Das Solarauto des Münchner Unternehmens Sono Motors besticht nicht bloß durch seine technischen Daten, – auch die Finanzierung der Serienproduktion des PKW geht neue Wege. Über Crowdinvesting kann jeder zum Erfolg von Sion beitragen.

MÜNCHNER SOLARAUTO
GEHT WIEDER AUF
EUROPA-TOUR

Text by Marco Voigt
Das Solarauto des Münchner Unternehmens Sono Motors besticht nicht bloß durch seine technischen Daten, – auch die Finanzierung der Serienproduktion des PKW geht neue Wege. Über Crowdinvesting kann jeder zum Erfolg von Sion beitragen.
Das junge Münchener Unternehmen Sono Motors will sein erstes Solarauto in Serienproduktion schicken. In der Karosserie des Prototypes Sion sind Photovoltaik-Module verarbeitet, die die eingebaute Batterie mit Hilfe der Sonne von selbst laden. Sion wird in den kommenden Wochen seine Testfahrt durch ganz Europa bestreiten, um sich von Interessenten auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Ohne Anmeldung geht nichts.
Die Reise muss gut geplant sein
Bisher gestaltet sich die Reise mit einem reinen Elektromobil noch schwierig; in Europa wurde zwar bereits das Typ-2-Stecksystem und das Combined Charging System mit Wechsel- und Gleichstromladepunkten standardisiert, das Netz von öffentlich zugänglichen Stromtankstellen ist jedoch noch nicht umfassend ausgebaut. Lange Ladezeiten der Akkumulatoren und nur etwa 5.500 aktive Standorte in ganz Europa (zum Vergleich: Deutschland allein hat rund 14.000 herkömmliche Tankstellen) machen eine Reise in einem Elektrofahrzeug immer noch zu einer planerischen und logistischen Herausforderung.
Sions technische Daten sind einmalig
Durch die dynamische Integration von Solarzellen in die Karosserie an beiden Seiten des Fahrzeuges, am Dach, dem Heck und der Motorhaube lässt sich das Exterieur des Wagens überwiegend aus rostfreiem und kratzresistentem Polycarbonat fertigen.
Mit einer Reichweite von 250km bei voller Batterie, einer hohen Schnellladeleistung und der Funktion, die Batterie im Stand und während der Fahrt zusätzlich aufzuladen zeichnet sich das Gefährt als einzigartig aus. Durch die Ladefunktion während der Fahrt gewinnt man durch die Kraft der Sonne so bis zu 30km am Tag. Sion liefert außerdem auch Energie an andere elektronische Geräte: Mit einem Haushaltsstecker lässt sich alles bis zu 2,7 kW laden.
Besonders kurios: Durch die Integration einer speziellen Art von Moos im Armaturenbrett, werden über elektromagnetische Anziehung bis zu 20% des Feinstaubs aus der Luft gefiltert. Sion besticht damit auch durch positive klimatische Eigenschaften.
Erstes Solarauto in Serienproduktion – durch Crowdinvesting
Doch nicht nur die technischen Daten machen das Projekt Sion zum vorgehenden Beispiel. Auch die Finanzierung ist nicht dem Zufall überlassen. Auf seedr.com lässt sich Sion als Investition in Anteile oder über die grüne Bank wiwin.de gar als Nachrangdarlehnen für jeden finanzieren. Damit wagen die Sion-Macher einen branchenunüblichen Schritt: Die demokratische Schwarmfinanzierung zeigt das Selbstvertrauen, mit Sion auf dem richtigen Weg zu sein, – und alle Versprechen einzuhalten. Um sich davon selbst zu überzeugen, geht Sion sogar auf Weltreise und bietet sich zur Testfahrt an. Danach kann in den Pionier der Elektromobilität investiert werden.
Erhältlich sein wird der Sion zunächst ab 2019. Zum aktuellen Zeitpunkt wurde die Vorbestellungsrate ungefähr zur Hälfte erreicht. Das Modell soll 16.000 Euro kosten, bei der Vorbestellung des Prototypes jetzt kann man nun sogar maximal 8% sparen.
Die Zukunft der E-Mobilität
Im Jahr 2014 hat das Institut für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt eine Studie durchgeführt, die Besitzer von Elektroautors und deren Nutzerverhalten analysiert. Dabei ergab sich der Archetyp des Elektrofahrers als gut gebildet, männlich, mit höherem Einkommen und im Schnitt 51 Jahre alt. Die Käufer nutzen das Elektroauto meist als Zweitwagen, der pro Werktag durchschnittlich 43 km zurücklegt. Die Mehrheit der Käufer leben in kleineren Städten und auf dem Land. Die Infrastruktur der Elektromobilität scheint hier also zumindest nicht so einschränkend zu wirken, als dass es die Nutzung eines E-Autos auf dem Land unmöglich macht. Das Netzwerk an Stromtankstellen wird wachsen und die Nachfrage nach Elektroautos wird steigen – ein Modell wie der Sion passt also wunderbar in die hoffentlich wachsende Artenvielfalt an Elektrofahrzeugen.

