teils aufwendig zubereiteten Gerichte kaufen, die ansonsten tatsächlich in der Tonne gelandet wären. Das App-Projekt startete 2015 in der dänischen Stadt Kopenhagen und ist mittlerweile in über sieben Ländern aktiv, darunter Frankreich, Norwegen, England und in der Schweiz. In Deutschland ist Berlin die Stadt mit den meisten Beteiligten.
Diese Restaurantküche kocht nur mit Resten
Im Berliner Restaurant „Restlos Glücklich“ bringen erfahrene Gourmet-Gastronomen feinste Gerichte aus Essens-Resten und krummem Gemüse auf den Teller. Bei der Zubereitung kommen ausschließlich überschüssige Lebensmittel zum Einsatz, die sonst vernichtet worden wären. Auf diese Weise werden aussortierte oder falsch etikettierte Waren und Fehllieferungen, die aber noch frisch und genießbar sind, gerettet und zu leckeren und gesunden Gerichten verarbeitet. Die besondere Herausforderung für den Chefkoch: Erst bei der Lieferung erfährt er, mit welchen Zutaten er kochen wird. Kreativität ist also gefragt. Aktuell ist das Restaurant als temporäres Pop-Up Konzept von Berlin-Neukölln ans Kreuzberger Maybachufer umgezogen.

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By | 2018-04-03T12:30:18+00:00 Oktober 9th, 2017|TASTE|Kommentare deaktiviert für Die neue Esskultur der Achtsamkeit