Es sieht für mich nicht wirklich wie ein Auto aus, was da in wenigen Jahren durch unsere Städte fahren soll. Der kleine Flitzer wirkt eher wie aus einer Science-Fiction-Serie entsprungen: viel Carbon, viel Glas, purer Minimalismus. Der Biomega SIN ist das neue Konzeptfahrzeug des dänischen E-Bike-Spezialisten Biomega und hat weder Stoßstangen, noch Radkästen, geschweige denn Türen. Na gut, die Türen sind momentan aus Präsentations- und Designgründen noch nicht vorhanden. Trotzdem erinnern nur die vier kleinen Räder daran, dass es sich bei der schwarzen Carbon-Kiste um ein Fortbewegungsmittel, genauer gesagt um ein Elektroauto handelt.

GALAKTISCH GUT — Nachhaltigkeit frisch aus dem Drucker

BEAM ME UP: Ein ausgefeiltes Lichtkonzept und diverse Projektionen verschaffen dem Store von Bottletop eine futuristische Atmosphäre. Es ist weltweit der erste 3D-gedruckte Store, der aus recyceltem Plastik von Robotern erstellt wurde. (Foto: Bottletop)
Wer Science-Fiction liebt, wird sich bei Bottletop sichtlich wohl fühlen. Denn nicht nur der einprägsame Name, sondern auch das originelle Gesamtkonzept überzeugen. Das britische Unternehmen führt seit 2002 ausgefallene Handtaschen und Clutches aus nachhaltig produzierten Materialien. Um diese Haltung noch besser zu demonstrieren, wurden nachhaltige Rohstoffe ebenso bei der Ladengestaltung verwendet. Für das Store-Konzept hat sich Bottletop daher etwas ganz Spezielles einfallen lassen: die Innengestaltung stammt vollständig aus dem 3D-Drucker. Klingt erstmal verrückt, sieht aber verdammt spacig aus. Der 3D-Druck wurde von einem industriellen Druckroboter des Herstellers Kuka erstellt und ist weltweit der erste Shop seiner Art. Als Rohstoff dienten Filamente aus Recycling-Kunststoff. So überrascht der erste permanente Laden in London mit einem futuristischen Look, extravagantem Lichtkonzept und zahlreichen Projektionen an den Wänden. Weiteres Highlight: Die Decke wurde aus den oberen Teilen von Mineralwasserflaschen aus Kunststoff zusammengesetzt, der Boden besteht aus dem Material alter Autoreifen.

AUS ALT WIRD NEU: Zur Herstellung einiger Handtaschen wurden entsprechend umgearbeitete Verschlüsse von Plastikflaschen genutzt. (Foto: Bottletop)
Um das sensorische Erlebnis für die Kunden abzurunden, besitzt der Laden sogar einen eigenen Duft – kreiert von Parfum-Designer Timothy Han. Damit atmen die Kunden regelrecht die Werte ein, für die Bottletop steht: soziales Engagement wie die Unterstützung von Handwerkern, die Schaffung von Arbeitsplätzen in Entwicklungsländern und Nachhaltigkeit auf allen Ebenen.
Mehr zu Bottletop und der Entstehung des Shops:

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KLEINER STROMER –
DÄNISCHES DESIGN TRIFFT AUF HIGH TECHNOLOGY

Es sieht für mich nicht wirklich wie ein Auto aus, was da in wenigen Jahren durch unsere Städte fahren soll. Der kleine Flitzer wirkt eher wie aus einer Science-Fiction-Serie entsprungen: viel Carbon, viel Glas, purer Minimalismus. Der Biomega SIN ist das neue Konzeptfahrzeug des dänischen E-Bike-Spezialisten Biomega und hat weder Stoßstangen, noch Radkästen, geschweige denn Türen. Na gut, die Türen sind momentan aus Präsentations- und Designgründen noch nicht vorhanden. Trotzdem erinnern nur die vier kleinen Räder daran, dass es sich bei der schwarzen Carbon-Kiste um ein Fortbewegungsmittel, genauer gesagt um ein Elektroauto handelt.
AUSTAUSCHBARES BATTERIE-SYSTEM
Aber nun erstmal zu den wichtigen Fakten. Was kann der Biomega SIN überhaupt? Der SIN wurde für die Stadt, nicht für Langstrecken konzeptioniert. So soll er mit seinen 82 PS rund 160 Kilometer zurücklegen können, bei einer Spitze von 130 km/h. Das sind natürlich keine mit einem Tesla vergleichbaren Daten. Aber auch der Preis macht hier einen riesen Unterschied: für nur knapp 20.000€ soll der Stadt-Stromer zu haben sein. Da steckt eben ein ganz neues Konzept dahinter.
Angetrieben wird das kleine CUV, ein sogenanntes Crossover Utility Vehicle, von einem eigenen Battery-Swapping-System. Zusätzlich zu dem Akkublock im Fahrzeugboden, hat der SIN im Heck drei mülleimergroße Batterie-Kartuschen, die von Hand schnell ein- und ausgebaut und an der Steckdose Zuhause einfach aufgeladen werden können. Sollte dem SIN also mal die Puste ausgehen, muss er nicht gleich für eine halbe Stunde an die Ladestation. Innerhalb von drei Minuten sind die Batterien ausgetauscht und das kleine Auto rollt wieder. Ganz ausgereift sind das Batterie-System und die Auflade-Infrastruktur laut Biomega aber noch nicht. Der Fahrradspezialist will sich hierbei auf das Know-how von Experten verlassen und sucht noch die richtigen Partner.

