Genau 5 Jahre ist es schon her, dass in Bangladesch der Gebäudekomplex „Rana Plaza“ nach einem Brand einstürzte. In den darin beherbergten Textilfabriken starben bei der Katastrophe mehr als 1.100 Menschen, mehrere Tausend wurden verletzt. Der Fashion Revolution Day am 24. April erinnert seitdem Jahr für Jahr an das Unglück. Und schon zum zweiten Mal nimmt das Thema in diesem Jahr eine ganze Woche ein. Die globale Bewegung – 70 Länder nehmen 2018 an der Fashion Revolution Week teil – kämpft mit kleinen Demonstrationen, Info-Ständen, Social-Media-Kampagnen und anderen Aktionen für eine nachhaltige Veränderung in der Textilindustrie.

FASHION
REVOLUTION
2018

Genau 5 Jahre ist es schon her, dass in Bangladesch der Gebäudekomplex „Rana Plaza“ nach einem Brand einstürzte. In den darin beherbergten Textilfabriken starben bei der Katastrophe mehr als 1.100 Menschen, mehrere Tausend wurden verletzt.
Der Fashion Revolution Day am 24. April erinnert seitdem Jahr für Jahr an das Unglück. Und schon zum zweiten Mal nimmt das Thema in diesem Jahr eine ganze Woche ein. Die globale Bewegung – 70 Länder nehmen 2018 an der Fashion Revolution Week teil – kämpft mit kleinen Demonstrationen, Info-Ständen, Social-Media-Kampagnen und anderen Aktionen für eine nachhaltige Veränderung in der Textilindustrie.
Who made my clothes?
Die Fashion Revolution wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Textilproduktion menschenwürdiger und umweltfreundlicher zu gestalten. Das Bewusstsein der Konsumenten ist in den letzten Jahren zwar ein wenig gewachsen, doch die zentrale Frage „Who made my clothes?“ können bisher nur die wenigsten selbst beantworten. Auch auf Nachfrage bei den Firmen erhält man nur unzureichende Informationen, weil die Lieferketten vom Rohstoff bis zum Endprodukt intransparent und für uns damit inakzeptabel sind.
Unter dem Hashtag #whomademyclothes sind in diesen Tagen wieder zahlreiche Posts auf sämtlichen Social-Media-Kanälen zu finden, in denen die Menschen ihre Kleidung verkehrt herum tragen und man das Schildchen der Firma sieht, die das Kleidungsstück hergestellt hat. Mit dieser Aktion soll das Bewusstsein für nachhaltige Mode in unserer Gesellschaft geschärft werden. Es ist nicht verkehrt, einmal zu hinterfragen: Woher kommt meine Kleidung und wer hat sie gemacht?
Da haben wir natürlich auch mitgemacht und unsere Kleidung einmal umgedreht. Ich habe mir zwei meiner lieben Arbeitskollegen geschnappt und auch gleich mal nachgehakt, warum es so wichtig ist, sich für nachhaltige Mode einzusetzen und was nötig ist, die Revolution in Gang zu setzen.

In unserer Gesellschaft
wird zu wenig über die
miserablen Umstände in den
Textilfabriken in fernen
Ländern gesprochen.

Wir sind gerade auf dem Weg nach draußen, um die Fotos zu machen, als ich mich mit Nico, unserem Key Account Manager, über das verstaubte Image von nachhaltiger Kleidung unterhalte. Für ihn ist klar: „Aber faire Mode kann ja auch Spaß machen! Die meisten Leute stempeln das nur als „öko“ und uncool ab, weil sie unzureichend informiert sind. Sie wissen leider nicht, wo man nachhaltige Kleidung kaufen kann und was überhaupt nachhaltige Kleidung ist. Dementsprechend wissen sie auch nicht, wie die Mode aussieht. Zugegeben, man muss schon ein bisschen graben, aber die Mühe lohnt sich.“ Dann schaut er an sich herab und sagt: „Ich finde zum Beispiel, mein Kleidungsstil hat nichts mit Jute-Beutel und Jesus-Latschen zu tun, wie immer so schön gesagt wird – nachhaltig ist meine Kleidung trotzdem. Wir müssen unseren umweltbewussten Style nach außen tragen, offen kommunizieren und informieren. So machen wir es auch in unserem Online-Shop: Es gibt unzählige tolle Kleidungsstücke, die wirklich cool aussehen und mit denen man sich gerne einkleidet! Zu einigen erzählen wir dann auch noch die Geschichte, damit die Käufer wirklich wissen, was sie tragen und dann mit gutem Gewissen und Spaß einkaufen.“

