Bald ist es schon wieder soweit! Und damit meine ich nicht das nächste nervenaufreibende WM-Deutschlandspiel. Nein, auch die Berlin Fashion Week startet in die nächste Runde. Und wenn sich vom 03. bis zum 05. Juli 2018 das alte Kraftwerk in Berlin-Mitte zum zweiten Mal in diesem Jahr zum Green Hub verwandelt, werden auch wir von Green Window wieder dabei sein.

DIE VORFREUDE STEIGT – NACH DER FASHION WEEK IST VOR DER FASHION WEEK

Bald ist es schon wieder soweit! Und damit meine ich nicht das nächste nervenaufreibende WM-Deutschlandspiel. Nein, auch die Berlin Fashion Week startet in die nächste Runde. Und wenn sich vom 03. bis zum 05. Juli 2018 das alte Kraftwerk in Berlin-Mitte zum zweiten Mal in diesem Jahr zum Green Hub verwandelt, werden auch wir von Green Window wieder dabei sein.
Unglaublich, wie schnell ein halbes Jahr vorbei geht. Kaum haben wir die Winterkleidung ein- und die Sommerkleidung ausgepackt, die ersten entscheidenden WM-Spiele angesehen und sogar schon die Sonnenwende hinter uns gelassen, schon ist wieder die Berlin Fashion Week. Im vergangenen Januar übertrafen die beiden Fachbesuchermessen Ethical Fashion Show Berlin und Greenshowroom alle Erwartungen und so dürfen wir uns auch auf nächste Woche mit Spannung freuen. Neben den uns altbekannten Labels werden zahlreiche Newcomer die neueste verantwortungsvolle Mode aus edlen Designs in hochwertiger Qualität zeigen.
Europas größte Plattform für nachhaltige Mode
Da dürfen wir natürlich nicht fehlen! Noch immer inspiriert und fasziniert von dem einzigartigen grünen Hotspot im Winter, laufen die Vorbereitungen für unseren eigenen Stand inmitten der beeindruckenden Kulisse auf Hochtouren. Passend zu den hohen Berliner Temperaturen präsentieren wir uns in sommerlichem Look und stehen mit unserem engagierten Team zum Kennenlernen, für alle Fragen und zum Networking bereit. Außerdem sind wir bei einigen der unzähligen Programmpunkte dabei, treffen dort auf tolle Leute  und schauen uns die aktuellen Trends der Modewelt an.
Auf die Schuhe, fertig, los!
Unser persönliches Highlight gibt es dieses Mal gleich vorweg: Die im Januar erfolgreich lancierte Konferenz FashionSustain by Messe Frankfurt findet unter dem Motto „Jump into the Future“ am Dienstag, dem 03. Juli 2018, ab 10:30 Uhr statt.
Dort dreht sich in dieser Ausgabe alles rund um den Schuh. Der Sektor Footwear steckt nämlich schon lange nicht mehr in den Kinderschuhen, sondern wächst zunehmend im globalen Mode- & Textilgeschäft. Die Entwicklung geht dabei stark in Richtung Losgröße 1 Produktion. Da stellt sich die Frage: Wie kann diese individuelle Fertigung mithilfe von Innovationen und verantwortungsvollen Technologien zur nachhaltigen Massenproduktion werden? Wir freuen uns auf zahlreiche inspirierende und lösungsbringende Podiumsdiskussionen und Vorträge und treffen einige der Speaker für ein spannendes Interview.

Wir sind überzeugt, dass die besten Lösungen durch gemeinsames Denken und einen offenen Dialog gefunden werden.

