Eigentlich sollte es bloß ein runder Geburtstag werden. Doch als ZEIT ONLINE zum 20-jährigen Jubiläum ein Festival mit hunderten visionären 20-Jährigen veranstaltete, war schnell klar: Bei dieser Einmaligkeit darf es nicht bleiben. Zu wertvoll war die Community, die durch dieses erstmalige Aufeinandertreffen geboren wurde.

Zu besuch auf dem

Z2X-Festival

Eigentlich sollte es bloß ein runder Geburtstag werden. Doch als ZEIT ONLINE zum 20-jährigen Jubiläum ein Festival mit hunderten visionären 20-Jährigen veranstaltete, war schnell klar: Bei dieser Einmaligkeit darf es nicht bleiben. Zu wertvoll war die Community, die durch dieses erstmalige Aufeinandertreffen geboren wurde.
Zum zweiten Mal überhaupt trafen darum rund 900 junge Menschen unter 30 Jahren zu einem einmaligen Festival ausgerichtet von ZEIT ONLINE in Berlin-Kreuzberg aufeinander. Das Besondere: Die Teilnehmer mussten sich bewerben; in ihrer Bewerbung überzeugten sie durch Verantwortungsbewusstsein, Tatendrang und Kreativität. Sämtliche der Teilnehmer gründeten Sozialunternehmen, riefen politische Initiativen ins Leben oder engagierten sich aktivistisch für ein zukunftstaugliches Miteinander. Das Festivalprogramm sah fünfminütige Blitzvorträge zur Vorstellung der eigenen Idee, spannende Q&As und einzigartige Workshops vor. Höhepunkt der diesjährigen Festivalepisode: Auch Satiriker Jan Böhmermann mischte sich unters junge Volk und stellte sich Publikumsfragen zu Politik, Kunst und Verantwortung.
Ort des Geschehens war das Radialsystem V. Von der Dachterrasse über das Tanzstudio bis zum Theater war das ehemalige Pumpwerk von den jungen Visionären aus ganz Deutschland und darüber hinaus aus vielen Ländern der Welt eingenommen. Programmiererinnen aus Seoul, Gründerinnen aus San Francisco und Aktivisten aus Kiew teilten sich die Arbeitsstätten. Auf den Spreeterrassen und den Stegen hinter dem ehemaligen Pumpwerk hörte das Nachdenken beim Sonnetanken nicht auf. Aufgrund zu großen Andrangs wurden einige Workshops aus Räumen mit vier Wänden auf den Holzmarkt im Freien verlegt.
Das sind die Weltverbesserer von morgen
1. Revolution mit Tante Inge
Stelle Dir vor, Du bist 80 Jahre alt, – und keiner besucht Dich. Miriam Fehmann hat genau das gemacht, nämlich: Ältere Menschen besucht! Und im Anschluss die einmalige Tante-Inge-Initiative in Heidelberg ins Leben gerufen. Ursprünglich stammt die Idee aus Berlin. Mit Tante Inge bringt Miriam Studierende der Universität Heidelberg mit Menschen zusammen, die das 60. Lebensjahr bereits überschritten haben. Sie schafft Empathie zwischen den Generationen und schlägt Brücken für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt.
In ihrem Z2X-Workshop „Alte Säcke und junge Spunde“ diskutierten dann auch sechs Seniorinnen und Senioren mit mehr als 30 2X-Jährigen über Digitalisierung, politische Teilhabe und Vergangenheitsbewältigung. Eine Forderung der Senioren: Gebt uns ein iPad!
2. Plastikfreies Wasser mit Refill
Deutschland gehört zu den wenigen Ländern der Welt, in denen man das Wasser aus dem Hahn problemlos und sorgenfrei trinken kann. So gutes Leitungswasser zu haben, ist ein Privileg, findet Katharina Eyme. Aus dem Grund rief Eyme die Initiative Refill ins Leben und setzt sich dafür ein, Leitungswasser bundesweit zugänglich zu machen: Im Supermarkt, in der Sparkasse, im Klamottenladen, im Restaurant und so weiter. Wer durstig ist, reicht einfach seine Trinkflasche über die Theke und bekommt sie gefüllt zurück, – natürlich kostenlos. Das spart Plastikmüll und Emissionen.
In Greifswald, wo Eyme Medizin studiert, sind bereits 30 Läden überzeugt, Leitungswasser auszuschenken. Man erkennt ihre Partner an einem blauen Aufkleber mit Wassertropfen, der im Fenster klebt. Die Idee braucht kein Geld, um groß zu werden, sondern bloß mehr Menschen mit Überzeugungskraft, etwa wenn es darum geht, Vorurteile gegenüber Leitungswasser abzubauen. Die Idee kommt ursprünglich aus Bristol, Stephanie Wiermann holte das Projekt nach Hamburg, inzwischen gibt es deutschlandweit lokale Initiativen, neben Greifswald etwa in München, Dresden und Berlin. Ist deine Stadt schon dabei?
3. It’s a Match – mit Deiner Traumstadt!
Manchmal werden Laura Ziegler und Max Irmer beschimpft. „Es ist ja nur Statistik, Du kannst auch auf dein Herz hören.“ Das, so Irmer, ist sein Standard-Spruch, wenn Berliner Hipster entsetzt auf die Tatsache reagieren, dass sie in Hamm eigentlich besser aufgehoben wären.
Ziegler und Irmer haben MatchMyCity.org entwickelt, eine Dating-Website für Menschen und Städte: Klein- und Großstädte, Ost, West, Nord und Süd werden nach Kriterien wie Internetverfügbarkeit, Mobilität, Grünflächen, Clubs, Kinos und Ruhe einsortiert, um nur ein paar Aspekte zu nennen. Nutzer geben dann an, wie wichtig ihnen etwa eine große Kinoszene ist. Und am Ende steht die Traumstadt.
Die beiden Z2X-Teilnehmer wollen dafür sensibilisieren, dass es mehr Städte gibt als nur Berlin, Köln, Hamburg und Wien – das Herzblatt des Workshops bei Z2X17. Mit MatchMyCity wollen sie zeigen, dass es helfen kann, auch im Bezug auf die Stadt, in der man leben will, seinen Horizont zu erweitern.