Faire Mode tut nicht nur
unseren Mitmenschen gut,
sondern schont auch
unseren Wasserhaushalt
und ist chemiefrei.

Jetzt gibt es erstmal einen kurzen Rollentausch. Normalerweise steht Lena als Fotografin hinter der Kamera, heute musste sie aber auch mal davor. „Wir müssen das Gesamtbild betrachten!“, betont sie und dabei geht es nicht um die Fotos, die wir schießen. „Wenn nur die Textilien nachhaltig sind, beispielsweise aus Bio-Baumwolle, die Arbeitsbedingungen der Farmer und Näherinnen aber weiterhin schlecht sind, ist niemandem geholfen. Die gesamte Wertschöpfungs- und Lieferkette eines jeden Kleidungsstücks sollte transparent und fair sein. Von den Stoffen, anderen Arbeitsmitteln über die Arbeitszeiten und die Bezahlung. Es kann nicht sein, dass der Gewinn auf Kosten anderer erwirtschaftet wird. Alle Beteiligten sollten von der Textilherstellung profitieren! Arbeitgeber, Arbeitnehmer, die Konsumenten und die Natur.“

Was in der
Lebensmittelindustrie
möglich ist, muss doch
auch in der Textilindustrie
möglich sein!

Wenn ich persönlich über das Thema nachhaltige Mode nachdenke und immer mehr über die teilweise sehr schlimmen Umstände erfahre, stelle ich mir die Frage: Warum hinken wir in der Textilindustrie in Sachen Nachhaltigkeit so extrem hinterher? Beim Essen achten wir inzwischen penibel darauf, was auf dem Teller landet und wie es in unserem Körper wirkt. Dass unsere Kleidung oft voller Chemie steckt, die auch vom Körper aufgenommen werden und Schäden anrichten kann, interessiert uns aber nicht? Wie kann das sein? Weil es noch nicht zum Mainstream geworden ist. Und ich finde, da müssen wir hinkommen. Es ist cool und wichtig, nachhaltig zu denken und handeln. Allerdings funktioniert das nicht, solange das nachhaltige Mode-Segment noch so klein ist. Die Politik muss endlich Rahmenbedingungen schaffen, damit die Öko-Nische zum Massenmarkt wird.
Im Rahmen der Fashion Revolution Week hat Lisa Jaspers von Folkdays dazu eine Online-Petition an die deutsche Kanzlerin gestartet. Die Forderung: Ein Gesetz zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten. Frankreich hat es uns letztes Jahr erfolgreich vorgemacht, Deutschland muss jetzt nachziehen. Ich habe bereits unterschrieben, fast 14.000 andere auch. Macht auch ihr alle mit und werdet Teil der Fashion Revolution!

