Als ich zum ersten Mal ein Bild von einem „Ecocapsule“ gesehen habe, war meine erste Assoziation: so sieht die Zukunft aus. So silbrig, effizient und durch sein futuristisches Design auf jeder grünen Wiese, egal ob mit Berg im Hintergrund oder nicht, für mich auf den ersten Blick ein deplatzierter Hingucker. Denn ein „Ecocapsule“, also ein sogenanntes „Wohn-Ei“, sieht aus wie ein Raumschiff aus einem waschechten Science-Fiction-Blockbuster. Fehlen eigentlich nur noch Nebelschwaden und die grünen Männchen, habe ich mir gedacht. Doch dieses Tiny-House wurde nicht von Aliens, sondern von der slowakischen Architektenfirma „nice architects“ konzipiert, gebaut und weiterentwickelt.

Bereits 2008 wurde die erste Version der „Ecocapsule“ auf einem Ideenwettbewerb vorgestellt und avancierte sofort zum Publikumsliebling. Ursprünglich als Zweitwohnsitz, oder als eine Art „Atelier“ für Künstler und „Rückzugsort“ für Kinder gedacht, haben die Macher, rund um den Gründer Tomas Zacek , das „Wohn-Ei“ in den letzten zehn Jahren weiterentwickelt.

YOUR NEW MICROHOME –
LEBEN IM WOHN-EI DER ZUKUNFT

Fotos: Ecocapsule Holding
Als ich zum ersten Mal ein Bild von einem „Ecocapsule“ gesehen habe, war meine erste Assoziation: so sieht die Zukunft aus. So silbrig, effizient und durch sein futuristisches Design auf jeder grünen Wiese, egal ob mit Berg im Hintergrund oder nicht, für mich auf den ersten Blick ein deplatzierter Hingucker. Denn ein „Ecocapsule“, also ein sogenanntes „Wohn-Ei“, sieht aus wie ein Raumschiff aus einem waschechten Science-Fiction-Blockbuster. Fehlen eigentlich nur noch Nebelschwaden und die grünen Männchen, habe ich mir gedacht. Doch dieses Tiny-House wurde nicht von Aliens, sondern von der slowakischen Architektenfirma „nice architects“ konzipiert, gebaut und weiterentwickelt.
Bereits 2008 wurde die erste Version der „Ecocapsule“ auf einem Ideenwettbewerb vorgestellt und avancierte sofort zum Publikumsliebling. Ursprünglich als Zweitwohnsitz, oder als eine Art „Atelier“ für Künstler und „Rückzugsort“ für Kinder gedacht, haben die Macher, rund um den Gründer Tomas Zacek , das „Wohn-Ei“ in den letzten zehn Jahren weiterentwickelt.
HAUPTWOHNSITZ „ECOCAPSULE“
Was dabei rausgekommen ist? Die Kapsel ist noch kleiner geworden, die Vision dafür größer. Auf läppischen 8,2 m² wurde eine reale Wohnsituation geschaffen. Keine Zweitlösung, sondern ein möglicher Hauptwohnsitz. Ein in sich geschlossener, autarker Mikrokosmos, konzipiert für maximal zwei Personen. Was mich unweigerlich zu der Frage führt: Wie klein sind eigentlich 8,2 m²? Bei der Gelegenheit habe ich gleich mal meine Küche ausgemessen und bin auf 15, irgendwas m² gekommen. Wenn ich davon etwas weniger als die Hälfte abziehe, kann ich mir ungefähr vorstellen, wie klein dieses Ei sein muss. Was mich unweigerlich zur nächsten Frage führt: Wie soll das gehen mit dem Wohlfühlen auf 8,2 m² mit Küche, Bad, Schlaf- und Wohnbereich? Habe ich genug Platz, um ein ordentliches Festmahl in der Küchenzeile mit zwei Herdplatten zu zaubern? Wie bleibt mein Handtuch trocken, wenn ich duschen will?
Triumvirat der Effizienz
Die Antwort auf meine Fragen könnte in der Effizienz und dem Design der „Ecocapsule“ liegen. Hier wurde auf jeden Fall kein Millimeter verschenkt. Auch nicht im Luftraum. Am Tag ist der Innenraum der Kapsel ein Wohnzimmer mit Tisch und einem einfachen Sofa-Bett zum gemütlichen Rumlungern. Nachts wird das Bett ausgezogen und schließt millimetergenau mit dem Beginn des Esstisches ab und verwandelt sich somit in ein Schlafzimmer. Überall an den Wänden gibt es stylische Stauräume, um das Nötigste wie Kleidung verstauen zu können. Die Küche, die im gleichen Raum liegt, gleicht eher einer Trailerküchenzeile. Einzig das Bad ist durch eine Tür getrennt, um Toilette und Dusche abzugrenzen.
Die „Ecocapsule“ hätte wahrscheinlich mehr mit Campen zu tun, wenn es da nicht dieses ausgeklügelte System von Wasser und Energiegewinnung geben würde. Jeder, der mal campen war weiß, wie mühselig es ist Wasser oder einen Heizlüfter extern zu beschaffen. Und da liegt der große Unterschied: Die Kapsel braucht praktisch nichts mehr, als ein freies Stück Erde unter ihrem putzigen 1500 Kilo Anfangsgewicht. Die komplette Energie holt sie sich aus der Umwelt. Von der Sonne, dem Regen und dem Wind – denn das „Ei“ verfügt über drei Supertools.