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Eigentlich sollte es bloß ein runder Geburtstag werden. Doch als ZEIT ONLINE zum 20-jährigen Jubiläum ein Festival mit hunderten visionären 20-Jährigen veranstaltete, war schnell klar: Bei dieser Einmaligkeit darf es nicht bleiben. Zu wertvoll war die Community, die durch dieses erstmalige Aufeinandertreffen geboren wurde.
Zum zweiten Mal überhaupt trafen darum rund 900 junge Menschen unter 30 Jahren zu einem einmaligen Festival ausgerichtet von ZEIT ONLINE in Berlin-Kreuzberg aufeinander. Das Besondere: Die Teilnehmer mussten sich bewerben; in ihrer Bewerbung überzeugten sie durch Verantwortungsbewusstsein, Tatendrang und Kreativität. Sämtliche der Teilnehmer gründeten Sozialunternehmen, riefen politische Initiativen ins Leben oder engagierten sich aktivistisch für ein zukunftstaugliches Miteinander. Das Festivalprogramm sah fünfminütige Blitzvorträge zur Vorstellung der eigenen Idee, spannende Q&As und einzigartige Workshops vor. Höhepunkt der diesjährigen Festivalepisode: Auch Satiriker Jan Böhmermann mischte sich unters junge Volk und stellte sich Publikumsfragen zu Politik, Kunst und Verantwortung.

Photo credit: Phil Dera / ZEIT ONLINE

Ort des Geschehens war das Radialsystem V. Von der Dachterrasse über das Tanzstudio bis zum Theater war das ehemalige Pumpwerk von den jungen Visionären aus ganz Deutschland und darüber hinaus aus vielen Ländern der Welt eingenommen. Programmiererinnen aus Seoul, Gründerinnen aus San Francisco und Aktivisten aus Kiew teilten sich die Arbeitsstätten. Auf den Spreeterrassen und den Stegen hinter dem ehemaligen Pumpwerk hörte das Nachdenken beim Sonnetanken nicht auf. Aufgrund zu großen Andrangs wurden einige Workshops aus Räumen mit vier Wänden auf den Holzmarkt im Freien verlegt.
Das sind die Weltverbesserer von morgen
1. Revolution mit Tante Inge
Stelle Dir vor, Du bist 80 Jahre alt, – und keiner besucht Dich. Miriam Fehmann hat genau das gemacht, nämlich: Ältere Menschen besucht! Und im Anschluss die einmalige Tante-Inge-Initiative in Heidelberg ins Leben gerufen. Ursprünglich stammt die Idee aus Berlin. Mit Tante Inge bringt Miriam Studierende der Universität Heidelberg mit Menschen zusammen, die das 60. Lebensjahr bereits überschritten haben. Sie schafft Empathie zwischen den Generationen und schlägt Brücken für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt.
In ihrem Z2X-Workshop „Alte Säcke und junge Spunde“ diskutierten dann auch sechs Seniorinnen und Senioren mit mehr als 30 2X-Jährigen über Digitalisierung, politische Teilhabe und Vergangenheitsbewältigung. Eine Forderung der Senioren: Gebt uns ein iPad!

