Fehlkäufe aller Länder, vereinigt euch, denn ihr habt es nicht leicht! Eure neuen Besitzer tragen euch nur kurz auf Händen. Und wahrscheinlich landet ihr im Kleiderschrank irgendwo in der hintersten und dunkelsten Ecke. Falls doch ein Licht am Ende des Garderobentunnels erscheint, ihr urplötzlich ausgeführt werdet, ist die Freude meist von kurzer Dauer. Aber macht euch nichts draus: Im Durchschnitt greift der Mensch zu jedem Kleidungsstück nur sieben Mal, bevor es entsorgt wird – und das oftmals im Müll.

Global Fashion Exchange – Wie Kleidertausch die Welt verändern kann

Fehlkäufe aller Länder, vereinigt euch, denn ihr habt es nicht leicht! Eure neuen Besitzer tragen euch nur kurz auf Händen. Und wahrscheinlich landet ihr im Kleiderschrank irgendwo in der hintersten und dunkelsten Ecke. Falls doch ein Licht am Ende des Garderobentunnels erscheint, ihr urplötzlich ausgeführt werdet, ist die Freude meist von kurzer Dauer. Aber macht euch nichts draus: Im Durchschnitt greift der Mensch zu jedem Kleidungsstück nur sieben Mal, bevor es entsorgt wird – und das oftmals im Müll.
Um diesen regelrechten Scheiterhaufen von 2,5 Milliarden Pfund Kleidung pro Jahr zu reduzieren, wurde 2013 die internationale Plattform Global Fashion Exchange, kurz GFX, gegründet. Deren Ziel? Bekleidung länger leben zu lassen, indem man sie an neue Besitzer weiterreicht. GFX fördert und fordert nachhaltige Konsumgewohnheiten wie Wiederverwendung und Recycling von Mode. Auf der ganzen Welt entstanden bereits inspirierende Foren, Bildungsinhalte und kulturelle Veranstaltungen wie der Kleidertausch. So wurden in den letzten fünf Jahren schon über 22 Tonnen Textilien gerettet – eine Tatsache, durch die ihre Mitbegründer eine weiße Weste tragen. Und mit ihnen auch jene Verfechter von Tauschaktionen, die in die Offensive gehen und schon dadurch den Stein ins Rollen bringen.

TAUSCHRAUSCH: Auch das diesjährige GFX-Event in Lissabon war ein voller Erfolg.

Die Leute ändern vielleicht nicht ihren Lebensstil, aber sie haben die Informationen erhalten, und die meisten wollen sich engagieren. Sie werden auf ihre eigene Art zu Aktivisten, teilen ihre Erfahrung in den sozialen Medien und zeigen stolz ihre getauschten Artikel. Das ist eine positive Entwicklung.

Patrick Duffy
Gründer von GFX

Aber wie läuft so ein Kleidertausch eigentlich ab? Zu Beginn müssen Interessenten ein Bewerbungsprozedere durchlaufen. Beim Beantworten unterschiedlicher Fragen kristallisiert sich schnell heraus, ob der Anwärter qualifiziert ist und künftig als GFX-Botschafter auftreten kann. Ist dies der Fall, kann er ein speziell entwickeltes Toolkit herunterladen und in seiner Heimatstadt eine Tauschaktion initiieren. An dieser Stelle setzt die Arbeit von GFX an: Die Qualität der Kleidung gilt es dabei ebenso zu checken, wie die kulturellen als auch sozioökonomischen Gegebenheiten des jeweiligen Marktes. Schließlich heißt es: „Andere Länder, andere Sitten“ und so müssen spezifische Besonderheiten des jeweiligen Staates immerzu berücksichtigt werden.
Da Nachhaltigkeit jeden Menschen betrifft, ganz gleich welche Ethnie, Altersgruppe oder Gehaltsklasse, sind alle größeren Kleidertauschaktionen kostenlos: sowohl für den Besucher der Veranstaltung als auch für die Marken. Für die Unternehmen wird es besonders erfolgreich, wenn namhafte Persönlichkeiten und bekannte Gesichter GFX unterstützen, positives Feedback geben und Aufmerksamkeit generieren. Sozusagen ein ritterliches Lanzenbrechen in Zeiten von schnelllebigem Social Media Wahn, erschreckend großer Primark-Popularität und stetig wachsender Neigung zur Wegwerfgesellschaft.

Mehr Infos zu GFX unter www.globalfashionxchange.org

Was Marken derzeit tun, belastet den Planeten. Sie müssen deshalb auf Innovationen setzen und kritisch betrachten, was sie tun. Sie müssen sich auf bessere Qualität, aber auch auf Zirkularität konzentrieren und Produkte kreieren, die zu 100 Prozent kreislaufwertig sind.