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Text by Marco Voigt
Das Solarauto des Münchner Unternehmens Sono Motors besticht nicht bloß durch seine technischen Daten, – auch die Finanzierung der Serienproduktion des PKW geht neue Wege. Über Crowdinvesting kann jeder zum Erfolg von Sion beitragen.
Das junge Münchener Unternehmen Sono Motors will sein erstes Solarauto in Serienproduktion schicken. In der Karosserie des Prototypes Sion sind Photovoltaik-Module verarbeitet, die die eingebaute Batterie mit Hilfe der Sonne von selbst laden. Sion wird in den kommenden Wochen seine Testfahrt durch ganz Europa bestreiten, um sich von Interessenten auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Ohne Anmeldung geht nichts.
Die Reise muss gut geplant sein
Bisher gestaltet sich die Reise mit einem reinen Elektromobil noch schwierig; in Europa wurde zwar bereits das Typ-2-Stecksystem und das Combined Charging System mit Wechsel- und Gleichstromladepunkten standardisiert, das Netz von öffentlich zugänglichen Stromtankstellen ist jedoch noch nicht umfassend ausgebaut. Lange Ladezeiten der Akkumulatoren und nur etwa 5.500 aktive Standorte in ganz Europa (zum Vergleich: Deutschland allein hat rund 14.000 herkömmliche Tankstellen) machen eine Reise in einem Elektrofahrzeug immer noch zu einer planerischen und logistischen Herausforderung.
Sions technische Daten sind einmalig
Durch die dynamische Integration von Solarzellen in die Karosserie an beiden Seiten des Fahrzeuges, am Dach, dem Heck und der Motorhaube lässt sich das Exterieur des Wagens überwiegend aus rostfreiem und kratzresistentem Polycarbonat fertigen.
Mit einer Reichweite von 250km bei voller Batterie, einer hohen Schnellladeleistung und der Funktion, die Batterie im Stand und während der Fahrt zusätzlich aufzuladen zeichnet sich das Gefährt als einzigartig aus. Durch die Ladefunktion während der Fahrt gewinnt man durch die Kraft der Sonne so bis zu 30km am Tag. Sion liefert außerdem auch Energie an andere elektronische Geräte: Mit einem Haushaltsstecker lässt sich alles bis zu 2,7 kW laden.
Besonders kurios: Durch die Integration einer speziellen Art von Moos im Armaturenbrett, werden über elektromagnetische Anziehung bis zu 20% des Feinstaubs aus der Luft gefiltert. Sion besticht damit auch durch positive klimatische Eigenschaften.
Erstes Solarauto in Serienproduktion – durch Crowdinvesting
Doch nicht nur die technischen Daten machen das Projekt Sion zum vorgehenden Beispiel. Auch die Finanzierung ist nicht dem Zufall überlassen. Auf seedr.com lässt sich Sion als Investition in Anteile oder über die grüne Bank wiwin.de gar als Nachrangdarlehnen für jeden finanzieren. Damit wagen die Sion-Macher einen branchenunüblichen Schritt: Die demokratische Schwarmfinanzierung zeigt das Selbstvertrauen, mit Sion auf dem richtigen Weg zu sein, – und alle Versprechen einzuhalten. Um sich davon selbst zu überzeugen, geht Sion sogar auf Weltreise und bietet sich zur Testfahrt an. Danach kann in den Pionier der Elektromobilität investiert werden.
Erhältlich sein wird der Sion zunächst ab 2019. Zum aktuellen Zeitpunkt wurde die Vorbestellungsrate ungefähr zur Hälfte erreicht. Das Modell soll 16.000 Euro kosten, bei der Vorbestellung des Prototypes jetzt kann man nun sogar maximal 8% sparen.
Die Zukunft der E-Mobilität
Im Jahr 2014 hat das Institut für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt eine Studie durchgeführt, die Besitzer von Elektroautos und deren Nutzerverhalten analysiert. Dabei ergab sich der Archetyp des Elektrofahrers als gut gebildet, männlich, mit höherem Einkommen und im Schnitt 51 Jahre alt. Die Käufer nutzen das Elektroauto meist als Zweitwagen, der pro Werktag durchschnittlich 43 km zurücklegt. Die Mehrheit der Käufer leben in kleineren Städten und auf dem Land. Die Infrastruktur der Elektromobilität scheint hier also zumindest nicht so einschränkend zu wirken, als dass es die Nutzung eines E-Autos auf dem Land unmöglich macht. Das Netzwerk an Stromtankstellen wird wachsen und die Nachfrage nach Elektroautos wird steigen – ein Modell wie der Sion passt also wunderbar in die hoffentlich wachsende Artenvielfalt an Elektrofahrzeugen.

