Ich bin kein Schmuckfan. Meist reichen mir dezente Ohrringe, in den allerseltensten Fällen sieht man Gold an meinen Fingern. Doch die Ausnahme bestätigt die Regel und so habe auch ich einen Ring, der durch sein simples und zugleich so raffiniertes Design kurzerhand mein Lieblingsaccessoire wurde. Bei diesem Exemplar treffen unterschiedliche Elemente aufeinander: das schlichte Runde verschmilzt mit dem langen Rechteckigen, sodass der Ring gar zwei Finger ziert. Dieses Schmuckstück stammt von COS und steht in meinen Augen exemplarisch für die Philosophie des Modelabels: traditionelle Methoden mit neuen Techniken zu verbinden, um moderne Kreationen zu schaffen, die puristisch, außergewöhnlich und inspirierend sind.

KUNSTSTOFF –
INSTALLATIONEN AUS DEM 3D-DRUCKER

Category: Fashion

Foto: COS Stores
Ich bin kein Schmuckfan. Meist reichen mir dezente Ohrringe, in den allerseltensten Fällen sieht man Gold an meinen Fingern. Doch die Ausnahme bestätigt die Regel und so habe auch ich einen Ring, der durch sein simples und zugleich so raffiniertes Design kurzerhand mein Lieblingsaccessoire wurde. Bei diesem Exemplar treffen unterschiedliche Elemente aufeinander: das schlichte Runde verschmilzt mit dem langen Rechteckigen, sodass der Ring gar zwei Finger ziert. Dieses Schmuckstück stammt von COS und steht in meinen Augen exemplarisch für die Philosophie des Modelabels: traditionelle Methoden mit neuen Techniken zu verbinden, um moderne Kreationen zu schaffen, die puristisch, außergewöhnlich und inspirierend sind.
Inspiration ist das Stichwort. Um diese ausfindig zu machen, einzufangen, zu kreieren und weiterzugeben, präsentiert COS seit 2012 eigens für die Designwoche geschaffene Installationen bei der „Salone del Mobile“ in Mailand. Dabei kooperiert das schwedische Modehaus jedes Jahr mit einem anderen, etablierten Künstler, Designer oder Architekten.

Die Installation hat sich aus
einer Inspiration heraus
entwickelt und wurde
durch die Kreativität
von Mamou-Mani, den
technologischen Fortschritt
und unseren gemeinsamen
Fokus auf innovative
Materialien und
Verarbeitung geformt.

Karin Gustafsson,
Creative Director COS

Foto: COS Stores
COS X ARTHUR MAMOU-MANI X CONIFERA
Das einzig- und neuartige Kunstwerk für die diesjährige Mailänder Möbelmesse entspringt der Zusammenarbeit mit dem in London lebenden französischen Architekten Arthur Mamou-Mani und trägt den Titel „Conifera“. Dabei handelt es sich um eine große architektonische Installation aus erneuerbaren Materialien, die im 3D-Drucker erstellt worden. Ebenfalls aus dem Drucker stammen die 700 Bio-Bausteine, die sich aus Holz und Bioplastik zusammensetzen und somit komplett kompostierbar sind. Miteinander verzahnt bilden sie eines der größten Artefakte dieser Art, die bis dato mittels dieser Methodik erdacht und letztendlich erbaut wurden.
Mit Mamou-Mani fiel die Wahl auf einen Künstler, der von Anfang an prädestiniert für dieses Projekt war. Der studierte Architekt, Direktor seines gleichnamigen Studios, Universitätsdozent und Mitgründer der Online-Plattform WeWantToLearn weist ein Projektportfolio auf, das vom „Tempel Galaxia“ beim Burning Man-Festival 2018 hin zum Bauroboter „The Polibot“ reicht. Er verfolgt eine innovationsgetriebene, digital entworfene und gefertigte Baukunst und vertritt den progressiven Ansatz, bei dem der Architekt gleichzeitig auch der Macher ist. Dass sich „Conifera“ entfalten und zu seinem großartigen Resultat entwickeln konnte, ist auch der Tatsache geschuldet, dass seitens COS keinerlei Restriktionen und inhaltliche Vorgaben ausgingen, die den Künstler in seinem Schaffen eingrenzten.
VORWÄRTS GERICHTET UND RÜCKKEHREND ZUGLEICH
Während der Salone del Mobile in Mailand, vom 9. bis 14. April 2019, wird die Installation im Palazzo Isimbardi, einem historischen Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, vorzufinden sein.

Die Geometrie der Installation Conifera orientiert sich an dem quadratischen Motiv, das sich durch den Palazzo Isimbardi zieht – vom Hof bis zu den Fliesen. Die Installation soll den Kreislauf des kompostierbaren Materials abbilden. Ich wollte eine Reise von der Architektur zur Natur schaffen, um zu zeigen, dass wir mit erneuerbaren Materialien in Kombination mit Algorithmen und einem dezentralen 3D-Druck, die Bausteine der Zukunft schaffen können.

Arthur Mamou-Mani,
Architekt

Auf diese Weise schlägt „Conifera“ sinngemäß eine Brücke vom Design zum Bau und erlaubt dem Besucher der Ausstellung Aussichten auf die Zukunft und die Vielzahl der Möglichkeiten im Morgen. Dabei möchte es als Paradebeispiel für grenzenloses Design verstanden werden, das den Rezipienten zugleich daran erinnert, dass das Halten einer Balance zwischen von ihm geschaffenen Werken und der Natur unabdingbar ist. Durch seine transluzente und raffinierte Bauweise umhüllt es die markant minimalistischen Kollektionen, richtet den Fokus auf diese und lässt die Mode wortwörtlich erstrahlen. Das Konstrukt gewährt Interpretationen und kehrt zurück zu ihrem Ursprung, der Inspiration.

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By |2019-05-28T13:48:39+00:00April 1st, 2019|FASHION, Sandra Gawlowski|Kommentare deaktiviert für KUNSTSTOFF – INSTALLATIONEN AUS DEM 3D-DRUCKER