Vorweg: Daniel Düsentrieb wäre ausgerastet, wenn er das „Pocket Rocket“ von „SOL Motors“ erfunden hätte. Hat er aber nicht, sondern Manuel Meßmer. Ein Schwabe, der offensichtlich gerne maximal lässig, unabhängig und vor allem grün von A nach B kommen möchte. Sehr löblich. Der Schwarzwald mit seinen natürlichen Erhebungen und weiten Distanzen war sicher ein optimaler Nährboden für Herrn Meßmer’s Überlegungen rund um die Zukunft der Mobilität. Denn für den Produktdesigner ging es bereits kurz nach Erhalt seines heißersehnten Moped-Führerscheins um umweltfreundliches und unabhängiges Reisen. Unabhängig von Stau in der Stadt und unabhängig vom Nahverkehr in der Peripherie. Er baute deswegen eine Alternative. Ein sogenanntes „Noped“. Das „Noped“, wie er seinen „Mobilitätszwitter“ nennt, ist kein „E-Bike“, weil es viel zu schnell ist mit seinen 45 bis 80 km/h unter der Haube. Ein Moped ist es allerdings auch nicht, denn wie der Name „No-Ped“ schon sagt, gibt es keine Pedale, die getreten werden könnten.

THE POCKET ROCKET –
DIE GRÜNSTE RAKETE SEIT ES ZWEI RÄDER GIBT

Category: Mobility

Foto: Gökçe Baturay
Vorweg: Daniel Düsentrieb wäre ausgerastet, wenn er das „Pocket Rocket“ von „SOL Motors“ erfunden hätte. Hat er aber nicht, sondern Manuel Meßmer. Ein Schwabe, der offensichtlich gerne maximal lässig, unabhängig und vor allem grün von A nach B kommen möchte. Sehr löblich. Der Schwarzwald mit seinen natürlichen Erhebungen und weiten Distanzen war sicher ein optimaler Nährboden für Herrn Meßmer’s Überlegungen rund um die Zukunft der Mobilität. Denn für den Produktdesigner ging es bereits kurz nach Erhalt seines heißersehnten Moped-Führerscheins um umweltfreundliches und unabhängiges Reisen. Unabhängig von Stau in der Stadt und unabhängig vom Nahverkehr in der Peripherie. Er baute deswegen eine Alternative. Ein sogenanntes „Noped“. Das „Noped“, wie er seinen „Mobilitätszwitter“ nennt, ist kein „E-Bike“, weil es viel zu schnell ist mit seinen 45 bis 80 km/h unter der Haube. Ein Moped ist es allerdings auch nicht, denn wie der Name „No-Ped“ schon sagt, gibt es keine Pedale, die getreten werden könnten.
KEEP IT SIMPLE, BUT CLEVER
Das „Noped“ gleicht eher einem „Naked-Bike“. Die Konstruktion besteht aus einem dreieckigen Leichtmetallrahmen und zwei Rädern, wobei das hintere mit einem integrierten Radnabenmotor versehen ist. Zwei hydraulische Scheibenbremsen, einem Lenker und einem Sitzkissen auf dem dicken Längsrohr (auch die „Rakete“ oder eben „Rocket“ genannt). In eben diesem Herzstück des „Nopeds“ steckt der Frontscheinwerfer und das Rücklicht, sowie ein 30 Amperestunden starker Lithium-Ionen-Akku mit kompletter Steuerelektronik. Zum Aufladen braucht man einfach nur den Akku rausnehmen und innerhalb von 90 Minuten ist er voll aufgeladen. Zack und weiter geht’s. Angeblich kann man dann locker zwischen 60 und 80 Kilometer zurücklegen, bevor er wieder geladen werden muss. Warum mich das „Noped“ dann doch immer wieder an ein futuristisches BMX-Bike aus einer „Stranger Things-Folge“ erinnert, muss an dem Alu-Rahmen und an dem „Rocket-Rohr“ liegen. Der wuchtig aussehende Rahmen wiegt allerdings nur 55 Kilo. Das Ding ist deswegen so leicht, weil der Verbrenner fehlt. Nur ein leeres ausgestanztes V, erinnert noch an das Relikt eines Mopeds. Damit ist es also amtlich. Das E- vor dem Fahrzeug, ist eine echte Evolutionsstufe unter den Fortbewegungsmitteln.
DAS ALUMINIUMROHR DER ZUKUNFT
Jetzt im Frühjahr sollen die ersten 100 „SOL Motors Pocket Rockets“ verkauft werden. Also, ich hätte schon massive Lust auf so ein Gerät. Sicher, 5000 Euro und aufwärts ist kein Pappenstiel, aber es ist ja auch erst der Anfang einer neuen, grünen Fahrbewegung. Letzte Nacht habe ich geträumt, dass ich mit dem „Pocket Rocket“ durch Berlin geflitzt bin. Ich hatte zwischenzeitlich das Gefühl gleich abzuheben. „Einmal zum Mond bitte“, habe ich mich im Halbschlaf reden hören.

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By |2019-05-28T11:54:20+00:00März 29th, 2019|Angela Peltner, MOBILITY|Kommentare deaktiviert für THE POCKET ROCKET – DIE GRÜNSTE RAKETE SEIT ES ZWEI RÄDER GIBT