Viele singen unter der Dusche gerne. Anderen kommen beim Duschen die allerbesten Einfälle. Ideen, wie z.B. die geniale Erfindung der beiden Finnen Jason Selvaran und Eduard Kobak. Sie befanden, dass beim Duschen definitiv zu viel Wasser benötigt wird. Mit ihrer Showerloop kann unglaublich viel Wasser und Energie gespart werden.

Sauber werden im eigenen Dreckwasser?

Recycling-Duschsystem aus Finnland reduziert alltäglichen Wasserverbrauch um 90%
Eine erfrischende Dusche am Morgen, gleich nach dem Aufstehen, ist für viele gleichbedeutend mit einem guten Start in den neuen Tag. Ein Luxus, den sich (fast) jeder gerne gönnt! Die einen mögen es lang und möglichst warm, anderen reicht schon eine kurze und kalte Abkühlung.
Wie auch immer, im Durchschnitt werden, Statistiken zufolge, bei einem normalen Duschvorgang rund 100 Liter Wasser verbraucht. Das bedeutet – bei uns Warmduschern – zudem eine Energiemenge zum Aufheizen, die ausreichen würde, ein Smartphone 700 Mal aufzuladen.
“Das geht auch anders”, dachten sich Jason Selvaran und Eduard Kobak aus Finnland und entwickelten ein System, mit dem Duschwasser in Echtzeit aufbereitet und noch einmal verwendet werden kann: Showerloop.
Zehn Liter Wasser reichen für einmal duschen mit Showerloop. Egal, wie lange geduscht wird.
Showerloop kommt mit sagenhaften zehn Liter Wasser für einmal duschen aus. Mehr nicht, und zwar unabhängig davon, wie lange geduscht wird. Außerdem wird nur ein kleiner Bruchteil der Energie benötigt, da das Wasser nur minimal nachgeheizt werden muss.
Wie die Recycling-Dusche funktioniert:
Das Wasser durchläuft verschiedene Filter: Einen Vorfilter zum Schutz der Pumpe, wie man ihn auch in der Küchenspüle findet. Anschließend läuft das Wasser durch Mikrofasern, gefolgt von einem Sandfilter. Aktivkohle säubert das Wasser von Farbe, Geruch und Chemikalien. Zuletzt wird das Wasser mit Hilfe von UV-Licht sterilisiert, sodass es frei von Bakterien und sogar trinkbar wird. Ein Durchlauferhitzer hält die Temperatur des Wassers.
Showerloop wurde nach den Prinzipien von Open Source und Kreislaufwirtschaft designt. Das heißt, Designs, Produktionsmethoden und Materialien sind frei verfügbar. Dadurch soll die Weiterentwicklung des Produkts hin zum effizientesten, innovativsten und nachhaltigsten Produkt ermöglicht werden.
 Das Projekt konnte auch die Jury der GreenTec Awards überzeugen. Showerloop gewann in der Kategorie “Galileo Wissenspreis” der diesjährigen Auszeichnung von Europas größtem Umwelttechnologiepreis. Jury-Mitglied Stefan Gödde zeigte sich begeistert: “Showerloop hat uns in der GreenTec-Jury vor allem deshalb überzeugt, weil es den Wasser- und den Energieverbrauch eines Alltagsvorgangs – des Duschens – drastisch reduziert. Und das, ohne dass Menschen ihre Gewohnheiten verändern müssen. Eine Innovation, die wir in Zeiten der globalen Erwärmung und des Klimawandels dringend brauchen.”

Sieben ganze Kernkraftwerke könnten in Deutschland schließen, wenn die gesamte Bundesrepublik mit „Showerloop“ duschen würde.

