Trampen ist die beste Art des Reisens, wenn man jung ist und naturgemäß über kein allzu großes Budget verfügt. Doch beim Trampen geschieht mehr, als nur von A nach B zu gelangen: Man lernt spannende Menschen kennen und schreibt mit ihnen gemeinsam Geschichte. Die Organisation „Viva Con Agua“ belohnt das Abenteuer Trampen mit sauberem Trinkwasser für notleidende Menschen.

Ein Roadmovie für
sauberes Trinkwasser

Text by Rea Garvey
Trampen ist die beste Art des Reisens, wenn man jung ist und naturgemäß über kein allzu großes Budget verfügt. Doch beim Trampen geschieht mehr, als nur von A nach B zu gelangen: Man lernt spannende Menschen kennen und schreibt mit ihnen gemeinsam Geschichte. Die Organisation „Viva Con Agua“ belohnt das Abenteuer Trampen mit sauberem Trinkwasser für notleidende Menschen.
„Hitching a lift“ – so sagt man in Irland zum Trampen. Trampen, das ist eine Sache, die ich in meinem Heimatland viele, viele Male gemacht habe. Noch bevor ich darüber nachgedacht habe, einen Führerschein zu machen. Noch bevor ich überhaupt das nötige Geld für eine Fahrt mit dem Bus oder Zug zusammen hatte
So stand ich ziemlich oft am Straßenrand mit geliftetem Daumen, und hoffte, dass Wetter würde mich nicht im Stich lassen. Tatsächlich war Trampen sogar mein Lieblingsfortbewegungsmittel. Mich reizte das Abenteuer, ob mich jemand mitnehmen würde und natürlich dahin zu gelangen, wohin ich es wünschte.
Einmal stand ich in einem entlegenen Dorf und hoffte darauf, in die Stadt Cork mitgenommen zu werden, um einen Freund zu treffen. Aber diesmal nahm mich niemand mit. Nachdem mein Freund bereits Stunden in einer Bar auf mich gewartet hatte, rief ich ihn dort in der Kneipe an. Ich sagte ihm, dass wir beide versuchen sollten, soweit zu trampen, dass wir uns in der Mitte treffen würden.
Ich brauchte Stunden, um von einer Seite des Dorfes auf die andere Seite zu gelangen. Da sah ich das Gesicht meines Freundes auf dem Beifahrersitz eines entgegenkommenden Autos! Er hatte das Rennen gewonnen, und wir beide verlegten unser Treffen auf den örtlichen Pub, um seinen Sieg zu feiern bzw. mein Pech zu beklagen. 🙂
Die Trinkwasser Hilfsorganisation „Viva Con Agua“ hat aus dem Abenteuer Trampen einen Wettbewerb für einen guten Zweck gemacht. Über das Trampen sammelt sie Spenden für die Trinkwasserversorgung von Menschen in Not. Ich kenne die Notwendigkeit dieser wertvollen Arbeit durch mein eigenes Projekt Clearwater und möchte diese Idee unbedingt unterstützen.
Das „Viva con Agua“ Tramprennen findet seit 2008 jährlich statt. Zweier- oder Dreierteams finden sich aus verschiedenen Städten europaweit zusammen und trampen zu einem bestimmten Ziel. Wer es am schnellsten ans Ziel schafft, gewinnt den Wettbewerb. Doch es geht um mehr: Es geht auch darum, mit offenen Augen und Ohren auf unterschiedlichste Menschen zu treffen, sich mit ihnen auszutauschen und mit ihnen neue Geschichten zu schreiben.
Auf der Route finden sich immer wieder Treffpunkte in größeren Städten, an denen sich alle Teams für eine Nacht zusammenfinden. Gewonnen hat das Team, das am schnellsten alle Tagesetappen erreicht. Wieviel Spaß die Teilnehmer bei ihren bisherigen Aktionen hatten, kann man auf der Webseite des Wettbewerbs einsehen. Dort kann man sich auf für die Teilnahme bewerben.
Das Tramprennen 2017 ist übrigens bereits mit sagenhaften 116 Teilnehmern über die Bühne gegangen. Die Tour startete in Deutschland mit dem Ziel Litauen. Es gibt soviele großartige Leute da draußen auf dieser Welt, die großartige Dinge bewegen. Nehmt Euch die Zeit, sie zu treffen und, vielleicht, auch mitzumachen.
God Bless,
Rea