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Genau 5 Jahre ist es schon her, dass in Bangladesch der Gebäudekomplex „Rana Plaza“ nach einem Brand einstürzte. In den darin beherbergten Textilfabriken starben bei der Katastrophe mehr als 1.100 Menschen, mehrere Tausend wurden verletzt.
Der Fashion Revolution Day am 24. April erinnert seitdem Jahr für Jahr an das Unglück. Und schon zum zweiten Mal nimmt das Thema in diesem Jahr eine ganze Woche ein. Die globale Bewegung – 70 Länder nehmen 2018 an der Fashion Revolution Week teil – kämpft mit kleinen Demonstrationen, Info-Ständen, Social-Media-Kampagnen und anderen Aktionen für eine nachhaltige Veränderung in der Textilindustrie.
Who made my clothes?
Die Fashion Revolution wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Textilproduktion menschenwürdiger und umweltfreundlicher zu gestalten. Das Bewusstsein der Konsumenten ist in den letzten Jahren zwar ein wenig gewachsen, doch die zentrale Frage „Who made my clothes?“ können bisher nur die wenigsten selbst beantworten. Auch auf Nachfrage bei den Firmen erhält man nur unzureichende Informationen, weil die Lieferketten vom Rohstoff bis zum Endprodukt intransparent und für uns damit inakzeptabel sind.
Unter dem Hashtag #whomademyclothes sind in diesen Tagen wieder zahlreiche Posts auf sämtlichen Social-Media-Kanälen zu finden, in denen die Menschen ihre Kleidung verkehrt herum tragen und man das Schildchen der Firma sieht, die das Kleidungsstück hergestellt hat. Mit dieser Aktion soll das Bewusstsein für nachhaltige Mode in unserer Gesellschaft geschärft werden. Es ist nicht verkehrt, einmal zu hinterfragen: Woher kommt meine Kleidung und wer hat sie gemacht?
Da haben wir natürlich auch mitgemacht und unsere Kleidung einmal umgedreht. Ich habe mir zwei meiner lieben Arbeitskollegen geschnappt und auch gleich mal nachgehakt, warum es so wichtig ist, sich für nachhaltige Mode einzusetzen und was nötig ist, die Revolution in Gang zu setzen.

In unserer Gesellschaft wird zu wenig über die
miserablen Umstände in den Textilfabriken
in fernen Ländern gesprochen.

Wir sind gerade auf dem Weg nach draußen, um die Fotos zu machen, als ich mich mit Nico, unserem Key Account Manager, über das verstaubte Image von nachhaltiger Kleidung unterhalte. Für ihn ist klar: „Aber faire Mode kann ja auch Spaß machen! Die meisten Leute stempeln das nur als „öko“ und uncool ab, weil sie unzureichend informiert sind. Sie wissen leider nicht, wo man nachhaltige Kleidung kaufen kann und was überhaupt nachhaltige Kleidung ist. Dementsprechend wissen sie auch nicht, wie die Mode aussieht. Zugegeben, man muss schon ein bisschen graben, aber die Mühe lohnt sich.“ Dann schaut er an sich herab und sagt: „Ich finde zum Beispiel, mein Kleidungsstil hat nichts mit Jute-Beutel und Jesus-Latschen zu tun, wie immer so schön gesagt wird – nachhaltig ist meine Kleidung trotzdem. Wir müssen unseren umweltbewussten Style nach außen tragen, offen kommunizieren und informieren. So machen wir es auch in unserem Online-Shop: Es gibt unzählige tolle Kleidungsstücke, die wirklich cool aussehen und mit denen man sich gerne einkleidet! Zu einigen erzählen wir dann auch noch die Geschichte, damit die Käufer wirklich wissen, was sie tragen und dann mit gutem Gewissen und Spaß einkaufen.“

Faire Mode tut nicht nur unseren Mitmenschen gut,
sondern schont auch unseren Wasserhaushalt
und ist chemiefrei.

Jetzt gibt es erstmal einen kurzen Rollentausch. Normalerweise steht Lena als Fotografin hinter der Kamera, heute musste sie aber auch mal davor. „Wir müssen das Gesamtbild betrachten!“, betont sie und dabei geht es nicht um die Fotos, die wir schießen. „Wenn nur die Textilien nachhaltig sind, beispielsweise aus Bio-Baumwolle, die Arbeitsbedingungen der Farmer und Näherinnen aber weiterhin schlecht sind, ist niemandem geholfen. Die gesamte Wertschöpfungs- und Lieferkette eines jeden Kleidungsstücks sollte transparent und fair sein. Von den Stoffen, anderen Arbeitsmitteln über die Arbeitszeiten und die Bezahlung. Es kann nicht sein, dass der Gewinn auf Kosten anderer erwirtschaftet wird. Alle Beteiligten sollten von der Textilherstellung profitieren! Arbeitgeber, Arbeitnehmer, die Konsumenten und die Natur.“

Was in der Lebensmittelindustrie
möglich ist, muss doch auch in der
Textilindustrie möglich sein!