Damit sich das Wasser-Recyclingsystem möglichst unkompliziert in der ganzen Welt verbreitet, soll die Bauanleitung übrigens weltweit frei zugänglich sein. Die Bauteile sind in jedem Baumarkt erhältlich.
Und, wenn man einmal von einem Zukunftsszenario mit „Showerloop für alle“ träumen dürfte: Sieben ganze Kernkraftwerke könnten in Deutschland schließen, wenn die gesamte Bundesrepublik mit „Showerloop“ duschen würde. Eine Aussicht, die auch uns ziemlich gut gefällt!

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im eigenen Dreckwasser?

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Wie auch immer, im Durchschnitt werden, Statistiken zufolge, bei einem normalen Duschvorgang rund 100 Liter Wasser verbraucht. Das bedeutet – bei uns Warmduschern – zudem eine Energiemenge zum Aufheizen, die ausreichen würde, ein Smartphone 700 Mal aufzuladen. “Das geht auch anders”, dachten sich Jason Selvaran und Eduard Kobak aus Finnland und entwickelten ein System, mit dem Duschwasser in Echtzeit aufbereitet und noch einmal verwendet werden kann: Showerloop.

Zehn Liter Wasser reichen für einmal duschen mit Showerloop.
Egal, wie lange geduscht wird.

Showerloop kommt mit sagenhaften zehn Liter Wasser für einmal duschen aus. Mehr nicht, und zwar unabhängig davon, wie lange geduscht wird. Außerdem wird nur ein kleiner Bruchteil der Energie benötigt, da das Wasser nur minimal nachgeheizt werden muss.
Wie die Recycling-Dusche funktioniert
Das Wasser durchläuft verschiedene Filter: Einen Vorfilter zum Schutz der Pumpe, wie man ihn auch in der Küchenspüle findet. Anschließend läuft das Wasser durch Mikrofasern, gefolgt von einem Sandfilter. Aktivkohle säubert das Wasser von Farbe, Geruch und Chemikalien. Zuletzt wird das Wasser mit Hilfe von UV-Licht sterilisiert, sodass es frei von Bakterien und sogar trinkbar wird. Ein Durchlauferhitzer hält die Temperatur des Wassers. Showerloop wurde nach den Prinzipien von Open Source und Kreislaufwirtschaft designt. Das heißt, Designs, Produktionsmethoden und Materialien sind frei verfügbar. Dadurch soll die Weiterentwicklung des Produkts hin zum effizientesten, innovativsten und nachhaltigsten Produkt ermöglicht werden.
Das Projekt konnte auch die Jury der GreenTec Awards überzeugen. Showerloop gewann in der Kategorie “Galileo Wissenspreis” der diesjährigen Auszeichnung von Europas größtem Umwelttechnologiepreis. Jury-Mitglied Stefan Gödde zeigte sich begeistert: “Showerloop hat uns in der GreenTec-Jury vor allem deshalb überzeugt, weil es den Wasser- und den Energieverbrauch eines Alltagsvorgangs – des Duschens – drastisch reduziert. Und das, ohne dass Menschen ihre Gewohnheiten verändern müssen. Eine Innovation, die wir in Zeiten der globalen Erwärmung und des Klimawandels dringend brauchen.”

Sieben ganze Kernkraftwerke könnten
in Deutschland schließen, wenn die gesamte
Bundesrepublik mit „Showerloop“ duschen würde.

Damit sich das Wasser-Recyclingsystem möglichst unkompliziert in der ganzen Welt verbreitet, soll die Bauanleitung übrigens weltweit frei zugänglich sein. Die Bauteile sind in jedem Baumarkt erhältlich.
Und, wenn man einmal von einem Zukunftsszenario mit „Showerloop für alle“ träumen dürfte: Sieben ganze Kernkraftwerke könnten in Deutschland schließen, wenn die gesamte Bundesrepublik mit „Showerloop“ duschen würde. Eine Aussicht, die auch uns ziemlich gut gefällt!

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By | 2017-10-20T16:11:36+02:00 August 29th, 2017|Explore Green|Kommentare deaktiviert für Sauber werden im eigenen Dreckwasser?