Photo credit: Phil Dera / ZEIT ONLINE

2. Plastikfreies Wasser mit Refill
Deutschland gehört zu den wenigen Ländern der Welt, in denen man das Wasser aus dem Hahn problemlos und sorgenfrei trinken kann. So gutes Leitungswasser zu haben, ist ein Privileg, findet Katharina Eyme. Aus dem Grund rief Eyme die Initiative Refill ins Leben und setzt sich dafür ein, Leitungswasser bundesweit zugänglich zu machen: Im Supermarkt, in der Sparkasse, im Klamottenladen, im Restaurant und so weiter. Wer durstig ist, reicht einfach seine Trinkflasche über die Theke und bekommt sie gefüllt zurück, – natürlich kostenlos. Das spart Plastikmüll und Emissionen.
In Greifswald, wo Eyme Medizin studiert, sind bereits 30 Läden überzeugt, Leitungswasser auszuschenken. Man erkennt ihre Partner an einem blauen Aufkleber mit Wassertropfen, der im Fenster klebt. Die Idee braucht kein Geld, um groß zu werden, sondern bloß mehr Menschen mit Überzeugungskraft, etwa wenn es darum geht, Vorurteile gegenüber Leitungswasser abzubauen. Die Idee kommt ursprünglich aus Bristol, Stephanie Wiermann holte das Projekt nach Hamburg, inzwischen gibt es deutschlandweit lokale Initiativen, neben Greifswald etwa in München, Dresden und Berlin. Ist deine Stadt schon dabei?

Photo credit: Phil Dera / ZEIT ONLINE

3. It’s a Match – mit Deiner Traumstadt!
Manchmal werden Laura Ziegler und Max Irmer beschimpft. „Es ist ja nur Statistik, Du kannst auch auf dein Herz hören.“ Das, so Irmer, ist sein Standard-Spruch, wenn Berliner Hipster entsetzt auf die Tatsache reagieren, dass sie in Hamm eigentlich besser aufgehoben wären.
Ziegler und Irmer haben MatchMyCity.org entwickelt, eine Dating-Website für Menschen und Städte: Klein- und Großstädte, Ost, West, Nord und Süd werden nach Kriterien wie Internetverfügbarkeit, Mobilität, Grünflächen, Clubs, Kinos und Ruhe einsortiert, um nur ein paar Aspekte zu nennen. Nutzer geben dann an, wie wichtig ihnen etwa eine große Kinoszene ist. Und am Ende steht die Traumstadt.
Die beiden Z2X-Teilnehmer wollen dafür sensibilisieren, dass es mehr Städte gibt als nur Berlin, Köln, Hamburg und Wien – das Herzblatt des Workshops bei Z2X17. Mit MatchMyCity wollen sie zeigen, dass es helfen kann, auch im Bezug auf die Stadt, in der man leben will, seinen Horizont zu erweitern.

Photo credit: Phil Dera / ZEIT ONLINE

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Category: Innovation

Eigentlich sollte es bloß ein runder Geburtstag werden. Doch als ZEIT ONLINE zum 20-jährigen Jubiläum ein Festival mit hunderten visionären 20-Jährigen veranstaltete, war schnell klar: Bei dieser Einmaligkeit darf es nicht bleiben. Zu wertvoll war die Community, die durch dieses erstmalige Aufeinandertreffen geboren wurde.

Zum zweiten Mal überhaupt trafen darum rund 900 junge Menschen unter 30 Jahren zu einem einmaligen Festival ausgerichtet von ZEIT ONLINE in Berlin-Kreuzberg aufeinander. Das Besondere: Die Teilnehmer mussten sich bewerben; in ihrer Bewerbung überzeugten sie durch Verantwortungsbewusstsein, Tatendrang und Kreativität. Sämtliche der Teilnehmer gründeten Sozialunternehmen, riefen politische Initiativen ins Leben oder engagierten sich aktivistisch für ein zukunftstaugliches Miteinander. Das Festivalprogramm sah fünfminütige Blitzvorträge zur Vorstellung der eigenen Idee, spannende Q&As und einzigartige Workshops vor. Höhepunkt der diesjährigen Festivalepisode: Auch Satiriker Jan Böhmermann mischte sich unters junge Volk und stellte sich Publikumsfragen zu Politik, Kunst und Verantwortung.