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Das junge Münchener Unternehmen Sono Motors will sein erstes Solarauto in Serienproduktion schicken. In der Karosserie des Prototypes Sion sind Photovoltaik-Module verarbeitet, die die eingebaute Batterie mit Hilfe der Sonne von selbst laden. Sion wird in den kommenden Wochen seine Testfahrt durch ganz Europa bestreiten, um sich von Interessenten auf Herz und Nieren prüfen zu lassen. Ohne Anmeldung geht nichts.
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Bisher gestaltet sich die Reise mit einem reinen Elektromobil noch schwierig; in Europa wurde zwar bereits das Typ-2-Stecksystem und das Combined Charging System mit Wechsel- und Gleichstromladepunkten standardisiert, das Netz von öffentlich zugänglichen Stromtankstellen ist jedoch noch nicht umfassend ausgebaut. Lange Ladezeiten der Akkumulatoren und nur etwa 5.500 aktive Standorte in ganz Europa (zum Vergleich: Deutschland allein hat rund 14.000 herkömmliche Tankstellen) machen eine Reise in einem Elektrofahrzeug immer noch zu einer planerischen und logistischen Herausforderung.
Sions technische Daten sind einmalig
Durch die dynamische Integration von Solarzellen in die Karosserie an beiden Seiten des Fahrzeuges, am Dach, dem Heck und der Motorhaube lässt sich das Exterieur des Wagens überwiegend aus rostfreiem und kratzresistentem Polycarbonat fertigen.
Mit einer Reichweite von 250km bei voller Batterie, einer hohen Schnellladeleistung und der Funktion, die Batterie im Stand und während der Fahrt zusätzlich aufzuladen zeichnet sich das Gefährt als einzigartig aus. Durch die Ladefunktion während der Fahrt gewinnt man durch die Kraft der Sonne so bis zu 30km am Tag. Sion liefert außerdem auch Energie an andere elektronische Geräte: Mit einem Haushaltsstecker lässt sich alles bis zu 2,7 kW laden.
Besonders kurios: Durch die Integration einer speziellen Art von Moos im Armaturenbrett, werden über elektromagnetische Anziehung bis zu 20% des Feinstaubs aus der Luft gefiltert. Sion besticht damit auch durch positive klimatische Eigenschaften.
Erstes Solarauto in Serienproduktion – durch Crowdinvesting
Doch nicht nur die technischen Daten machen das Projekt Sion zum vorgehenden Beispiel. Auch die Finanzierung ist nicht dem Zufall überlassen. Auf seedr.com lässt sich Sion als Investition in Anteile oder über die grüne Bank wiwin.de gar als Nachrangdarlehnen für jeden finanzieren. Damit wagen die Sion-Macher einen branchenunüblichen Schritt: Die demokratische Schwarmfinanzierung zeigt das Selbstvertrauen, mit Sion auf dem richtigen Weg zu sein, – und alle Versprechen einzuhalten. Um sich davon selbst zu überzeugen, geht Sion sogar auf Weltreise und bietet sich zur Testfahrt an. Danach kann in den Pionier der Elektromobilität investiert werden.
Erhältlich sein wird der Sion zunächst ab 2019. Zum aktuellen Zeitpunkt wurde die Vorbestellungsrate ungefähr zur Hälfte erreicht. Das Modell soll 16.000 Euro kosten, bei der Vorbestellung des Prototypes jetzt kann man nun sogar maximal 8% sparen.
Die Zukunft der E-Mobilität
Im Jahr 2014 hat das Institut für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt eine Studie durchgeführt, die Besitzer von Elektroautos und deren Nutzerverhalten analysiert. Dabei ergab sich der Archetyp des Elektrofahrers als gut gebildet, männlich, mit höherem Einkommen und im Schnitt 51 Jahre alt. Die Käufer nutzen das Elektroauto meist als Zweitwagen, der pro Werktag durchschnittlich 43 km zurücklegt. Die Mehrheit der Käufer leben in kleineren Städten und auf dem Land. Die Infrastruktur der Elektromobilität scheint hier also zumindest nicht so einschränkend zu wirken, als dass es die Nutzung eines E-Autos auf dem Land unmöglich macht. Das Netzwerk an Stromtankstellen wird wachsen und die Nachfrage nach Elektroautos wird steigen – ein Modell wie der Sion passt also wunderbar in die hoffentlich wachsende Artenvielfalt an Elektrofahrzeugen.

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By | 2018-02-19T17:43:05+01:00 Januar 21st, 2018|Act Green|Kommentare deaktiviert für Münchner Solarauto geht wieder auf Europa-Tour