Jade Buddenberg
Corporate Responsibility Manager
Zalando SE

Call for Participants
Zeitgleich zur FashionSustain wird es auch wieder einen Thinkaton geben. In einer für Berlin so typischen kreativen Start-Up-Atmosphäre stellen sich interdisziplinäre Teams am Montag und Dienstüber zwei Tage spezifischen industriellen Herausforderungen. Die dort erarbeiteten Lösungskonzepte werden zum Abschluss der Konferenz FashionSustain am Dienstag präsentiert.
Während an der einen Stelle im Kraftwerk kräftig die Köpfe rauchen, geht es woanders etwas lockerer zu. Bei der prePEEK powered by Fashion Changers, ein Networking-Event, wählen Blogger und Influencer Kollektionsteile der teilnehmenden Labels aus, setzen sie bei Fotoshootings in Szene und berichten anschließend darüber auf ihren Social-Media-Kanälen. So können die Aussteller in direkte Kommunikation mit dem Endkunden treten. Diese Chance lassen wir uns natürlich nicht entgehen – auch wir zeigen euch unsere Lieblingsmarken und nehmen euch über unseren Instagram-Account live mit zur prePEEK!

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Shared Fashion:
Mode für Shopaholics

Wir treffen Pola Fendel, (Mit-)Gründerin der Kleiderei: Einer Leihbibliothek für Mode. Shared Fashion ist im Kommen, – und will zum achtsamen Kleiderkonsum anregen.

Wir treffen Pola Fendel zum Gespräch im Yafo, einem angesagten israelischen Restaurant in Berlin-Mitte. Sie verspätet sich um ein paar Minuten, – klarer Fall von unterschätzten Fußwegen; kann in Berlin schonmal vorkommen. Pola hat gute Laune, freut sich auf einen warmen Tee – seit ein paar Tagen kränkelt sie. Wir setzen uns an einen liebevoll dekorierten Tisch in der Ecke, im Hintergrund dudelt israelische Musik. „Ihr müsst aufpassen, dass ich nicht pausenlos rede“, sagt sie lachend. Wir haben die wichtigsten Fragen vorbereitet, der Rest kommt so.
Wie kam die Idee zur „Kleiderei“? Das  Online- und Offline-Leihgeschäft mit gebrauchter und eingekaufter fairer Mode floriert. Auch die mediale Aufmerksamkeit reißt seit Tag 1 nicht ab. Mit ihrer Schulfreundin Thekla Wilkening hat Pola 2012 das erste Geschäft in Hamburg eröffnet. Von der ersten Ladenzeile bis hin zur Eröffnung des Onlineshops und dem ersten Franchise-Store in Köln war es ein langer Weg. „Wir wollten Kleider wie Bücher in einer Bücherei ausleihen können – nach ein paar Wochen des Brainstormings und der Recherche haben wir verstanden, dass es das Konzept in Deutschland so noch nicht gab“. Amsterdam hat „Lena’s Library“ und noch weiter weg, in den USA, gibt es „Rent the Runway“, was aber, genauso wie „Temporary Wardrobe“ in Stuttgart, eher die besser betuchten Kunden anspricht.
Wie sieht das Konzept von Kleiderei genau aus? Als Kunde zahlt man monatlich einen festen Betrag an das Unternehmen, welches einem vier Kleidungsstücke zuschickt, die nach frühestens einem Monat wieder zurück geschickt werden können. Um den Anforderungen der Kundschaft gerecht werden zu können, wird die Auswahl der Kleidungsstücke für jeden Kunden eigens kuratiert, hierzu füllt man zu Beginn der Partnerschaft einen Fragebogen aus, der Präferenzen (Farbe, Passgröße, Schnitt, Stil) berücksichtigt. Die Preise für die Teilnahme an Kleiderei orientieren sich am Servicegrad – Online kostet das Abo 49 Euro, im Franchise-Store in Köln nur 25 Euro. Das liegt am Versand und an den Reinigungskosten, die Online anfallen.

Fair bedeutet für uns, dass die Produktion teilweise zertifiziert ist,
auf lokale Zulieferer zurückgreift oder eine transparente Lieferkette
ausweisen kann. Faire Löhne und faire Arbeitsbedingungen
verstehen sich von selbst.