Klein, aber oho: Drei Meter lang, eineinhalb Meter breit, keine Tonne schwer und vor allem kein Bedienelement zu viel. Das kleine Konzeptfahrzeug ist schlicht und einfach – typisch skandinavisch eben. Fotos: Biomega

Wir versuchen ein einfaches Leben zu symbolisieren, klare Flächen und verständliche Formen einzubringen. Aber das auf eine Weise, bei der die Nutzbarkeit nicht untergraben wird. Wir haben alles entfernt, was eigentlich niemand braucht.

Guillermo Callau
Designer des Biomega SIN

WOHNZIMMERFLAIR IM AUTONOMEN SIN
Der SIN hat kein Armaturenbrett, keine Knöpfe für Schnick Schnack, keine überflüssigen Anzeigen. Neben dem Lenkrad gibt es lediglich ein Tablet, um jeden Fahrer personalisieren zu können. Ob die Sitzposition, die Wohlfühltemperatur oder die Lieblingsmusik – das kleine Elektroauto soll seine Fahrer noch bevor sie ins Auto steigen erkennen und im Cockpit eine perfekte Wohnzimmeratmosphäre schaffen. Dabei denkt Biomega nicht nur an Eigenwagen, sondern besonders auch an Car-Sharing. Die Dänen wollen jede Möglichkeit nachhaltiger urbaner Mobilität ausloten.
Ob der SIN autonom fahren kann, wird sich noch zeigen. „Wir schauen, was da gerade passiert“, so Guillermo Callau, einer der Designer des Biomega SIN. „Wir haben das Auto nun nicht als autonomes Fahrzeug gestaltet, aber denken den Wagen bereits eher im Sinne eines Wohnraums statt eines Fahrzeugs.“
In der Theorie ist der kleine dänische SIN, der in Zukunft in Asien gebaut werden soll, schon fahrbereit. Den Designern nach könnte er in drei oder vier Jahren selbstverständlich schon durch die Städte flitzen. In der Praxis will Biomega jedoch noch keine Versprechungen machen. Denn wer weiß schon, was in den nächsten Jahren noch so kommt. Der SIN ist in jedem Fall ein weiterer Schritt in Richtung Mobilität der Zukunft und inspiriert Designer und Ingenieure für die Fortbewegungsmittel der nächsten Generationen. „Was wir jetzt mit dem Auto lernen, das könnte uns, irgendwann in der Zukunft, die Möglichkeit geben, Fahrzeuge zu erdenken, die so jetzt noch nicht existieren – darunter Fahrzeuge größer als ein Fahrrad aber kleiner als ein Auto.“
Über den minimalistischen Stil der Dänen kann man nun ja sagen was man will, das ist reine Geschmacksache. Erfinderisch sind sie aber definitiv und der Automobilbranche vielleicht auch schon einen kleinen Schritt voraus.
Mehr Infos unter: sin.biomega.com