Tiny House oder Raumschiff?: Die Ecocapsule kann sowohl im Winter als auch im Sommer genutzt werden. Sie hält Temperaturen von -15 Grad Celsius bis zu +40 Grad Celsius und Windstärken bis zu 150 Kilometer pro Stunde aus. Fotos: Ecocapsule Holding
E.T. NACH HAUSE TELEFONIEREN
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass es sich doch um ein Raumschiff handeln könnte. Wenn das „Ei“ jetzt noch fliegen könnte… Aber ich finde es auch so schon beeindruckend, dass man diese Kapsel an fast jeden gottverlassenen Ort dieser Welt aussetzen könnte und man trotzdem darin leben könnte. Natürlich dank des ersten Supertools: den Solarzellen auf dem Dach, die im Durchschnitt 600 Watt Strom aufnehmen können. Zusätzlich gibt es an der Seite der Kapsel noch das zweite Supertool,  die Windturbine, die bei Bedarf ausgefahren werden kann und die rund 750 Watt Leistung erzeugt. Und obwohl es kaum Tage auf der Erde ohne Wind und Sonnenlicht gibt, ist auch für diese Eventualität vorgesorgt worden. Durch ein integriertes Batteriesystem können die Kapsel-Bewohner bis zu fünf Tage ohne äußere Energie auskommen. Außerdem wird es auch nie zu kalt oder zu warm in der Kapsel, da die Wände gedämmt sind. WLAN gibt es sogar auch, Voraussetzung dafür ist allerdings ein Handysignal. Kommen wir zum dritten Supertool: dem Wasserspeicher. Durch die spezielle Ei-Form der Kapsel, kann das Regenwasser an den Wänden herunterlaufen. Die Oberfläche der Außenhülle besteht nämlich aus einer Membran, die das Wasser filtert und das Regenwasser reinigt, noch bevor es in den Tank unter der Kapsel läuft, wo er schlussendlich gespeichert wird. Das gesammelte Wasser kann zum Duschen und waschen verwendet werden – je nach Bedarf auch als Trinkwasser.
LEBENSDAUER
Laut der Erfinder wird so ein Ei ungefähr so alt wie ein Mensch. Im Durchschnitt also 80 Jahre. Ich bin wirklich gespannt wie bunt und futuristisch unsere Welt in 80 Jahren aussehen wird. Und wahrscheinlich wundert es dann niemanden mehr, wenn überall in der Natur Ecocapsules rumstehen. Denn Eleanor Roosevelt hatte schon Recht, wenn sie sagt: „Die Zukunft gehört denen, die an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume glauben.“
Mehr Infos unter: https://www.ecocapsule.sk