Patrick Duffy

GFX schafft mit Fakten Interesse, das wie ein Köder in die Menge geworfen wird und den Schwarm anlockt. Hat der Fisch erst angebissen, setzt der transformative Moment ein und es fällt einem wie Schuppen von den Augen. Oder um es weniger metaphorisch auszudrücken: Die Menschen begreifen das Problem, dass die Modebranche einer der umweltschädlichsten Industrien ist und erkennen die Notwendigkeit der Einhaltung etwaiger Nachhaltigkeitsziele, handeln bestenfalls künftig danach. Aber auch die Modefirmen sollten nicht weiter Öl ins Feuer des Überkonsums gießen, sondern sich vielmehr Qualität auf die Flagge schreiben.

STRIKE THE POSE: Teilnehmer des GFX ließen sich in ihren Second Hand Outfits vor Ort ablichten.

Marken müssen auch selbst Aufklärungsarbeit betreiben. Sie müssen zusammen mit den Verbrauchern Verantwortung übernehmen. Die Produktion verlangsamen, da fast Fashion die Branche erstickt. Innovative Materialien sind der Schlüssel, zum Beispiel solche aus Meereskunststoffen. Glücklicherweise ist Nachhaltigkeit ein Trend, der hoffentlich anhalten wird.

Patrick Duffy

Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen – außer vielleicht, dass eine weiterhin positive Entwicklung des Global Fashion Exchange schon bald den wichtigen Wandel zum natürlichen Kleiderkreis begünstigt. Das ist dann der Moment, in dem GFX den Kinderschuhen entwachsen ist und der Kleiderschrank eines jeden, seinen Teil für eine nachhaltigere Welt beiträgt.

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Wie Kleidertausch die Welt
verändern kann

Fehlkäufe aller Länder, vereinigt euch, denn ihr habt es nicht leicht! Eure neuen Besitzer tragen euch nur kurz auf Händen. Und wahrscheinlich landet ihr im Kleiderschrank irgendwo in der hintersten und dunkelsten Ecke. Falls doch ein Licht am Ende des Garderobentunnels erscheint, ihr urplötzlich ausgeführt werdet, ist die Freude meist von kurzer Dauer. Aber macht euch nichts draus: Im Durchschnitt greift der Mensch zu jedem Kleidungsstück nur sieben Mal, bevor es entsorgt wird – und das oftmals im Müll.
Um diesen regelrechten Scheiterhaufen von 2,5 Milliarden Pfund Kleidung pro Jahr zu reduzieren, wurde 2013 die internationale Plattform Global Fashion Exchange, kurz GFX, gegründet. Deren Ziel? Bekleidung länger leben zu lassen, indem man sie an neue Besitzer weiterreicht. GFX fördert und fordert nachhaltige Konsumgewohnheiten wie Wiederverwendung und Recycling von Mode. Auf der ganzen Welt entstanden bereits inspirierende Foren, Bildungsinhalte und kulturelle Veranstaltungen wie der Kleidertausch. So wurden in den letzten fünf Jahren schon über 22 Tonnen Textilien gerettet – eine Tatsache, durch die ihre Mitbegründer eine weiße Weste tragen. Und mit ihnen auch jene Verfechter von Tauschaktionen, die in die Offensive gehen und schon dadurch den Stein ins Rollen bringen.

TAUSCHRAUSCH: Auch das diesjährige GFX-Event in Lissabon war ein voller Erfolg.

Die Leute ändern vielleicht nicht ihren Lebensstil, aber sie haben
die Informationen erhalten, und die meisten wollen sich engagieren.
Sie werden auf ihre eigene Art zu Aktivisten, teilen ihre Erfahrung in
den sozialen Medien und zeigen stolz ihre getauschten Artikel.
Das ist eine positive Entwicklung.