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DÄNISCHES DESIGN TRIFFT
AUF HIGH TECHNOLOGY

Category: Move
Es sieht für mich nicht wirklich wie ein Auto aus, was da in wenigen Jahren durch unsere Städte fahren soll. Der kleine Flitzer wirkt eher wie aus einer Science-Fiction-Serie entsprungen: viel Carbon, viel Glas, purer Minimalismus. Der Biomega SIN ist das neue Konzeptfahrzeug des dänischen E-Bike-Spezialisten Biomega und hat weder Stoßstangen, noch Radkästen, geschweige denn Türen. Na gut, die Türen sind momentan aus Präsentations- und Designgründen noch nicht vorhanden. Trotzdem erinnern nur die vier kleinen Räder daran, dass es sich bei der schwarzen Carbon-Kiste um ein Fortbewegungsmittel, genauer gesagt um ein Elektroauto handelt.
AUSTAUSCHBARES BATTERIE-SYSTEM
Aber nun erstmal zu den wichtigen Fakten. Was kann der Biomega SIN überhaupt? Der SIN wurde für die Stadt, nicht für Langstrecken konzeptioniert. So soll er mit seinen 82 PS rund 160 Kilometer zurücklegen können, bei einer Spitze von 130 km/h. Das sind natürlich keine mit einem Tesla vergleichbaren Daten. Aber auch der Preis macht hier einen riesen Unterschied: für nur knapp 20.000€ soll der Stadt-Stromer zu haben sein. Da steckt eben ein ganz neues Konzept dahinter.
Angetrieben wird das kleine CUV, ein sogenanntes Crossover Utility Vehicle, von einem eigenen Battery-Swapping-System. Zusätzlich zu dem Akkublock im Fahrzeugboden, hat der SIN im Heck drei mülleimergroße Batterie-Kartuschen, die von Hand schnell ein- und ausgebaut und an der Steckdose Zuhause einfach aufgeladen werden können. Sollte dem SIN also mal die Puste ausgehen, muss er nicht gleich für eine halbe Stunde an die Ladestation. Innerhalb von drei Minuten sind die Batterien ausgetauscht und das kleine Auto rollt wieder. Ganz ausgereift sind das Batterie-System und die Auflade-Infrastruktur laut Biomega aber noch nicht. Der Fahrradspezialist will sich hierbei auf das Know-how von Experten verlassen und sucht noch die richtigen Partner.

Klein, aber oho: Drei Meter lang, eineinhalb Meter breit, keine Tonne schwer und vor allem kein Bedienelement zu viel. Das kleine Konzeptfahrzeug ist schlicht und einfach – typisch skandinavisch eben. Fotos: Biomega

Wir versuchen ein einfaches Leben zu symbolisieren, klare Flächen
und verständliche Formen einzubringen. Aber das auf eine Weise,
bei der die Nutzbarkeit nicht untergraben wird.
Wir haben alles entfernt, was eigentlich
niemand braucht.

Guillermo Callau
Designer des Biomega SIN

WOHNZIMMERFLAIR IM AUTONOMEN SIN
Der SIN hat kein Armaturenbrett, keine Knöpfe für Schnick Schnack, keine überflüssigen Anzeigen. Neben dem Lenkrad gibt es lediglich ein Tablet, um jeden Fahrer personalisieren zu können. Ob die Sitzposition, die Wohlfühltemperatur oder die Lieblingsmusik – das kleine Elektroauto soll seine Fahrer noch bevor sie ins Auto steigen erkennen und im Cockpit eine perfekte Wohnzimmeratmosphäre schaffen. Dabei denkt Biomega nicht nur an Eigenwagen, sondern besonders auch an Car-Sharing. Die Dänen wollen jede Möglichkeit nachhaltiger urbaner Mobilität ausloten.
Ob der SIN autonom fahren kann, wird sich noch zeigen. „Wir schauen, was da gerade passiert“, so Guillermo Callau, einer der Designer des Biomega SIN. „Wir haben das Auto nun nicht als autonomes Fahrzeug gestaltet, aber denken den Wagen bereits eher im Sinne eines Wohnraums statt eines Fahrzeugs.“
In der Theorie ist der kleine dänische SIN, der in Zukunft in Asien gebaut werden soll, schon fahrbereit. Den Designern nach könnte er in drei oder vier Jahren selbstverständlich schon durch die Städte flitzen. In der Praxis will Biomega jedoch noch keine Versprechungen machen. Denn wer weiß schon, was in den nächsten Jahren noch so kommt. Der SIN ist in jedem Fall ein weiterer Schritt in Richtung Mobilität der Zukunft und inspiriert Designer und Ingenieure für die Fortbewegungsmittel der nächsten Generationen. „Was wir jetzt mit dem Auto lernen, das könnte uns, irgendwann in der Zukunft, die Möglichkeit geben, Fahrzeuge zu erdenken, die so jetzt noch nicht existieren – darunter Fahrzeuge größer als ein Fahrrad aber kleiner als ein Auto.“
Über den minimalistischen Stil der Dänen kann man nun ja sagen was man will, das ist reine Geschmacksache. Erfinderisch sind sie aber definitiv und der Automobilbranche vielleicht auch schon einen kleinen Schritt voraus.
Mehr Infos unter: sin.biomega.com

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By |2018-11-27T14:01:40+00:00November 9th, 2018|MOVE|Kommentare deaktiviert für KLEINER STROMER – DÄNISCHES DESIGN TRIFFT AUF HIGH TECHNOLOGY