Wenn ich persönlich über das Thema nachhaltige Mode nachdenke und immer mehr über die teilweise sehr schlimmen Umstände erfahre, stelle ich mir die Frage: Warum hinken wir in der Textilindustrie in Sachen Nachhaltigkeit so extrem hinterher? Beim Essen achten wir inzwischen penibel darauf, was auf dem Teller landet und wie es in unserem Körper wirkt. Dass unsere Kleidung oft voller Chemie steckt, die auch vom Körper aufgenommen werden und Schäden anrichten kann, interessiert uns aber nicht? Wie kann das sein? Weil es noch nicht zum Mainstream geworden ist. Und ich finde, da müssen wir hinkommen. Es ist cool und wichtig, nachhaltig zu denken und handeln. Allerdings funktioniert das nicht, solange das nachhaltige Mode-Segment noch so klein ist. Die Politik muss endlich Rahmenbedingungen schaffen, damit die Öko-Nische zum Massenmarkt wird.
Im Rahmen der Fashion Revolution Week hat Lisa Jaspers von Folkdays dazu eine Online-Petition an die deutsche Kanzlerin gestartet. Die Forderung: Ein Gesetz zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten. Frankreich hat es uns letztes Jahr erfolgreich vorgemacht, Deutschland muss jetzt nachziehen. Ich habe bereits unterschrieben, fast 14.000 andere auch. Macht auch ihr alle mit und werdet Teil der Fashion Revolution!

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Category: Fashion
Genau 5 Jahre ist es schon her, dass in Bangladesch der Gebäudekomplex „Rana Plaza“ nach einem Brand einstürzte. In den darin beherbergten Textilfabriken starben bei der Katastrophe mehr als 1.100 Menschen, mehrere Tausend wurden verletzt.
Der Fashion Revolution Day am 24. April erinnert seitdem Jahr für Jahr an das Unglück. Und schon zum zweiten Mal nimmt das Thema in diesem Jahr eine ganze Woche ein. Die globale Bewegung – 70 Länder nehmen 2018 an der Fashion Revolution Week teil – kämpft mit kleinen Demonstrationen, Info-Ständen, Social-Media-Kampagnen und anderen Aktionen für eine nachhaltige Veränderung in der Textilindustrie.
Who made my clothes?
Die Fashion Revolution wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Textilproduktion menschenwürdiger und umweltfreundlicher zu gestalten. Das Bewusstsein der Konsumenten ist in den letzten Jahren zwar ein wenig gewachsen, doch die zentrale Frage „Who made my clothes?“ können bisher nur die wenigsten selbst beantworten. Auch auf Nachfrage bei den Firmen erhält man nur unzureichende Informationen, weil die Lieferketten vom Rohstoff bis zum Endprodukt intransparent und für uns damit inakzeptabel sind.
Unter dem Hashtag #whomademyclothes sind in diesen Tagen wieder zahlreiche Posts auf sämtlichen Social-Media-Kanälen zu finden, in denen die Menschen ihre Kleidung verkehrt herum tragen und man das Schildchen der Firma sieht, die das Kleidungsstück hergestellt hat. Mit dieser Aktion soll das Bewusstsein für nachhaltige Mode in unserer Gesellschaft geschärft werden. Es ist nicht verkehrt, einmal zu hinterfragen: Woher kommt meine Kleidung und wer hat sie gemacht?
Da haben wir natürlich auch mitgemacht und unsere Kleidung einmal umgedreht. Ich habe mir zwei meiner lieben Arbeitskollegen geschnappt und auch gleich mal nachgehakt, warum es so wichtig ist, sich für nachhaltige Mode einzusetzen und was nötig ist, die Revolution in Gang zu setzen.

In unserer Gesellschaft
wird zu wenig über die
miserablen Umstände in den
Textilfabriken in fernen
Ländern gesprochen.