Gab es bei Kleiderei schon Misstrauensfälle, etwa Diebstahl? Pola verneint: „Das ist noch nicht vorgekommen. Für den Fall der Fälle haben wir unseren Anwalt. Und wir wissen, wo Du wohnst“, sagt sie mit einem Zwinkern. Kleiderei kauft Vintage-Kleidung und kooperiert mit Jungdesignern . „Die Jungdesigner kennen Thekla und ich teilweise noch persönlich aus dem Studium, wir legen besonders wert auf faire Herstellung bei den Labels, mit denen wir kooperieren“ sagt Pola und fügt hinzu: „Fair bedeutet für uns, dass die Produktion teilweise zertifiziert ist, auf lokale Zulieferer zurückgreift oder eine transparente Lieferkette ausweisen kann. Faire Löhne und faire Arbeitsbedingungen verstehen sich von selbst.“
Wir fragen Pola, ob sie selbst auch hinter ihrem Konzept steht und ob es sich davon leben lässt. Pola lacht: „Ich selbst bin mein bester Kunde, die Hose und der Pulli den ich trage – kommt alles aus der Kleiderei. Ich stehe auch persönlich hinter dem Prinzip. Mir wird schlecht, wenn ich daran denke, wieviel Kleidung tagtäglich von uns weggeworfen wird. Die Kleidungsstücke sind in den wenigsten Fällen abgenutzt – sie gefallen uns nur einfach nicht mehr.“ Sie fügt hinzu: „Das ist das Schlimmste an der ganzen Fashion Industry: Wir kaufen Kleidung, für deren Herstellung Menschen am anderen Ende der Erde ausgebeutet werden Mit unserem Verhalten nutzen wir als westliche Frauen unsere vermeintliche „Vormachtstellung“ aus. Wir müssen alle weniger kaufen. Deshalb gibt es Kleiderei. Wir wollen faire Kleidung unterstützen, also kooperieren wir mit den Jungdesignern mit genau diesem Konzept. „Unfaire“ Kleidung hingegen, die bereits produziert ist, können wir nicht mehr verhindern. Zudem kann uns jede Kundin ihre Fehlkäufe oder Ex-Lieblingsstücke zum Verleihen schicken und das komplett unabhängig vom Label.“

Wir sind das Problem – die Frauen.
Wir kaufen zu viel und sind damit noch unzufrieden.

Auf die Frage hin, ob ihr Konzept in jeder Stadt funktionieren kann, nickt Pola bestimmt. „Auf jeden Fall. Sowohl in ländlichen Gegenden, als auch in den großen Städten sind die Kunden begeistert vom Konzept, wir haben ebenso viele Frauen aus München, wie wir Frauen aus kleineren Städten haben.“ Sind die Kunden also nur Frauen? „Hauptsächlich, ja. Wir haben ein paar Männer, die kaufen das Abo allerdings meist nur als Geschenk für ihre Freundinnen“. Männer seien dabei auch gar nicht das Problem, sagt Pola. „Wir sind das Problem – die Frauen. Wir kaufen zu viel und sind damit noch unzufrieden“.

Dazu möchten wir mit Kleiderei auch motivieren – dass die Leute in
unsere Kleidung reinschnuppern und sich bei Gefallen dann wirklich
etwas von diesen nachhaltigen Herstellern zulegen. Ich möchte damit
Fair Fashion unterstützen, da halte ich einen Kauf für gerechtfertigt.

Wann hat Pola das letzte Mal ein Kleidungsstück für sich selbst gekauft? „Ich habe im Februar 2017 das letzte Mal etwas für mich gekauft – ein Kleid von „Black Velvet Circus“, das ist eine unserer Designer. Dazu möchten wir mit Kleiderei auch motivieren – dass die Leute in unsere Kleidung reinschnuppern und sich bei Gefallen dann wirklich etwas von diesen nachhaltigen Herstellern zulegen. Ich möchte damit Fair Fashion unterstützen, da halte ich einen Kauf für gerechtfertigt.“ Auf Nachfrage nennt Pola vier ihrer Designer-Koops, die sogar zertifiziert sind. Das sind unter anderem Jan’n’June, Lanius, Ethnotek und Kings of Indigo.