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Category: Innovation

Fotos: Ecocapsule Holding
Als ich zum ersten Mal ein Bild von einem „Ecocapsule“ gesehen habe, war meine erste Assoziation: so sieht die Zukunft aus. So silbrig, effizient und durch sein futuristisches Design auf jeder grünen Wiese, egal ob mit Berg im Hintergrund oder nicht, für mich auf den ersten Blick ein deplatzierter Hingucker. Denn ein „Ecocapsule“, also ein sogenanntes „Wohn-Ei“, sieht aus wie ein Raumschiff aus einem waschechten Science-Fiction-Blockbuster. Fehlen eigentlich nur noch Nebelschwaden und die grünen Männchen, habe ich mir gedacht. Doch dieses Tiny-House wurde nicht von Aliens, sondern von der slowakischen Architektenfirma „nice architects“ konzipiert, gebaut und weiterentwickelt.
Bereits 2008 wurde die erste Version der „Ecocapsule“ auf einem Ideenwettbewerb vorgestellt und avancierte sofort zum Publikumsliebling. Ursprünglich als Zweitwohnsitz, oder als eine Art „Atelier“ für Künstler und „Rückzugsort“ für Kinder gedacht, haben die Macher, rund um den Gründer Tomas Zacek , das „Wohn-Ei“ in den letzten zehn Jahren weiterentwickelt.
HAUPTWOHNSITZ „ECOCAPSULE“
Was dabei rausgekommen ist? Die Kapsel ist noch kleiner geworden, die Vision dafür größer. Auf läppischen 8,2 m² wurde eine reale Wohnsituation geschaffen. Keine Zweitlösung, sondern ein möglicher Hauptwohnsitz. Ein in sich geschlossener, autarker Mikrokosmos, konzipiert für maximal zwei Personen. Was mich unweigerlich zu der Frage führt: Wie klein sind eigentlich 8,2 m²? Bei der Gelegenheit habe ich gleich mal meine Küche ausgemessen und bin auf 15, irgendwas m² gekommen. Wenn ich davon etwas weniger als die Hälfte abziehe, kann ich mir ungefähr vorstellen, wie klein dieses Ei sein muss. Was mich unweigerlich zur nächsten Frage führt: Wie soll das gehen mit dem Wohlfühlen auf 8,2 m² mit Küche, Bad, Schlaf- und Wohnbereich? Habe ich genug Platz, um ein ordentliches Festmahl in der Küchenzeile mit zwei Herdplatten zu zaubern? Wie bleibt mein Handtuch trocken, wenn ich duschen will?
Triumvirat der Effizienz
Die Antwort auf meine Fragen könnte in der Effizienz und dem Design der „Ecocapsule“ liegen. Hier wurde auf jeden Fall kein Millimeter verschenkt. Auch nicht im Luftraum. Am Tag ist der Innenraum der Kapsel ein Wohnzimmer mit Tisch und einem einfachen Sofa-Bett zum gemütlichen Rumlungern. Nachts wird das Bett ausgezogen und schließt millimetergenau mit dem Beginn des Esstisches ab und verwandelt sich somit in ein Schlafzimmer. Überall an den Wänden gibt es stylische Stauräume, um das Nötigste wie Kleidung verstauen zu können. Die Küche, die im gleichen Raum liegt, gleicht eher einer Trailerküchenzeile. Einzig das Bad ist durch eine Tür getrennt, um Toilette und Dusche abzugrenzen.
Die „Ecocapsule“ hätte wahrscheinlich mehr mit Campen zu tun, wenn es da nicht dieses ausgeklügelte System von Wasser und Energiegewinnung geben würde. Jeder, der mal campen war weiß, wie mühselig es ist Wasser oder einen Heizlüfter extern zu beschaffen. Und da liegt der große Unterschied: Die Kapsel braucht praktisch nichts mehr, als ein freies Stück Erde unter ihrem putzigen 1500 Kilo Anfangsgewicht. Die komplette Energie holt sie sich aus der Umwelt. Von der Sonne, dem Regen und dem Wind – denn das „Ei“ verfügt über drei Supertools.

Tiny House oder Raumschiff?: Die Ecocapsule kann sowohl im Winter als auch im Sommer genutzt werden. Sie hält Temperaturen von -15 Grad Celsius bis zu +40 Grad Celsius und Windstärken bis zu 150 Kilometer pro Stunde aus. Fotos: Ecocapsule Holding
E.T. NACH HAUSE TELEFONIEREN
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass es sich doch um ein Raumschiff handeln könnte. Wenn das „Ei“ jetzt noch fliegen könnte… Aber ich finde es auch so schon beeindruckend, dass man diese Kapsel an fast jeden gottverlassenen Ort dieser Welt aussetzen könnte und man trotzdem darin leben könnte. Natürlich dank des ersten Supertools: den Solarzellen auf dem Dach, die im Durchschnitt 600 Watt Strom aufnehmen können. Zusätzlich gibt es an der Seite der Kapsel noch das zweite Supertool,  die Windturbine, die bei Bedarf ausgefahren werden kann und die rund 750 Watt Leistung erzeugt. Und obwohl es kaum Tage auf der Erde ohne Wind und Sonnenlicht gibt, ist auch für diese Eventualität vorgesorgt worden. Durch ein integriertes Batteriesystem können die Kapsel-Bewohner bis zu fünf Tage ohne äußere Energie auskommen. Außerdem wird es auch nie zu kalt oder zu warm in der Kapsel, da die Wände gedämmt sind. WLAN gibt es sogar auch, Voraussetzung dafür ist allerdings ein Handysignal. Kommen wir zum dritten Supertool: dem Wasserspeicher. Durch die spezielle Ei-Form der Kapsel, kann das Regenwasser an den Wänden herunterlaufen. Die Oberfläche der Außenhülle besteht nämlich aus einer Membran, die das Wasser filtert und das Regenwasser reinigt, noch bevor es in den Tank unter der Kapsel läuft, wo er schlussendlich gespeichert wird. Das gesammelte Wasser kann zum Duschen und waschen verwendet werden – je nach Bedarf auch als Trinkwasser.
LEBENSDAUER
Laut der Erfinder wird so ein Ei ungefähr so alt wie ein Mensch. Im Durchschnitt also 80 Jahre. Ich bin wirklich gespannt wie bunt und futuristisch unsere Welt in 80 Jahren aussehen wird. Und wahrscheinlich wundert es dann niemanden mehr, wenn überall in der Natur Ecocapsules rumstehen. Denn Eleanor Roosevelt hatte schon Recht, wenn sie sagt: „Die Zukunft gehört denen, die an die Wahrhaftigkeit ihrer Träume glauben.“
Mehr Infos unter: https://www.ecocapsule.sk

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By |2019-03-29T14:45:49+00:00März 25th, 2019|INNOVATION|Kommentare deaktiviert für YOUR NEW MICROHOME – LEBEN IM WOHN-EI DER ZUKUNFT