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Ort des Geschehens war das Radialsystem V. Von der Dachterrasse über das Tanzstudio bis zum Theater war das ehemalige Pumpwerk von den jungen Visionären aus ganz Deutschland und darüber hinaus aus vielen Ländern der Welt eingenommen. Programmiererinnen aus Seoul, Gründerinnen aus San Francisco und Aktivisten aus Kiew teilten sich die Arbeitsstätten. Auf den Spreeterrassen und den Stegen hinter dem ehemaligen Pumpwerk hörte das Nachdenken beim Sonnetanken nicht auf. Aufgrund zu großen Andrangs wurden einige Workshops aus Räumen mit vier Wänden auf den Holzmarkt im Freien verlegt.

Das sind die Weltverbesserer von morgen:

1

Revolution mit Tante Inge

Stelle Dir vor, Du bist 80 Jahre alt, – und keiner besucht Dich. Miriam Fehmann hat genau das gemacht, nämlich: Ältere Menschen besucht! Und im Anschluss die einmalige Tante-Inge-Initiative in Heidelberg ins Leben gerufen. Ursprünglich stammt die Idee aus Berlin. Mit Tante Inge bringt Miriam Studierende der Universität Heidelberg mit Menschen zusammen, die das 60. Lebensjahr bereits überschritten haben. Sie schafft Empathie zwischen den Generationen und schlägt Brücken für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt.
In ihrem Z2X-Workshop „Alte Säcke und junge Spunde“ diskutierten dann auch sechs Seniorinnen und Senioren mit mehr als 30 2X-Jährigen über Digitalisierung, politische Teilhabe und Vergangenheitsbewältigung. Eine Forderung der Senioren: Gebt uns ein iPad!

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Plastikfreies Wasser mit Refill

Deutschland gehört zu den wenigen Ländern der Welt, in denen man das Wasser aus dem Hahn problemlos und sorgenfrei trinken kann. So gutes Leitungswasser zu haben, ist ein Privileg, findet Katharina Eyme. Aus dem Grund rief Eyme die Initiative Refill ins Leben und setzt sich dafür ein, Leitungswasser bundesweit zugänglich zu machen: Im Supermarkt, in der Sparkasse, im Klamottenladen, im Restaurant und so weiter. Wer durstig ist, reicht einfach seine Trinkflasche über die Theke und bekommt sie gefüllt zurück, – natürlich kostenlos. Das spart Plastikmüll und Emissionen.
In Greifswald, wo Eyme Medizin studiert, sind bereits 30 Läden überzeugt, Leitungswasser auszuschenken. Man erkennt ihre Partner an einem blauen Aufkleber mit Wassertropfen, der im Fenster klebt. Die Idee braucht kein Geld, um groß zu werden, sondern bloß mehr Menschen mit Überzeugungskraft, etwa wenn es darum geht, Vorurteile gegenüber Leitungswasser abzubauen. Die Idee kommt ursprünglich aus Bristol, Stephanie Wiermann holte das Projekt nach Hamburg, inzwischen gibt es deutschlandweit lokale Initiativen, neben Greifswald etwa in München, Dresden und Berlin. Ist deine Stadt schon dabei?

Photo credit: Phil Dera / ZEIT ONLINE

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It’s a Match – mit Deiner Traumstadt!

Manchmal werden Laura Ziegler und Max Irmer beschimpft. „Es ist ja nur Statistik, Du kannst auch auf dein Herz hören.“ Das, so Irmer, ist sein Standard-Spruch, wenn Berliner Hipster entsetzt auf die Tatsache reagieren, dass sie in Hamm eigentlich besser aufgehoben wären.
Ziegler und Irmer haben MatchMyCity.org entwickelt, eine Dating-Website für Menschen und Städte: Klein- und Großstädte, Ost, West, Nord und Süd werden nach Kriterien wie Internetverfügbarkeit, Mobilität, Grünflächen, Clubs, Kinos und Ruhe einsortiert, um nur ein paar Aspekte zu nennen. Nutzer geben dann an, wie wichtig ihnen etwa eine große Kinoszene ist. Und am Ende steht die Traumstadt.
Die beiden Z2X-Teilnehmer wollen dafür sensibilisieren, dass es mehr Städte gibt als nur Berlin, Köln, Hamburg und Wien – das Herzblatt des Workshops bei Z2X17. Mit MatchMyCity wollen sie zeigen, dass es helfen kann, auch im Bezug auf die Stadt, in der man leben will, seinen Horizont zu erweitern.

Photo credit: Phil Dera / ZEIT ONLINE

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By |2018-08-28T13:24:25+00:00Oktober 2nd, 2017|INNOVATION|Kommentare deaktiviert für Zu Besuch auf dem Z2X-Festival