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Ein Roadmovie für
sauberes Trinkwasser

Text by Rea Garvey
Trampen ist die beste Art des Reisens, wenn man jung ist und naturgemäß über kein allzu großes Budget verfügt. Doch beim Trampen geschieht mehr, als nur von A nach B zu gelangen: Man lernt spannende Menschen kennen und schreibt mit ihnen gemeinsam Geschichte. Die Organisation „Viva Con Agua“ belohnt das Abenteuer Trampen mit sauberem Trinkwasser für notleidende Menschen.
„Hitching a lift“ – so sagt man in Irland zum Trampen. Trampen, das ist eine Sache, die ich in meinem Heimatland viele, viele Male gemacht habe. Noch bevor ich darüber nachgedacht habe, einen Führerschein zu machen. Noch bevor ich überhaupt das nötige Geld für eine Fahrt mit dem Bus oder Zug zusammen hatte.
So stand ich ziemlich oft am Straßenrand mit geliftetem Daumen, und hoffte, dass Wetter würde mich nicht im Stich lassen. Tatsächlich war Trampen sogar mein Lieblingsfortbewegungsmittel. Mich reizte das Abenteuer, ob mich jemand mitnehmen würde und natürlich dahin zu gelangen, wohin ich es wünschte.
Einmal stand ich in einem entlegenen Dorf und hoffte darauf, in die Stadt Cork mitgenommen zu werden, um einen Freund zu treffen. Aber diesmal nahm mich niemand mit. Nachdem mein Freund bereits Stunden in einer Bar auf mich gewartet hatte, rief ich ihn dort in der Kneipe an. Ich sagte ihm, dass wir beide versuchen sollten, soweit zu trampen, dass wir uns in der Mitte treffen würden.
Ich brauchte Stunden, um von einer Seite des Dorfes auf die andere Seite zu gelangen. Da sah ich das Gesicht meines Freundes auf dem Beifahrersitz eines entgegenkommenden Autos! Er hatte das Rennen gewonnen, und wir beide verlegten unser Treffen auf den örtlichen Pub, um seinen Sieg zu feiern bzw. mein Pech zu beklagen. 🙂
Die Trinkwasser Hilfsorganisation „Viva Con Agua“ hat aus dem Abenteuer Trampen einen Wettbewerb für einen guten Zweck gemacht. Über das Trampen sammelt sie Spenden für die Trinkwasserversorgung von Menschen in Not. Ich kenne die Notwendigkeit dieser wertvollen Arbeit durch mein eigenes Projekt Clearwater und möchte diese Idee unbedingt unterstützen.
Das „Viva con Agua“ Tramprennen findet seit 2008 jährlich statt. Zweier- oder Dreierteams finden sich aus verschiedenen Städten europaweit zusammen und trampen zu einem bestimmten Ziel. Wer es am schnellsten ans Ziel schafft, gewinnt den Wettbewerb. Doch es geht um mehr: Es geht auch darum, mit offenen Augen und Ohren auf unterschiedlichste Menschen zu treffen, sich mit ihnen auszutauschen und mit ihnen neue Geschichten zu schreiben.
Auf der Route finden sich immer wieder Treffpunkte in größeren Städten, an denen sich alle Teams für eine Nacht zusammenfinden. Gewonnen hat das Team, das am schnellsten alle Tagesetappen erreicht. Wieviel Spaß die Teilnehmer bei ihren bisherigen Aktionen hatten, kann man auf der Webseite des Wettbewerbs einsehen. Dort kann man sich auf für die Teilnahme bewerben.
Das Tramprennen 2017 ist übrigens bereits mit sagenhaften 116 Teilnehmern über die Bühne gegangen. Die Tour startete in Deutschland mit dem Ziel Litauen. Es gibt soviele großartige Leute da draußen auf dieser Welt, die großartige Dinge bewegen. Nehmt Euch die Zeit, sie zu treffen und, vielleicht, auch mitzumachen.
God Bless,
Rea

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By | 2017-12-07T09:57:32+01:00 September 14th, 2017|Act Green|Kommentare deaktiviert für Ein Roadmovie für sauberes Trinkwasser