Patrick Duffy
Gründer von GFX

Aber wie läuft so ein Kleidertausch eigentlich ab? Zu Beginn müssen Interessenten ein Bewerbungsprozedere durchlaufen. Beim Beantworten unterschiedlicher Fragen kristallisiert sich schnell heraus, ob der Anwärter qualifiziert ist und künftig als GFX-Botschafter auftreten kann. Ist dies der Fall, kann er ein speziell entwickeltes Toolkit herunterladen und in seiner Heimatstadt eine Tauschaktion initiieren. An dieser Stelle setzt die Arbeit von GFX an: Die Qualität der Kleidung gilt es dabei ebenso zu checken, wie die kulturellen als auch sozioökonomischen Gegebenheiten des jeweiligen Marktes. Schließlich heißt es: „Andere Länder, andere Sitten“ und so müssen spezifische Besonderheiten des jeweiligen Staates immerzu berücksichtigt werden.
Da Nachhaltigkeit jeden Menschen betrifft, ganz gleich welche Ethnie, Altersgruppe oder Gehaltsklasse, sind alle größeren Kleidertauschaktionen kostenlos: sowohl für den Besucher der Veranstaltung als auch für die Marken. Für die Unternehmen wird es besonders erfolgreich, wenn namhafte Persönlichkeiten und bekannte Gesichter GFX unterstützen, positives Feedback geben und Aufmerksamkeit generieren. Sozusagen ein ritterliches Lanzenbrechen in Zeiten von schnelllebigem Social Media Wahn, erschreckend großer Primark-Popularität und stetig wachsender Neigung zur Wegwerfgesellschaft.

Mehr Infos zu GFX unter www.globalfashionxchange.org

Was Marken derzeit tun, belastet den Planeten.
Sie müssen deshalb auf Innovationen setzen und
kritisch betrachten, was sie tun. Sie müssen sich auf
bessere Qualität, aber auch auf Zirkularität konzentrieren
und Produkte kreieren, die zu 100 Prozent kreislaufwertig sind.

Patrick Duffy

GFX schafft mit Fakten Interesse, das wie ein Köder in die Menge geworfen wird und den Schwarm anlockt. Hat der Fisch erst angebissen, setzt der transformative Moment ein und es fällt einem wie Schuppen von den Augen. Oder um es weniger metaphorisch auszudrücken: Die Menschen begreifen das Problem, dass die Modebranche eine der umweltschädlichsten Industrien ist und sie erkennen die Notwendigkeit der Einhaltung etwaiger Nachhaltigkeitsziele, handeln bestenfalls künftig danach. Aber auch die Modefirmen sollten nicht weiter Öl ins Feuer des Überkonsums gießen, sondern sich vielmehr Qualität auf die Flagge schreiben.

STRIKE THE POSE: Teilnehmer des GFX ließen sich in ihren Second Hand Outfits vor Ort ablichten.

Marken müssen auch selbst Aufklärungsarbeit betreiben.
Sie müssen zusammen mit den Verbrauchern Verantwortung übernehmen.
Die Produktion verlangsamen, da fast Fashion die Branche erstickt.
Innovative Materialien sind der Schlüssel, zum Beispiel solche aus
Meereskunststoffen. Glücklicherweise ist Nachhaltigkeit ein Trend,
der hoffentlich anhalten wird.

Patrick Duffy

Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen – außer vielleicht, dass eine weiterhin positive Entwicklung des Global Fashion Exchange schon bald den wichtigen Wandel zum natürlichen Kleiderkreis begünstigt. Das ist dann der Moment, in dem GFX den Kinderschuhen entwachsen ist und der Kleiderschrank eines jeden seinen Teil für eine nachhaltigere Welt beiträgt.

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Fehlkäufe aller Länder, vereinigt euch, denn ihr habt es nicht leicht! Eure neuen Besitzer tragen euch nur kurz auf Händen. Und wahrscheinlich landet ihr im Kleiderschrank irgendwo in der hintersten und dunkelsten Ecke. Falls doch ein Licht am Ende des Garderobentunnels erscheint, ihr urplötzlich ausgeführt werdet, ist die Freude meist von kurzer Dauer. Aber macht euch nichts draus: Im Durchschnitt greift der Mensch zu jedem Kleidungsstück nur sieben Mal, bevor es entsorgt wird – und das oftmals im Müll.
Um diesen regelrechten Scheiterhaufen von 2,5 Milliarden Pfund Kleidung pro Jahr zu reduzieren, wurde 2013 die internationale Plattform Global Fashion Exchange, kurz GFX, gegründet. Deren Ziel? Bekleidung länger leben zu lassen, indem man sie an neue Besitzer weiterreicht. GFX fördert und fordert nachhaltige Konsumgewohnheiten wie Wiederverwendung und Recycling von Mode. Auf der ganzen Welt entstanden bereits inspirierende Foren, Bildungsinhalte und kulturelle Veranstaltungen wie der Kleidertausch. So wurden in den letzten fünf Jahren schon über 22 Tonnen Textilien gerettet – eine Tatsache, durch die ihre Mitbegründer eine weiße Weste tragen. Und mit ihnen auch jene Verfechter von Tauschaktionen, die in die Offensive gehen und schon dadurch den Stein ins Rollen bringen.