Wir sind gerade auf dem Weg nach draußen, um die Fotos zu machen, als ich mich mit Nico, unserem Key Account Manager, über das verstaubte Image von nachhaltiger Kleidung unterhalte. Für ihn ist klar: „Aber faire Mode kann ja auch Spaß machen! Die meisten Leute stempeln das nur als „öko“ und uncool ab, weil sie unzureichend informiert sind. Sie wissen leider nicht, wo man nachhaltige Kleidung kaufen kann und was überhaupt nachhaltige Kleidung ist. Dementsprechend wissen sie auch nicht, wie die Mode aussieht. Zugegeben, man muss schon ein bisschen graben, aber die Mühe lohnt sich.“ Dann schaut er an sich herab und sagt: „Ich finde zum Beispiel, mein Kleidungsstil hat nichts mit Jute-Beutel und Jesus-Latschen zu tun, wie immer so schön gesagt wird – nachhaltig ist meine Kleidung trotzdem. Wir müssen unseren umweltbewussten Style nach außen tragen, offen kommunizieren und informieren. So machen wir es auch in unserem Online-Shop: Es gibt unzählige tolle Kleidungsstücke, die wirklich cool aussehen und mit denen man sich gerne einkleidet! Zu einigen erzählen wir dann auch noch die Geschichte, damit die Käufer wirklich wissen, was sie tragen und dann mit gutem Gewissen und Spaß einkaufen.“

Faire Mode tut nicht nur
unseren Mitmenschen gut,
sondern schont auch
unseren Wasserhaushalt
und ist chemiefrei.

Jetzt gibt es erstmal einen kurzen Rollentausch. Normalerweise steht Lena als Fotografin hinter der Kamera, heute musste sie aber auch mal davor. „Wir müssen das Gesamtbild betrachten!“, betont sie und dabei geht es nicht um die Fotos, die wir schießen. „Wenn nur die Textilien nachhaltig sind, beispielsweise aus Bio-Baumwolle, die Arbeitsbedingungen der Farmer und Näherinnen aber weiterhin schlecht sind, ist niemandem geholfen. Die gesamte Wertschöpfungs- und Lieferkette eines jeden Kleidungsstücks sollte transparent und fair sein. Von den Stoffen, anderen Arbeitsmitteln über die Arbeitszeiten und die Bezahlung. Es kann nicht sein, dass der Gewinn auf Kosten anderer erwirtschaftet wird. Alle Beteiligten sollten von der Textilherstellung profitieren! Arbeitgeber, Arbeitnehmer, die Konsumenten und die Natur.“

Was in der
Lebensmittelindustrie
möglich ist, muss doch
auch in der Textilindustrie
möglich sein!

Wenn ich persönlich über das Thema nachhaltige Mode nachdenke und immer mehr über die teilweise sehr schlimmen Umstände erfahre, stelle ich mir die Frage: Warum hinken wir in der Textilindustrie in Sachen Nachhaltigkeit so extrem hinterher? Beim Essen achten wir inzwischen penibel darauf, was auf dem Teller landet und wie es in unserem Körper wirkt. Dass unsere Kleidung oft voller Chemie steckt, die auch vom Körper aufgenommen werden und Schäden anrichten kann, interessiert uns aber nicht? Wie kann das sein? Weil es noch nicht zum Mainstream geworden ist. Und ich finde, da müssen wir hinkommen. Es ist cool und wichtig, nachhaltig zu denken und handeln. Allerdings funktioniert das nicht, solange das nachhaltige Mode-Segment noch so klein ist. Die Politik muss endlich Rahmenbedingungen schaffen, damit die Öko-Nische zum Massenmarkt wird.
Im Rahmen der Fashion Revolution Week hat Lisa Jaspers von Folkdays dazu eine Online-Petition an die deutsche Kanzlerin gestartet. Die Forderung: Ein Gesetz zu unternehmerischen Sorgfaltspflichten. Frankreich hat es uns letztes Jahr erfolgreich vorgemacht, Deutschland muss jetzt nachziehen. Ich habe bereits unterschrieben, fast 14.000 andere auch. Macht auch ihr alle mit und werdet Teil der Fashion Revolution!

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By |2018-09-18T14:35:18+00:00April 27th, 2018|FASHION|Kommentare deaktiviert für Fashion Revolution 2018