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Nach fast fünf Jahren lässt sich von der Kleiderei auch leben. „Ich bin jetzt 27 und ich war ein Küken, als wir mit Kleiderei anfingen. Jetzt haben wir den Dreh raus. Wir verarbeiten das Feedback unserer Kunden und unser inzwischen 7-Köpfiges Team arbeitet wie ein Uhrwerk – absoluter Zusammenhalt.“
Wir schließen das Interview mit Smalltalk und verabschieden uns in den lauen Herbsttag. Sehr sympathisch, diese Pola Fendel.

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Unglaublich, wie schnell ein halbes Jahr vorbei geht. Kaum haben wir die Winterkleidung ein- und die Sommerkleidung ausgepackt, die ersten entscheidenden WM-Spiele angesehen und sogar schon die Sonnenwende hinter uns gelassen, schon ist wieder die Berlin Fashion Week. Im vergangenen Januar übertrafen die beiden Fachbesuchermessen Ethical Fashion Show Berlin und Greenshowroom alle Erwartungen und so dürfen wir uns auch auf nächste Woche mit Spannung freuen. Neben den uns altbekannten Labels werden zahlreiche Newcomer die neueste verantwortungsvolle Mode aus edlen Designs in hochwertiger Qualität zeigen.
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Da dürfen wir natürlich nicht fehlen! Noch immer inspiriert und fasziniert von dem einzigartigen grünen Hotspot im Winter, laufen die Vorbereitungen für unseren eigenen Stand inmitten der beeindruckenden Kulisse auf Hochtouren. Passend zu den hohen Berliner Temperaturen präsentieren wir uns in sommerlichem Look und stehen mit unserem engagierten Team zum Kennenlernen, für alle Fragen und zum Networking bereit. Außerdem sind wir bei einigen der unzähligen Programmpunkte dabei, treffen dort auf tolle Leute  und schauen uns die aktuellen Trends der Modewelt an.
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Dort dreht sich in dieser Ausgabe alles rund um den Schuh. Der Sektor Footwear steckt nämlich schon lange nicht mehr in den Kinderschuhen, sondern wächst zunehmend im globalen Mode- & Textilgeschäft. Die Entwicklung geht dabei stark in Richtung Losgröße 1 Produktion. Da stellt sich die Frage: Wie kann diese individuelle Fertigung mithilfe von Innovationen und verantwortungsvollen Technologien zur nachhaltigen Massenproduktion werden? Wir freuen uns auf zahlreiche inspirierende und lösungsbringende Podiumsdiskussionen und Vorträge und treffen einige der Speaker für ein spannendes Interview.

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Zeitgleich zur FashionSustain wird es auch wieder einen Thinkaton geben. In einer für Berlin so typischen kreativen Start-Up-Atmosphäre stellen sich interdisziplinäre Teams am Montag und Dienstüber zwei Tage spezifischen industriellen Herausforderungen. Die dort erarbeiteten Lösungskonzepte werden zum Abschluss der Konferenz FashionSustain am Dienstag präsentiert.
Während an der einen Stelle im Kraftwerk kräftig die Köpfe rauchen, geht es woanders etwas lockerer zu. Bei der prePEEK powered by Fashion Changers, ein Networking-Event, wählen Blogger und Influencer Kollektionsteile der teilnehmenden Labels aus, setzen sie bei Fotoshootings in Szene und berichten anschließend darüber auf ihren Social-Media-Kanälen. So können die Aussteller in direkte Kommunikation mit dem Endkunden treten. Diese Chance lassen wir uns natürlich nicht entgehen – auch wir zeigen euch unsere Lieblingsmarken und nehmen euch über unseren Instagram-Account live mit zur prePEEK!

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By | 2018-07-13T15:03:42+00:00 Juni 27th, 2018|FASHION|Kommentare deaktiviert für DIE VORFREUDE STEIGT – NACH DER FASHION WEEK IST VOR DER FASHION WEEK