TAUSCHRAUSCH: Auch das diesjährige GFX-Event in Lissabon war ein voller Erfolg. (Foto: Carlos Teixeira)

Die Leute ändern vielleicht nicht ihren Lebensstil, aber sie haben
die Informationen erhalten, und die meisten wollen sich engagieren.
Sie werden auf ihre eigene Art zu Aktivisten, teilen ihre Erfahrung in
den sozialen Medien und zeigen stolz ihre getauschten Artikel.
Das ist eine positive Entwicklung.

Patrick Duffy
Gründer von GFX

Aber wie läuft so ein Kleidertausch eigentlich ab? Zu Beginn müssen Interessenten ein Bewerbungsprozedere durchlaufen. Beim Beantworten unterschiedlicher Fragen kristallisiert sich schnell heraus, ob der Anwärter qualifiziert ist und künftig als GFX-Botschafter auftreten kann. Ist dies der Fall, kann er ein speziell entwickeltes Toolkit herunterladen und in seiner Heimatstadt eine Tauschaktion initiieren. An dieser Stelle setzt die Arbeit von GFX an: Die Qualität der Kleidung gilt es dabei ebenso zu checken, wie die kulturellen als auch sozioökonomischen Gegebenheiten des jeweiligen Marktes. Schließlich heißt es: „Andere Länder, andere Sitten“ und so müssen spezifische Besonderheiten des jeweiligen Staates immerzu berücksichtigt werden.
Da Nachhaltigkeit jeden Menschen betrifft, ganz gleich welche Ethnie, Altersgruppe oder Gehaltsklasse, sind alle größeren Kleidertauschaktionen kostenlos: sowohl für den Besucher der Veranstaltung als auch für die Marken. Für die Unternehmen wird es besonders erfolgreich, wenn namhafte Persönlichkeiten und bekannte Gesichter GFX unterstützen, positives Feedback geben und Aufmerksamkeit generieren. Sozusagen ein ritterliches Lanzenbrechen in Zeiten von schnelllebigem Social Media Wahn, erschreckend großer Primark-Popularität und stetig wachsender Neigung zur Wegwerfgesellschaft.
  • GFX schafft mit Fakten Interesse, das wie ein Köder in die Menge geworfen wird und den Schwarm anlockt.

Mehr Infos zu GFX unter www.globalfashionxchange.org (Foto: Carlos Teixeira)

Was Marken derzeit tun, belastet den Planeten.
Sie müssen deshalb auf Innovationen setzen und
kritisch betrachten, was sie tun. Sie müssen sich auf
bessere Qualität, aber auch auf Zirkularität konzentrieren
und Produkte kreieren, die zu 100 Prozent kreislaufwertig sind.

Patrick Duffy

GFX schafft mit Fakten Interesse, das wie ein Köder in die Menge geworfen wird und den Schwarm anlockt. Hat der Fisch erst angebissen, setzt der transformative Moment ein und es fällt einem wie Schuppen von den Augen. Oder um es weniger metaphorisch auszudrücken: Die Menschen begreifen das Problem, dass die Modebranche eine der umweltschädlichsten Industrien ist und sie erkennen die Notwendigkeit der Einhaltung etwaiger Nachhaltigkeitsziele, handeln bestenfalls künftig danach. Aber auch die Modefirmen sollten nicht weiter Öl ins Feuer des Überkonsums gießen, sondern sich vielmehr Qualität auf die Flagge schreiben.
  • Strike the pose: Teilnehmer des GFX ließen sich in ihren Second Hand Outfits vor Ort ablichten.

STRIKE THE POSE: Teilnehmer des GFX ließen sich in ihren Second Hand Outfits vor Ort ablichten. (Foto: Carlos Teixeira)

Marken müssen auch selbst Aufklärungsarbeit betreiben.
Sie müssen zusammen mit den Verbrauchern Verantwortung übernehmen.
Die Produktion verlangsamen, da fast Fashion die Branche erstickt.
Innovative Materialien sind der Schlüssel, zum Beispiel solche aus Meereskunststoffen.
Glücklicherweise ist Nachhaltigkeit ein Trend, der hoffentlich anhalten wird.

Patrick Duffy

Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen – außer vielleicht, dass eine weiterhin positive Entwicklung des Global Fashion Exchange schon bald den wichtigen Wandel zum natürlichen Kleiderkreis begünstigt. Das ist dann der Moment, in dem GFX den Kinderschuhen entwachsen ist und der Kleiderschrank eines jeden seinen Teil für eine nachhaltigere Welt beiträgt.

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By |2018-10-29T15:05:25+00:00August 29th, 2018|FASHION|Kommentare deaktiviert für Global Fashion Exchange – Wie Kleidertausch die Welt verändern kann